"Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein. Und Insekten sollt ihr fressen!"
Okay, das Zitat ist so nicht gesagt worden. Jedenfalls nicht genau so in einem Satz.
Der erste Satz ist aus einem Werbevideo des WEF aus dem Jahr 2017 und zeigt mögliche Entwicklungen bis zum Jahr 2030 auf, der zweite Satz ist Teil einer großen Kampagne zur Verwendung von Insekten als Nahrungsmittel für Menschen, die auch vom WEF unterstützt wird, und natürlich auch von den anderen üblichen Verdächtigen, wenn es um die große "ökologische Transformation" der Gesellschaft geht, wie zum Beispiel WWF.
Zumindest das große Insektenfressen wird erst einmal verschoben.
Das französische Unternehmen Ynsect, das seit 2011 hunderte Millionen an Startkapital und Zwischenfinanzierungen enthalten hat, inklusive ein paar Millionen Fördermittel aus Steuergeldern, hat jetzt Insolvenz angemeldet und wird wegen fehlender Fortführungsprognose nun liquidiert.
Das Fachmedium "Cafétech" schätzt, daß etwa 200 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern geflossen sind.
Ziel des Unternehmens war, Insekten im industriellen Maßstab zu züchten und sie in die menschliche Nahrungskette zu integrieren, nachdem man zunächst nur Tierfutter aus Insektenmehl herstellen wollte, was jedoch auch kein besonders erfolgreiches Geschäftsmodell war.
Darüber berichtet unter anderem die Epoch Times.
Da der Artikel nur für Abonnenten zugänglich ist, hier der Volltext:
"Anfang Dezember verkündete das Handelsgericht Évry die gerichtliche Liquidation des französischen Unternehmens Ynsect. Ynsect wollte Weltmarktführer für Insektenmehl werden.
Zwischen 2020 und 2023 belief sich der Gesamtumsatz aus dem Verkauf der am Standort Dole hergestellten Produkte auf gerade einmal 1,8 Millionen Euro.
Ziel war der Aufbau einer industriellen Produktion von Insektenmehl auf Basis der Zucht von Mehlwürmern. Einen dauerhaft wirtschaftlich tragfähigen Betrieb erreichten die Unternehmer nicht.
Insekten-Tierfutter und Düngemittel
Ynsect wurde im Jahr 2011 gegründet. Das Start-up entwickelte Produkte für die Ernährung von Tieren auf Basis von Insektenproteinen und Dünger aus Larvenkot. Zunächst wurde in Dole im Osten Frankreichs gearbeitet.
In den folgenden Jahren konnte Ynsect umfangreiche Finanzmittel aus privaten Quellen und öffentlichen Förderprogrammen einwerben. Nach Angaben des Fachmediums Cafétech beliefen sich diese Gelder auf über 300 Millionen Euro.
Hinzu kamen etwa 170 Millionen Euro an Wandelanleihen, 150 Millionen Euro an Bankschulden und etwa 20 Millionen Euro an öffentlichen Subventionen, darunter 15 Millionen aus der Europäischen Union.
2020 kündigte das Unternehmen eine weitere Kapitalerhöhung von 315 Millionen Euro an, die insbesondere den Bau einer Fabrik in Poulainville (Département Somme) ermöglichen sollte. Diese Anlage wurde als größte vertikale Farm der Welt konzipiert.
Im April 2023 folgte eine weitere Kapitalaufnahme in Höhe von 160 Millionen Euro. Lokale Behörden und Entscheidungsträger sahen das Projekt als Beitrag zur industriellen Entwicklung und zur ökologischen Transformation.
Produktionskosten zu hoch
Ursprünglich sollte die Anlage in großem Maß Insektenmehl für die Aquakultur herstellen. Doch aufgrund höherer Produktionskosten im Vergleich zu konventionellen Fischmehlen passte das Unternehmen seine Marktstrategie an und reduzierte schrittweise seine Aktivitäten in diesem Bereich.
Ynsect beendet das Jahr 2023 mit einem Umsatz von 5,8 Millionen und einem Nettoverlust von rund 80 Millionen Euro, schreibt das französische Wirtschaftsmagazin „Challenges“.
Laut dem Unternehmen wäre für Gewinne eine Auslastung von 30 Prozent der Produktion notwendig gewesen. Eine vollständige Amortisation der Investitionen hätte eine 60-prozentige Auslastung vorausgesetzt. Anfang 2025 lag die tatsächliche Auslastung bei etwa 15 Prozent.
Die Höhe der öffentlichen Mittel, die in Ynsect investiert wurden, lässt sich bisher nicht abschließend beziffern. Cafétech schätzt, dass rund 200 Millionen Euro öffentliche Gelder in verschiedener Form direkt oder indirekt in das Projekt eingeflossen sind.
Zwangsverwaltung und Liquidation
Im September 2024 wurde folglich das Unternehmen unter Insolvenzverwaltung und Anfang März 2025 unter Zwangsverwaltung gestellt.
Um den Betrieb vorübergehend fortzuführen, stellen Anteilseigner im Frühjahr 2025 weitere 10 Millionen Euro zur Verfügung. Nach Unternehmensangaben wären jedoch zusätzliche Mittel in Höhe von mindestens 32 Millionen Euro erforderlich gewesen. Diese Summe konnte nicht aufgebracht werden.
Parallel werden verschiedene Optionen für Teilverkäufe geprüft, unter anderem für den Standort Dole. Eine Übernahme des gesamten Unternehmens kam nicht zustande.
Am 1. Dezember 2025 ordnete daher das Handelsgericht Évry die gerichtliche Liquidation von Ynsect an. Die Fabrikfarm in Poulainville wird endgültig geschlossen. Die restlichen rund 40 Arbeitsplätze sind unmittelbar betroffen, weitere wurden bereits zuvor abgebaut."
Es stellt sich immer wieder heraus, daß die Phantasien links-grüner Weltverbesserer auf Dauer nicht finanzierbar sind.
Wir sehen das bei den "Energiewende"-Projekten, die hunderte Milliarden kosten und auch bei Projekten wie "Vertical Farming", wo man auf künstliche Weise, in mehreren Etagen, also nicht in klassischer Landwirtschaft auf dem Ackerboden oder in Gewächshäusern, Gemüse anbauen wollte.
Energiekosten und Personalkosten waren einfach zu hoch für den Ertrag, schließlich musste die "künstliche" Ernährung der Pflanzen permanent von Computern und Fachpersonal überwacht und am Optimum gehalten werden.
Beim niederländischen Projekt "Future Crops", das 2024 in Insolvenz ging, gab man als Grund die gestiegenen Energiepreise an. Allerdings rühmte man sich bereits im Jahr 2022 zu 100% mit Strom aus sog. "Erneuerbaren Energien" versorgen konnte.
Naja, beim nächsten Versuch wird es sicher klappen...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen