Ja, toll, Philipp. Und du lässt dir vom Optiker ne hässliche Brille aufschwatzen.
... mehr oder weniger Geistreiches zur Zeit
Die fast vollständig aus Steuergeldern finanzierte Volksbühne in Berlin hat auf ihrem Vorplatz für die Dauer von zwei Monaten ein öffentliches Freibad errichtet.
Natürlich war das nicht einfach so ein Freibad, sondern eine "temporäre Kunst- und Rauminstallation".
Ja, ist klar. Das Ding einfach "Freibad" zu nennen, war dem Intendanten wohl einfach zu popelig. Irgendwas mit "Installation" muss da in den Namen rein. In diesen "Kunst"-Kreisen gilt es ja wahrscheinlich auch schon als Installation, wenn jemand einfach irgendwo in eine Ecke scheißt.
Egal, nun also diese "Installation".
Und weil sie das Schwimmbecken als Kunstprojekt betrachtet haben, wollten sie dort auch verschiedene "künstlerische Aktionen" veranstalten.
Zum "Konzept" (ohne Konzept funktioniert ja keine Kunst) gehörte, daß man das Freibad zu bestimmten Zeiten Vereinen und Initiativen exklusiv zur Verfügung stellen wollte. Wie in einem normalen Schwimmbad.
Was daran eine "künstlerische Aktion" sein soll, erschließt sich mir jetzt aber nicht. Demnach ist jedes der Berliner Schwimmbäder ein Kunstprojekt.
Kunst findet in diesem Freibad, äh... in dieser "Installation" offenbar nicht oder kaum statt.
Jedenfalls konnten sich Berliner Vereine, Sozialträger und Initiativen bestimmte Zeitfenster buchen, in denen ihnen das Bad exklusiv zur Verfügung stand.
Für den 14. August hatte sich ein Verein namens "Eoto e.V." angemeldet. Der Verein engagiert sich für die Belange afrikanisch-stämmiger und Schwarzer Menschen in Deutschland.
Schwarz muss man da übrigens groß scheiben. Wegen Awareness oder so...
Und anstatt dort tatsächlich afrikanische Kunst zu präsentieren, was ja interessant sein könnte, sollten in dem gebuchten Zeitfenster ausschließlich Menschen mit dunkler Hautfarbe baden dürfen, vor allem Kinder und Jugendliche. Weil die in Berlin angeblich von Rassismus und Ausgrenzung betroffen wären. In Berlin... ja, ist klar.
Und anstatt die Volksbühne das Zeitfenster einfach als "gebucht" geführt und für den regulären Publikumsverkehr gesperrt hätte (was wahrscheinlich niemanden gestört hätte), bewarb die Volksbühne diese "Aktion" öffentlich als "exklusiv für Schwarze Communities".
Also Eintritt nur nach Hautfarbe.
Der Skandal war da.
Und natürlich war der Skandal vorprogrammiert!
Wie schon gesagt, wenn das Zeitfenster online einfach als "gebucht" ausgewiesen worden wäre, hätte sich wahrscheinlich niemand aufgeregt. Und da die Buchung ja da war, gab es auch keinen Grund, das noch separat öffentlich zu bewerben und schon gar nicht als "exklusiv für Schwarze".
Ich bin mir sicher, daß das Ganze ein kalkulierter Skandal war.
Sowohl die öffentliche Ankündigung als auch die Zeitdauer der Sperrung des Bades sind gute Indizien dafür. Immerhin sollte der Eoto e.V. ganze 6 Stunden das Bad für sich haben. Das ist fast der gesamte Badetag von 12 - 18 Uhr. Üblich sind Zeitfenster von 2 Stunden, bei Gruppenaktivitäten mit Workshops und Aktivismus-Treffen auch mal 3 oder 4 Stunden.
Auch die normalen Besucher können nur zwei Stunden ins Freibad. Aber 6 Stunden?
Mal ehrlich: wer hält sich gern in dieser Betonwüste mitten in der Innenstadt 6 Stunden lang zum Baden auf? Solange bleiben die meisten Leute nicht mal am See oder Strand, wenn sie privat baden gehen.
Und wieviele Mitglieder hat dieser Verein, daß er 6 Stunden lang die Kapazität von ca. 50-100 freien Plätzen belegen kann?
Nein, das ganze war ein kalkulierter Skandal, inklusive des Shitstorms, der so vorhersehbar wie eine Nachrichtensendung im ÖRR.
Sofort meldete sich die Empörungsindustrie und beleidigte die Deutschen, die sich über diese ungewöhnliche "Aktion" aufgeregt hatten.
Wie zum Beispiel der "Rassismus"-Experte vom Dienst beim STERN.
Da kann ich genauso gut fragen, was für eine erbärmliche kleine Wurst man sein muss, wenn man Badezeiten für Schwarze beansprucht. In Berlin! In Mitte!
Ich hoffe, daß "kleine Wurst" in Bezug auf Schwarze nicht auch schon wieder diskriminierend ist. Große Wurst passt da vom Klischee besser.
Aber wie auch immer, es ist absolut absurd, sich heutzutage noch öffentlich hinzustellen und zu behaupten, schwarze Kinder und Jugendliche hätten Probleme mit Rassismus oder würden aus Berliner Freibädern ausgegrenzt oder dort diskriminiert.
Wenn ich durch Berlin fahre zu Zeiten, wo Schüler unterwegs sind, sehe ich regelmäßig mittendrin ein paar schwarze Jugendliche, die völlig selbstverständlich in ihren sozialen Gruppen integriert sind. Genauso bei uns auf Arbeit oder im Stadion.
Sogar in unserem noch sehr "weißen" Randbezirk ist das so. Und in der Innenstadt noch viel mehr.
Daß es, wie überall auf der Welt, auch in Deutschland noch Leute gibt, die Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe beschimpfen oder schikanieren, mag ja sein. Nur diese Einzelfälle zu einem generellen Rassismus- und Diskriminierungsproblem zu erklären und zu behaupten, Schwarze bräuchten einen Safe Space, damit sie mal in Ruhe, von weißen Rassisten unbehelligt, baden gehen könnten, ist völlig absurd.
Und natürlich richtet sich die "Kritik" der Empörungs-Meute gegen die Deutschen und nicht gegen die, die viel mehr noch Ressentiments gegen Schwarze haben. Ich rede von unserer muslimischen Community oder von weißen Bürgern vom Balkan. Und der Rassismus der "West-Asiaten" gegen Deutsche oder Weiße wird gleich komplett verschwiegen.
Die Deutschen sind in der absoluten Mehrzahl mit die tolerantesten Menschen, die man sich denken kann. Ihnen geht nur langsam auf den Senkel, daß ihnen absolute Minderheiten ständig das Gegenteil erklären wollen. Und diese lautstarken Minderheiten, also die Aktivisten unter ihnen, sind ja auch noch die absolute Minderheit innerhalb ihrer Minderheit. Sie kriegen aber eine öffentliche Bühne, als würden sie für alle aus ihrer "Community" sprechen.
Und weil all den Berufs-Empörten und "Rassismus"-Experten so nach und nach die Opfer und die Themen ausgehen, werden solche Skandale provoziert, bei denen man den Shitstorm der Weißen schon erwartet, nur um dann mit dem Finger auf sie zeigen zu können und zu schrei(b)en: Siehste, ich hab's ja gewusst. Alles Rassisten.
Und wie soll das weitergehen? Wollen Schwarze irgendwann im Bus wieder hinten sitzen? Oder vorn? Je nachdem. Oder ein eigenes Abteil im Zug haben?
Na von mir aus.
Ich persönlich hab gar nichts dagegen, wenn Schwarze oder Türken oder Araber oder Frauen oder Schwule oder Schalke-Fans unter sich bleiben wollen. Aber dann gleiches Recht für alle, auch für Weiße. 😊
Was hat der ganze Spaß eigentlich gekostet?
Angeblich hat die Volksbühne für die zwei Monate der "temporären Kunst- udn Rauminstallation" etwa 300.000 Euro veranschlagt.
Woher kommt das Geld?
Natürlich aus Steuermitteln. Die Volksbühne hat dieses Jahr eine verlängerte Sommerpause, weil bis zum 1. Oktober Reparaturen an der Bühnentechnik stattfinden. Dadurch wurden Mittel frei, die bei der ursprünglichen Planung für die Theatervorführungen vorgesehen waren.
Anstatt das Geld später für das Theater zu verwenden oder es vielleicht sogar an den klammen Berliner Haushalt zurückzuzahlen oder kleineren Theatern oder Kunstveranstaltungen zu spenden oder eine tatsächliche eigene Kunstveranstaltung durchzuführen, kam man auf die Idee mit diesem Freibad. Und weil man die Zuwendungen des Senats (so etwa 25 Mio. Euro im Jahr) für künstlerische Zwecke verwenden muss, erklärte man das Freibad kurzerhand eben zu einer "temporären Kunst- und Rauminstallation". Und bei Kritik kann man sich auf die Freiheit der Kunst berufen.
Wie schon gesagt, was an einem Freibad Kunst sein soll, erschließt sich mir nicht. Auch die bekannten Veranstaltungen während gebuchter Zeitfenster haben wenig mit Kunst zu tun.
Da gibt es Schwimmkurse, natürlich veranstaltet von Vereinen wie "Vorspiel - Queerer Sportverein Berlin e.V." oder vom "Schwimmclub Berliner Regenbogenforellen".
Dann gibt es noch Zeitfenster für Vereine und soziale Träger, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen wie "Gangway Crew", einem Sozialarbeiterprojekt.
Lustig auch das Zeitfenster für "Flussbad Berlin e.V.". Die setzen sich dafür ein, den Berliner Spreekanal zu reinigen und als Naturbad für die Öffentlichkeit freizugeben.
Alles schön und gut, aber die Vereine und Träger kriegen doch schon ihre Förderung und machen schon ihre Aktivisten-Arbeit. Wozu dann noch eine exklusive Zeit in einem Freibad, das aus öffentlichen Mitteln finanziert ist und in der die Aktivisten eh weitgehend unter sich bleiben?
Und wo ist da die "Kunst"?
Tatsächlich war es nur eine Werbeaktion für dei Volksbühne, der man ein Mäntelchen der Kunst und des politischen Protestes umgehangen hat. Ein linkes Happening. Purer Aktionismus.
Die Volksbühne bezeichnete das Projekt selbst als politischen Protest gegen den systematischen Abbau und den Sanierungsstau bei der öffentlichen Schwimmbad-Infrastruktur in Berlin.
Also ich glaube, das Geld wäre bei einer tatsächlichen Sanierung dieser Infrastruktur besser aufgehoben gewesen als bei einer temporären "Installation", die nach knapp 2 Monaten wieder abegbaut wird und die keines der tatsächliche bestehenden Probleme löst. Weder werden die Berliner Bäder dadurch besser, noch verbessert sich das Leben von benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch einen zweistündigen exklusiven Zugang zu einem Pool in der Betonwüste der Berliner Innenstadt.
Und weil man vom Betrieb eines Freibades nichts versteht, war es im August auch mal gleich ein paar Tage geschlossen wegen technischer Probleme.
Ein kleiner Brunnen zur Abkühlung hätte es auch getan. Um den herum hätten sich auch tatsächlich Künstler zu irgendwelchen Aufführungen versammeln können. Paar Stühle und Schirme hingestellt, fertig. Aber nein, es musste ein Freibad sein.
Es ist ein typisch linkes Happening, purer Aktionismus, bei dem man noch einen Skandal inszeniert, um das Thema des angeblich so grassierenden Alltags-Rassismus am Köcheln halten kann. Und das alles auf Kosten der Steuerzahler und ohne messbaren Erfolg.
Man feiert sich selbst und klopft sich auf die Schulter für sein soziales Engagement, das die Leute selbst gar nichts kostet.
Ein Markus Klein schreibt bei Facebook diesen Text über eine Äußerung von Ulrich Siegmund zum Kölner Stadtbild:
"Es ist schon fast erbärmlich, wie sich in diesen Äußerungen eine tiefgreifende Kleingeistigkeit offenbart. Da spricht jemand, der offensichtlich noch nie aus seiner stark begrenzten, homogenen Blase herausgekommen ist und schlichtweg keine Ahnung hat, wie man mit Menschen außerhalb dieses extremen Mikrokosmos umgeht.
Diese bodenlose Ignoranz verkennt völlig, worauf das Fundament dieser Stadt gebaut ist. Unsere rheinische Offenheit ist keine moderne PR-Erfindung, sondern historische Realität. Als Napoleon die Stadt einnahm, hinterließ er uns nicht nur Spuren in der Kultur, sondern vor allem den Code Civil – und damit bürgerliche Freiheitsrechte, Säkularisierung und die Gleichheit vor dem Gesetz. Es sind exakt jene aufklärerischen Werte, die in Siegmunds völkischer Filterblase als Feindbild gelten.
Wer von "Homogenität" träumt, unterschlägt auch mutwillig Kölns tiefste Wurzeln: Wir beheimaten hier die älteste jüdische Gemeinde Europas nördlich der Alpen, urkundlich belegt durch ein römisches Edikt aus dem Jahr 321. Jüdisches Leben, der Bau von Synagogen und die kulturelle Prägung durch das Judentum gehören seit über 1700 Jahren unauslöschlich zur DNA dieser Stadt. Auf diesem gewaltigen historischen Fundament fußt eine Identität, die es ermöglicht, dass heute in Köln Menschen aus über 180 Nationen friedlich, pragmatisch und völlig selbstverständlich zusammenleben. Das ist unsere gelebte Realität, unser Melting Pot.
Doch diese Stadt verblendet sich nicht selbst und kennt ihre eigenen Abgründe. Wir wissen sehr genau um das unrühmliche, dunkle Kapitel der Kölner Geschichte, als sich der organisierte Karneval nach 1933 geradezu willfährig der NSDAP unterwarf. Man ließ sich widerstandslos gleichschalten, diente sich den braunen Machthabern an und verriet den eigenen freiheitlichen Geist. Dieser historische Schandfleck ist ein tiefer Stachel im Kölner Fleisch.
Aber wir kennen eben auch die andere Seite, den echten Widerstand der einfachen Leute. Wenn Siegmund wissen will, wie diese Stadt im Kern wirklich tickt und wie man hier auf rechte Einschüchterungsversuche reagiert, muss er nur auf den 3. März 1933 in die Kölner Elsaßstraße blicken. Damals dachte die SA, sie könnte kurz vor der Wahl im Veedel aufmarschieren und Stärke demonstrieren. Die Anwohner der Südstadt haben sich kurzerhand zusammengeschlossen und die braunen Truppen schlichtweg aus ihrer Straße verjagt.
Aus dem schonungslosen Bewusstsein der eigenen Verfehlungen und dem Wissen um diese historische Zivilcourage resultiert unsere heutige, wehrhafte Haltung: Ein kompromissloses "Nie wieder". Wir schätzen, schützen und brauchen all die Menschen aus den verschiedensten Nationen und Religionen, die hier leben und Köln jeden Tag zu dem machen, was es ist.
Was diese Stadt hingegen absolut nicht braucht, sind rückwärtsgewandte Spalter, die in Potsdam heimlich Deportationspläne schmieden und aus blanker Ignoranz Angst vor einer funktionierenden, vielfältigen Metropole haben. Wenn ihm das Kölner Stadtbild nicht passt, ist das ein klares Zeichen dafür, dass unsere wehrhafte Demokratie hier funktioniert. Er kann gerne in seiner homogenen Blase bleiben – in Köln haben er und seine Ideologie keinen Platz.
EDIT: Da die ganzen AfDioten mir hier ihre menschenfeindlichen "Standpunkte" ungefragt mitteilen, stelle ich den Kommentarmodus um und lösche deren geistige Ergüsse.
Und nochmal: Wir werden unser Leben und unsere seit 2000 Jahren gelebte Offenheit nicht wegen eurer irrationalen Ängste einschränken."
Wie nennt man das? Kognitive Dissonanz?
Als ob sich Siegmund wegen der jüdischen Gemeinde in Köln unwohl gefühlt hat!
😏
Und was soll dieser klugscheißerische historische "Aufsatz", der auch noch falsch beginnt und alle Nachteile der französischen Herrschaft über Köln verschweigt ?
Napoleon hat Köln nicht eingenommen. Köln wurde 1794 von Truppen der französischen Revolutionsarmee unter Jean-Baptiste Jourdan eingenommen. Napoleon war damals noch ein junger Artillerieoffizier in Frankreich.
Und die Besatzung durch die Franzosen war für die Kölner alles andere als erfreulich. Die erzkatholische Kölner Bevölkerung erlebte eine Art religiösen Kulturschock durch die absolut kirchenfeindliche Weltsicht der Franzosen. Sie schlossen Klöster, enteigneten Kirchen und nutzten sie als Ställe und Lazarette.
Die Kölner mussten die frz. Soldaten in ihren Häusern unterbringen und verpflegen und kleiden. Auf eigene Kosten.
Französisch wurde als Amts- und Schulsprache eingeführt.
Da Frankreich durch die gewaltsame Revolution und die Kriege danach finanziell völlig am Ende war, waren die reiche Handelssatdt Köln und das gesamte links-rheinische, recht wohlhabende Gebiet ein willkommenes Beute- und Versorgungsgebiet.
Die Einnahme der Stadt war keine "Befreiung", sondern eine harte militärische Besatzung.
Natürlich fand das unter dem Deckmantel der Verbreitung der Ideale der frz. Revolution statt. Gleichiet, Brüderlichkeit, blabla...
Kein Herrscher wird den Bewohnern der eroberten Gebiete sagen, daß sie nur als Beute dienen.
Köln wurden sehr hohe "Kriegskontributionen" auferlegt, die Armee beschlagnahmte alles, was sie in die Finger bekam und in kürzester Zeit wurde die Kölner Wirtschaft zerstört.
Napoelon führte nach seiner Kaiserkrönung den Code Civil 1804 in Köln ein. Und auf dem Papier waren nun alle Menschen gleich vor dem Gesetz. Das alte Kölner Stadtrecht, das römische Gemeine und Strafrecht wurde aufgehoben. Ja, es gab auf dem Papier eine gewisse Befreiung und Bürgerrechte. Der Stadt und seinen Bewohnern hat das in der Realität nicht viel gebracht.
Die Rolle der Frauen verschlechterte sich sogar, weil sie nach dem frz. Code Civil nun per Gesetz allgemeingültig dem Mann unterstellt waren. Es gab zwar auch vorher Beschränkungen für Frauen, die gingnen aber nicht so weit wie der Code Civil und ergaben sich eher aus Gewohnheitsrecht. Die Frauen konnten sich selbstverständlich am sozialen und Wirtschaftsleben beteiligen. Auch in Sachen Erbrecht gab es im Kölner Gewohnheitsrecht Regelungen zum Schutz der Frauen bei Trennungen.
Der Code Civil erklärte demgegenüber verheiratete Frauen als unmündig und stellte sie auf eine Stufe von Minderjährigen und Geisteskranken. Sie wurden als völlig geschäftsunfähig erklärt.
Bankkonto? Arbeitsvertrag? Gewerbeanmeldung? Abschluss von anderen Verträgen? Alles per Gesetz nur mit Zustimmung des Mannes möglich.
Im alten Kölner Gewohnheitsrecht gab es für die Frauen viel mehr Möglichkeiten der wirtschaftlichen und sozialen Betätigung.
Nun kann man sagen, daß das halt damals so war und auch noch bis weit in das 20. Jhdt. in Europa vorherrschte, nur ist eben die Geschichte der "Befreiung" der Kölner durch den Code Civil ein schönes Märchen.
In der Realität, wie in allen autoritären Systemen, galten die Rechte nur für die, die sich der frz. Herrschaft unterwarfen. Kritische Zeitungen wurden verboten, die Geheimpolizei überwachte den Alltag der Bürger und warf "antirevolutionäre" Subjekte ins Gefängnis.
In den ersten Jahren der Besatzung herrschte zudem das Militärrecht.
Die Religionsausübung der Katholiken wurde massiv eingeschränkt und teilweise gefährlich.
Für die Juden der Stadt brachte die frz. Besatzung zunächst eine tatsächliche Befreiung auf dem Papier.
Die Mär in dem obigen Pamphlet, daß die toleranten und offenen Kölner seit 1.700 Jahren mit den Juden friedlich zusammenlebten, ist schlicht falsch. Vor dem Einmarsch der Franzosen gab es praktisch fast vier Jahrhunderte lang kein jüdisches Leben in der Stadt, nachdem im Jahr 1424 der Kölner Rat die Juden aus der Stadt vertrieben hatte. Kein Jude durfte einfach so die Stadt betreten. Nur mit offizieller Erlaubnis und unter Aufsicht.
Also für die Juden war der Einmarsch der Franzosen zunächst eine Befreiung. Allerdings stand auch die nur auf dem Papier, weil Napoleon in die praktische Religionsausübung massiv eingriff. Rabbiner waren im Prinzip frz. Staatsbeamte und mussten selbstverständlich die Herrschaft Napoleons positiv begleiten.
Und im Jahr 1808 beraubte Napoleon die Juden mit dem "Décret infâme" wieder weitgehend ihrer Rechte. Freizügigkeit und Recht auf freie Erwerbstätigkeit gingen verloren, Schulden bei jüdsichen Gläubigern mussten kaum mehr zurückbezahlt werden, Handelslizenzen mussten jährlich erneuert wurden.
Und nach dem Rückzug der Franzosen vor den preußischen Truppen galt das Napoleonische Dekret weiter, obwohl es in Frankreich selbst 1818 aufgehoben wurde. Also die "toleranten und offenen" Kölner haben die Rechte der Juden weiterhin beschränkt, diesmal unter der Herrschaft Preussens, obwohl die Juden im preußsichen Kernland im Osten weit mehr Rechte hatten. Erst im Jahr 1847 wurden diese Gesetze aufgehoben.
Also dieser historische Abriss in dem Facebook-Beitrag oben klingt ja ganz nett, ist aber historisch falsch.
Und ich wiederhole nochmal, was ich am Anfang geschrieben habe: als ob sich ein Ulrich Siegmund in Köln über die jüdische Gemeinde aufgeregt hätte...
Erstaunlich, wie der linke Schmierfink Klein in seinem Facebook-Beitrag den Großen schwarzhaarigen, bärtigen Elefanten im Raum ignoriert, nämlich wodurch die jüdischen Gemeinden in Köln und im Rheinland und in ganz Deutschland aktuell tatsächlich bedroht sind: durch massenhafte muslimische Einwanderung.
Stattdessen holt er wieder seinen versifften Strohmann aus der Ecke und wirft das der AfD vor.
Und so ein selbstgefälliger linker Schwätzer sollte auch wissen, daß nicht einmal Sachsen-Anhalt eine "homogene Blase" ist. Und wer jetzt, im August 2026 immer noch von "Potsdamer Deportationsplänen" schwurbelt, sollte besser bei dem Thema nicht mitreden. Von den üblichen lächerlichen Phrasen des "Brandmauerkartells" mal ganz abgesehen.
... wenn die Verpackung wichtiger ist als der Inhalt.
Die Teuerungs-Anstalt hat wieder zugeschlagen. Diesmal das Head Quarter in Brüssel.
Am 12.08.2026 trat eine neue katastrophale und überflüssige EU-Verordnung in Kraft, die einmal mehr die "grandiose Weitsicht" und den ideologischen Starrsinn der Volksüberwacher in Brüssel deutlich macht.
Name des bürokratischen Ungeheuers: EU-Verpackungsverordnung (PPWR - Packaging and Packaging Waste Regulation).
Die EU glaubt, mit diesem weiteren Eingriff in den Markt den Verpackungsmüll in Europa drastisch reduzieren zu können. Zudem sollen strenge Recyclingquoten eingeführt werden (gibt es die nicht schon in irgendeiner Recycling-VO?) und es sollen "unsinnige Verpackungen" verboten werden, die ja offenbar die rücksichtlsose Industrie in Massen verwenden soll.
Schaut man sich das alles im Detail an, wird wahrscheinlich nichts davon erreicht werden. Stattdessen wird man einen weiteren Wirtschaftszweig zum umweltgerechten Ableben bringen und die Versand-Riesen aus dem EU-Inland und Ausland stärken.
Die neue VO fordert im Prinzip von jedem Online-Versender, der Waren innerhalb der EU versendet, in jedem einzelnen EU-Land einen lokal ansässigen Bevollmächtigten zu installieren, für den Fall, daß der Überwachungsapparat der EU jemanden dabei erwischt, daß er seine Ware in die falsche Verpackung gesteckt hat. Dann soll nämlich der lokale Bevollmächtigte mit eigenem Vermögen oder seinem Betriebsvermögen dafür haften.
Und mit jeder Online-Versender ist jeder gemeint. Also nicht nur Amazon und ebay und Zalando und die anderen großen Plattformen aus dem In- und Ausland, sondern auch jeder kleine Online-Shop für Nischenprodukte, handwerkliche Waren oder regionale Delikatessen.
Es gibt eine Menge von Kleinstunternehmen, die zum Beispiel in Spanien Bio-Orangen anbauen und die nicht nur lokal verkaufen, sondern hin und wieder auch mal ein Paket nach Deutschland, Frankreich oder Holland versenden. Das gleiche mit Olivenöl aus Italien. Diese Unternehmer betreiben einen kleinen Versandhandel und erzielen damit ein paar zusätzliche Einnahmen.
Oder Privatpersonen fertigen in Heimarbeit im Nebenerwerb handwerkliche Produkte und versenden die in die Nachbarländer. Bisher kein Problem, aber jetzt müssen diese kleinen Händler einen Bevollmächtigten in allen Ländern, in die sie liefern, installieren und natürlich für seine Dienstleistung bezahlen. Dieser Bevollmächtigte meldet den Online-Shop bei den lokalen Behörden an, meldet die Meng und Art an Verpackungsmaterial und sorgt dafür, daß der Versender an einem lokalen Dualen System teilnimmt und dort auch Gebühren zahlt.
Alternativ können die Kleinunternehmer von der Großzügigkeit der EU-Bürokratie profitieren und all diese bürokratischen Anmeldungen und Meldungen auch selbst vornehmen, also ohne Bevöllmächtigten.
Oma Waltraud muss sich ab sofort also in mehreren Ländern bei den lokalen Behörden online durch seitenlange Formulare klicken und sich registrieren, dann regelmäßig die Verpackungsmengen und -arten melden, mit Gewicht, Abmessungen und Material und sich dann noch bei den lokalen Dualen Systemen melden und mit denen einen Vertrag über die Teilnahme am System schließen.
Das bedeutet konkret, daß sich die Kleinunternehmer zuerst mal der Sprachbarriere gegenüber sehen, weil viele Registrierungs-Portale der Behörden nur in Landessprache verfügbar sind. Dazu verlangen viele EU-Länder bei der Registrierung eine inländische Steuernummer und ein Bankkonto. Auch das kostet Zeit und Geld. Dazu kommen dann die je nach EU-Land unterschiedlichen Meldezeiträume (monatlich, quartalsweise oder jährlich).
All das müssen die Kleinunternehmer jetzt beachten. Und es werden schon Heerscharen von Abmahnvereinen und Bürokraten bereit stehen, das alles zu überprüfen und im Zweifel eine Strafgebühr zu erheben, die dann endgültig das Aus für den Online-Shop bedeuten kann.
Die EU handelt mit dieser Regelungswut entgegen ihrer eigenen ursprünglichen Ziele, zu denen auch die Warenverkehrsfreiheit gehörte. Sie zerstört im schlimmsten Fall die Lebensgrundlage vieler Menschen in Europa. Und das alles für ein paar Dutzend Pakete, die im Jahr ins Nachbarland geschickt werden.
Für Versender außerhalb der EU, also zum Beispiel in der Schweiz, die ja theoretisch nach Deutschland, Österreich, Italien oder Frankreich liefern können, gibt es nicht mal die Alternative der Selbstregistrierung. Die MÜSSEN einen Bevollmächtigten in jedem EU-Land haben. Und bezahlen.
Die großen Versandriesen werden das problemlos wegstecken können. Meist haben sie in allen Ländern eh schon Niederlassungen, die als Bevollmächtigter dienen oder sie überfluten einfach weiterhin die EU mit Paketen aus China, deren Menge niemand kontrollieren kann. Und wenn Probleme auftauchen, wird einfach eine neue Firma in China gegründet, unter deren Namen dann versendet wird.
Inzwischen ist der Druck auf die EU so groß geworden, daß man panisch Anpassungen angekündigt hat. Sehr viele Kleinunternehmer haben bereits ihre Online-Shops für den Versand in andere EU-Staaten blockiert. Sie haben also schon jetzt weniger Umsatz und Gewinn.
Es gibt so schöne Beispiele für die Kreativität von Menschen, die eine Idee haben und damit ein kleines Unternehmen gründen und selbständig für ihren Lebensunterhalt sorgen. Ich glaube, ich habe es in einem Artikel im Manager-Magazin gelesen: da gibt es einen jungen Mann, der hat als Hobby alte Nintendo-Gameboys repariert und wieder verkauft. Meistens an Sammler.
Die Älteren werden sich noch an den Gameboy erinnern, er wird aber nicht mehr produziert.
Der junge Mann betrieb das also zunächst als Hobby und die Nachfrage war dann so groß, daß er damit ein Unternehmen gegründet hat. Er kauft in ganz Europa alte, kaputte Gameboys auf, repariert die und verkauft sie wieder in gant Europa. Er macht damit so um die 10.000 Euro Umsatz pro Monat, etwa 20% davon im Ausland.
Dieser Umsatz ist jetzt von einem Tag auf den anderen weggebrochen.
Wie man lesen kann, haben alle möglichen Unternehmensverbände schon während der letzten Jahre diese VO und die fehlenden Ausnahmeregelungen oder Freigrenzen für kleine Unternehmer kritisiert. Sie haben auf genau die Konsequenzen hingewiesen, die jetzt eingetreten sind und für die man kein Wirtschaftsstudium braucht, um sie vorhersagen zu können. Die EU hat aber die Scheuklappen aufgesetzt und all die Warnungen ignoriert.
Und jetzt, nachdem diese VO nach einer Übergangsperiode in Kraft getreten ist, steht die EU vor einem großen Scherbenhaufen und arbeitet ganz plötzlich an Ausnahmeregelungen oder Freigrenzen. Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten sogar angewiesen, erst einmal großzügig bei Verstößen zu reagieren, also noch keine Bußgelder zu erheben. Leider ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Viele Unternehmer haben den Handel beendet. Ob sie ihn im selben Maß wieder aufnehmen werden, nachdem irgendwann mal eine neue Regelung vorliegt, weiß man nicht.
Vielleicht werden sich dann andere finden, die die Lücke füllen. Einen Teil der Lcke werden auf jeden Fall die großen Versandhändler füllen, die sich mit ihren Complaince-Abteilungen all diesen bürokratischen Schwachsinn schon jetzt leisten können. Und dann beschweren sich Politiker und ahnungslose Klugscheißer wieder über die Marktmacht der Großen und das Verschwinden des Einzelhandels und schimpfen auf den bösen Kapitalismus.
Und am Ende sinkt weder die Menge an Verpackungsmaterial, noch wird sich irgendwas spürbar bei den Dualen Systemen der Länder ändern.
Die einzige Auswirkung wird eine Verringerung der Vielfalt des Angebotes sein und daß einige Leute einen Teil ihres Erwerbseinkomens verlieren.
Und das alles nur, weil die EU in ihrer Regelungswut auch noch den letzten kleinen Bereich des Lebens ausleuchtet und ihn regeln will. Und warum? Nicht, weil dort ein Problem besteht, sondern weil der Behördenapparat weiter beschäftigt werden muss.
Deswegen werden immer neue Grenzwerte und Auflagen erfunden, die in eine Regelung einfließen. Ob es neue Grenzwerte für Luftreinheit sind, nachdem die alten Grenzwerte jahrelang nicht mehr überschritten wurden, ob es die vor kurzem in Kraft getretene EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur ist, ob es die totale Überwachung im Auto ist... überall kümmert sich die Bürokratie bis in den letzten Winkel, bis zum letzten Gramm, bis zum letzten Stück Abfall, bis zum letzten Unfallopfer, um die Bürger und ihr Leben. Und keiner der Bürger hat je danach gefragt!
So können sich die Bürokraten ewig selbst beschäftigen. Und da die Einhaltung der Regeln überwacht werden muss, werden neue Datenportale und Formulare erfunden, die dann wieder von Bürokraten ausgewertet werden müssen.
Und alles auf Kosten derer, die ihr Gehalt überhaupt erst erwirtschaften. Die Unproduktiven schreiben den Produktiven vor, wie sie das Geld erwirtschaften sollen, das sie an sie abführen müssen. Und wehe, ein Unternehmer macht den kleinsten Fehler in diesem Bürokratie-Dschungel! Die Geldbußen stehen praktischerweise in jeder Regelung mit drin.
Und weil das die Unternehmen viel Geld kostet, steigen auch noch die Preise für die Verbraucher. Oder es verschwinden Angebote vom Markt.
Die eigentlichen "hehren" Ziele, die die Bürokraten wie eine Medaille für Moral und Gutartigkeit in die Begründungen ihrer Bürokratiemonster schreiben, werden allerdings kaum erreicht.
Die Politik feiert sich für eine neue Regelung, die am 31.07.2026 in Deutschland in Kraft getreten ist und mit der eine EU-Richtlinie aus 2024 vollständig umgesetzt wurde.
Beispielhaft dieser grüne Kasperkopp.
Kurzfassung: der Bürger hat jetzt ein Recht auf Reparatur!
Nicht mehr nur gegenüber dem Händler während der Garantiezeit, sondern auch danach gegenüber dem Hersteller.
Na das ist doch toll. Recht auf Reparatur! Das hat es noch gebraucht im Rund-um-Sorglos-Staat.
Da wird der Bürger wieder beschützt, wo es gar keinen Schutz braucht. Und bestimmt ist der Schutz der Bürger wieder mal nur vorgeschoben und es geht eigentlich um andere Dinge. Ressourcen sparen, Klimagedöns, blablabla... Tatsächlich verbirgt sich hinter der moralischen Fassade eine neue ökonomische Belastung aller. Was dem Bürger als Segen und neues Recht verkauft wird, entpuppt sich als Preistreiberei und Innovationsbremse und eine Ausweitung der Bürokratie, die sich dann vor allem die großen Unternehmen leisten können.
Konkret geht es um elektronische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke, Wasserkocher usw. sowie für Kleingeräte wie Mobiltelefone, Computer, Fernseher usw.
Die Hersteller sind jetzt gezwungen, für 7-10 Jahre (je nach Produkt) nach Verkaufstopp eines Produktes Ersatzteile in solchem Umfang vorzuhalten, daß ein Kunde sein altes Gerät innerhalb dieser Zeit reparieren lassen kann.
Zusätzlich müssen die Geräte auch so konstruiert sein, daß man Einzelteile reparieren kann.
Was kann da schon schiefgehen?
Nicht viel, außer daß alles teurer wird. Die Hersteller müssen jetzt nämlich eine immense Lagerhaltung aufbauen, bei der sie quasi "ins Blaue hinein" Ersatzteile vorhalten müssen, von denen sie nicht wissen, ob sie jemals benötigt werden. Die Ersatzteile müssen produziert, gelagert und verteilt werden für den Fall, daß mal irgendwo Kunde X den Einschalter seines 40 Euro-Rasierers reparieren lassen will.
Aber natürlich dürfen die Preise für die Ersatzteile nicht so teuer sein, daß eine Reparatur ökonomisch keinen Sinn macht. Als Nachweis dafür müssen die Hersteller die Preise für jedes mögliche Ersatzteil im Netz veröffentlichen.
Das erfordert erst einmal einen hohen bürokratischen Aufwand, den vor allem kleinere Hersteller kaum leisten können. Allein dieser Aufwand erhöht die Kosten des Unternehmens. Und da haben sie noch kein einziges Ersatzteil verkauft.
Und da die Ersatzteile nicht "zu teuer" werden dürfen, werden eben die Preise für Neuprodukte steigen.
Die Kosten und Ressourcen, die für alte Ersatzteile aufgewendet und verbraucht werden müssen, stehen dann auch nicht für neue Produkte zur Verfügung, die technologisch besser und sparsamer oder komfortabler sind.
Hersteller könnten auch die Produktzyklen verkürzen, also in immer kürzeren Abständen neue Produkte auf den Markt bringen, die dem Kunden vielleicht besser gefallen und er dann ein neues Produkt kauft, auch wenn sein altes Gerät noch funktioniert. Neue Produkte treffen eben immer auf einen Kreis interessierter Käufer. Kürzere Produktzyklen bedeuten aber geringere Stückzahlen, auf die die Entwicklungskosten der Produkte verteilt werden können, das heißt, daß die Stückkosten pro Gerät höher sind.
Die "weiße Ware" oder "No Name-Produkte" oder einfach günstig hergestellte Produkte zu niedrigen Preisen könnten teilweise verschwinden, was die unteren Einkommensschichten belasten wird. Genau diesen Effekt sehen wir gerade im Automobilbau. Die beliebten, preiswerten und sparsamen Kleinst- und Kleinwagen verschwinden nach und nach vom Markt, weil die Vorschriften für Umwelt, Vernetzung, Sicherheits- und Assistenzsysteme so umfangreich geworden sind, daß sich der Bau dieser kleinen Autos nicht mehr lohnt.
Die relativ neue und wachsende Branche der Gebrauchthändler könnte zunächst auch unter den neuen Vorschriften leiden. Es gibt ja schon eine Reihe von Anbietern, die sogenannte "refurbished", also generalüberholte Geräte anbieten, vor allem Mobiltelefone und Laptops, Tablets usw. Ich habe mir mein letztes "neues" iPhone auch über so einen Online-Händler geholt und werde das wohl künftig weiter so machen. Wenn es noch geht.
Sollten sich jetzt aber tatsächlich viele Kunden für eine Reparatur entscheiden, dann fehlt diesen Händlern der Input, also der Zustrom an gebrauchten Geräten. Die Händler kaufen ja diese Geräte bisher an, überarbeiten sie und verkaufen sie wieder. Diese Kette wäre erst einmal unterbrochen oder geschwächt.
Auch die Recycling-Branche, die sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt und stetig weiter verbessert hat, könnte ein Leidtragender sein. Auch hier fehlt erst einmal der Zustrom an zu recycelnden Wertstoffen. Und das, wo die Politik die Bedeutung von Recycling in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer so hervorgehoben und natürlich mit entsprechenden Richtlinien regulatorisch eingefordert hat. Inklusive des damit verbundenen bürokratischen Aufwands.
Das wäre - politisch typisch - paradox. Denn in vielen Fällen sind recycelte Rohstoffe günstiger als neu gewonnene/abgebaute Rohstoffe zu Weltmarktpreisen, die auch noch um die halbe Welt transportiert werden müssen.
Die Hersteller müssten dann aber letztere statt der Recycling-Ware kaufen, was auch wieder zu höheren Preisen führt.
Und am Ende liegen dann eventuell Millionen von Metall- oder Plastikteilchen irgendwo in Lagerhäusern rum und werden doch nicht verkauft und werden dann verschrottet. Was für eine Ressourcenverschwendung.
Vom Eingriff in die technologischen Prozesse mal ganz abgesehen. Denn die Bevorratung von Einzelteilen ist noch das kleinere Problem gegenüber der Vorschrift, die Produkte besser reparierbar zu machen.
Komponenten aus mehreren Bauteilen, die miteinander fest verbunden sind, und kostengünstig in großen Mengen hergestellt werden können, müssten dann konstruktiv anders aussehen, da man die Einzelkomponenten im Zweifelsfall ja reparieren lassen muss.
Nun ist es ja nicht so, daß die Hersteller bis zum 31.07.2026 gewartet haben, bis das Gesetz in Kraft getreten ist und nun erst langsam anfangen, ihre Prozesse umzustellen. Nein, sie haben das schon seit ein paar Jahren getan in Vorbereitung auf das Gesetz.
Und tatsächlich haben Untersuchungen, zum Beispiel vom IFH Köln gezeigt, daß die Preise für Neuprodukte und Ersatzteile gestiegen sind und weiter steigen könnten. Die Logik des Marktes spricht jedenfalls auch dafür.
Und neben den erforderlichen Investitionen in Lager- und Logistik-Infrastruktur sowie Änderung der Produktionsprozesse, kommen noch die Kosten für die erweiterte Bürokratie hinzu. Es gibt neue EU-Nachweispflichten, ein neues standardisiertes EU-Formular für Kostenvoranschläge (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen... ein EU-weites Formular!!!), Anforderungen an Qualifikationsnachweise und natürlich die Prüfung der Einhaltung der Vorschriften.
Also wieder einmal bewirkt die Politik mit ihrem besserwisserischen Erziehungswahn und der Einmischung in den Markt eine Verteuerung des Lebens aller. Inklusive möglicher Umgehungsstrategien der Hersteller, denen neue Regeln nachfolgen.
Irgendwann wird es für Konsumenten dann wohl noch eine Mindestnutzungsdauer für verschiedene Produkte geben.
"Ein neues Auto? Wieso? Deins ist noch keine 10 Jahre alt!"
"Aber es ist kaputt!"
"Quatsch! Kaputt! Du kannst es reparieren lassen! Du hast doch ein Recht darauf seit 2026!"
"Eine neue Jeans? Wieso das denn? Dein digitaler Kaufnachweis zeigt, daß du vor zwei Jahren erst eine neue Hose gekauft hast."
Aber die hat Löcher!
"Kannst du stopfen lassen! Wir werden deine Kreditkarte erstmal für den Kauf von Kleidung sperren."
Klingt übertrieben, ist aber nicht undenkbar.
Die Anhänger dieser neuen Reparatur-Gesetze kommen natürlich auch gleich mit dem Mega-Argument, daß dann endlich die Praxis der Unternehmen aufhört, Sollbruchstellen einzubauen, so daß nach 2 Jahren das Gerät kaputt geht.
Also ich weiß nicht so recht... ja, ich habe davon auch schon gehört und es auch erlebt, aber es ist immer noch eine absolute Ausnahme und betrifft vor allem billige Produkte, die sowieso nicht lange halten würden.
ich bin mal unsere Sammlung von Elektrogeräten zuhause durchgegangen: Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler, Wasserkocher, Herd, Fernsehgerät, Lampen, Mobiltelefone, Laptops... alle sind mehrere Jahre alt oder vor kurzem neu angeschafft, nachdem die alten Geräte mehrere Jahre funktioniert haben. Und viele Dinge, vor allem Computer kauft man auch nicht neu, weil sie nicht mehr funktionieren, sondern weil einfach die Technologie in dem Bereich immer schneller voranschreitet und viele Geräte nicht mehr kompatibel sind oder einfach zu langsam.
Genaugenommen hatte ich nur mal einen Rasierer, der pünktlich nach Ablauf der Garantie nicht mehr funktionierte. Da ich das Ding aber schön fand und es nicht teuer war, hab ich es nochmal gekauft. Auch der ging kurz nach der Garantie kaputt und dann hab ich mir eben einen von einem anderen Hersteller gekauft. Und der hält nun schon mehr als 3 Jahre. Also auch da bietet der Markt eine Lösung. Hersteller, die permanent nur Schrott verkaufen, verschwinden eben vom Markt. Oder sie bedienen eine Klientel, die auf billige Produkte angewiesen ist und die sich eben alle zwei oder drei Jahre ein neues Teil kaufen.
Ich habe sogar noch mein altes iPhone 4 aus dem Jahr 2010 oder 2011. Der Akku ist natürlich völlig runter, aber es funktioniert noch, wenn es am Ladekabel hängt. Also ich kann immer noch telefonieren und Nachrichten schicken, wenn ich wollte. Auch die Kamera geht. Tatsächlich nutze ich es nur noch als Wecker auf dem Nachttisch im Flugmodus. Da hält der Akku sogar fast eine Woche.
Also in meinem Leben bestätigt sich diese pauschale Aussage überhaupt nicht, daß die Hersteller elektronischer Geräte Sollbruchstellen einbauen, damit die nach 2 Jahren kaputt gehen. Sowas gibt es, es kommt vor, aber es ist nicht der Standard.
Wir sehen hier wieder mal ein Problem der Politik! Im Prinzip sind alle Lebensbereiche im Wesentlichen durchreguliert. Es gibt kaum noch etwas, wo der Staat nicht in irgendeiner Form regulierend eingreift. Die logische Konsequenz wäre, die Arbeit der Gesetzgeber massiv zurückzufahren, was auch einen massiven Abbau der Demokratie mit sich bringen würde. Nur das passiert nicht. Die Politik ist weiterhin damit beschäftigt, Probleme zu lösen, die sie mit früheren Regulierungen erst geschaffen haben. Und noch schlimmer: sie erfinden immer neue "Probleme" und erfinden dann neue Schutzgesetze, wo es eigentlich nichts mehr zu schützen gibt. Und das verkaufen sie uns dann als "neue Rechte", die wir als Verbraucher haben. Und wenn das alles dann zu einer Verteuerung unseres Lebens und zu einer Konzentration in verschiedenen Branchen mit verringertem Wettbewerb führt, dann schimpfen alle auf den bösen Kapitalismus und die gierigen Unternehmen!
Über die Erzeugung von Strom in Kernkraftwerken werden den Deutschen seit Jahrzehnten die abenteuerlichsten Lügen aufgetischt. Mit einigen dieser Lügen, die vor allem den Betrieb der Kernkraftwerke betreffen, habe ich schon hier aufgeräumt.
Jetzt, nachdem alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet wurden, wird eine weitere Lüge permanent durch die Medien gejagt: für den Rückbau und die Lagerung der kerntechnischen Abfälle muss der Steuerzahler aufkommen.
Was den Rückbau betrifft, ist das einfach: dafür waren, sind und werden immer verantwortlich sein die Betreiber der Kraftwerke. So steht es im Gesetz.
Was die Zwischen- und Endlagerung angeht, waren bis zum Jahr 2017 auch dafür die Betreiber verantwortlich. Der Bund hat die Arbeiten in Auftrag gegeben und dann Rechnungen an die Betreiber gestellt. War alles im AtomG geregelt.
Im Jahr 2017 wurde dann der KENFO gegründet, der "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung".
In diesen Fonds in Form einer öffentlich-rechtlichen Stiftung haben die Betreiber der ehemals 25 deutschen Kernkraftwerke im Jahr 2017 24,1 Mrd. Euro eingezahlt. Dafür hatten sie in den Jahrzehnten zuvor Rückstellungen gebildet.
Die Einrichtung des Fonds und damit die "Entlassung" der Betreiber aus der Pflicht, in Zukunft die Rechnungen zu bezahlen, war die notwendige Gegenleistung des Staates für die Abschaltung der deutschn Kernkraftwerke. Denn dadurch wurde den Betreibern die Möglichkeit genommen, in weiteren 20-30 Jahren Betriebsdauer die notwendigen Mittel aus dem Verkauf des Stroms zu erwirtschaften.
Fakt ist also: die Betreiber der Kernkraftwerke haben das Geld für die künfitge Entsorgung bezahlt. Wie gesagt, 24,1 Mrd. Euro im Jahr 2017. Und der Fonds erstattet nun dem Bund, genauer dem Umweltministerium die Kosten für Zwischenlagerung und Suche nach einem Endlager.
Und wer jetzt denkt, das Geld wäre bald alle und dann müsste der Steuerzahler einspringen, irrt sich auch hier.
Aus dem Fonds wurden seit 2017 etwa 5,3 Mrd. Euro an Lagerungskosten an den Bund überwiesen. Das Fondsvermögen betruf dennoch zum 31.12.2025 etwa 25,6 Mrd. Euro. Also mehr, als die Betreiber im Jahr 2017 eingezahlt haben.
Wie das geht?
Nun, der Fonds wird aktiv gemanged und das Geld wurde international investiert. Und die Erträge haben bisher ausgereicht, um die bisherigen Lagerungskosten zu bezahlen und sogar noch mehr Fondsvermögen zu haben als am Anfang.
Im Jahr 2024 zum Beispiel hat der Fonds eine Rendite von 9,4% erzielt. Das ist weit mehr als die Zielrendite von 4,1% pro Jahr, die benötigt wird, um die geschätzten künftigen Kosten zu erwirtschaften.
Der Fonds scheint die einzige oder eine der ganz wenigen staatlichen Einrichtungen zu sein, die mit Geld gut umgeht. Das liegt daran, daß dort keine Politiker reinreden. Die Chefin des Fonds ist Anja Mikus, eine erfahrene Investmentbankerin, die jahrzehntelang in verantwortlichen Positionen bei der Allianz, Unin Investment und anderen war.
Eine solche Kompetenz würde man sich auch in der Politik wünschen, aber da müssen wir mit Bärbel Bas auskommen. Oder mit Lügen-Fritze.
Man kann nur hoffen, daß kein Politiker je auf die Idee kommt, die Erträge des Fonds anzuzapfen, um damit Haushaltslöcher zu stopfen. Solange der Fonds professionell gemanaged wird, ist die Bezahlung der Kosten für Zwischenlagerung und Endlagersuche und -bau gesichert. Der Steuerzahler muss dafür erst mal gar nichts zahlen.
Also weder der kommerzielle Betrieb der Kernkraftwerke, noch ihr Rückbau und auch nicht die Lagerung des sog. "Atommülls", der in Zukunft evtl. sogar kein "Müll" mehr ist, sondern neuer Brennstoff, wurden nicht und müssen vom Steuerzahler bezahlt werden.
Und obwohl all diese Informationen sehr einfach für fast jedermann zu finden sind, werden weiterhin die Fake News und Lügen über die hohen Kosten der Kernkraft verbreitet.
Diesel-PKW.
Abfahrt Richtung Prag 8:30 Uhr.
Ankunft in Prag gegen 12:30 Uhr.
330 km in 4 Stunden mit vier kleinen Staus/zähflüssigem Verkehr.
Abfahrt in Prag 15:45 Uhr.
Ankunft zuhause 18:45 Uhr.
330 km in 3 Stunden. Keine Staus.
Also 660 km in 7 Stunden ohne Pausen und ohne Tanken zu müssen. Und teilweise mit 180 km/h auf freigegebenen Abschnitten. Und der Tank ist noch halb voll.
E-Auto-Fahrer: bitte nachmachen!
Es gibt auch noch Erfolgsgeschichten des deutschen Automobilbaus, auch wenn, wie hier, nicht mehr in Deutschland produziert wird. Aber immerhin werden die Fahrzeuge noch in Deutschland entwickelt und konstruiert und das Design maßgeblich bestimmt.
Wie auch immer... eine schöne Geschichte:
Jeden Tag gibt es einen neuen Morgen und alle paar Jahre gibt es einen neuen Morgan.
Schön!
Einfach nur schön!
Die Frauenwelt holt zum Gegenschlag aus. Gegen das "Patriarchat", was auch immer das in Deutschland sein soll.
Okay, es ist auch nicht die gesamte Frauenwelt, sondern erst mal nur diese Frau, die keiner kennt und die vom "Patriarchat" wahrscheinlich nie zur Kenntnis genommen würde, hätte sie nicht ungefragt die "Journalismus"-Simulation "STERN" genutzt, um darauf hinzuweisen, daß sie nichts tun wird.
Richtig! Sie hat bekannt gegeben, nichts zu tun! Das ist dem "STERN" ein Beitrag wert und dieses Nichtstun muss dann natürlich irgendwie aufgewertet werden zum "Mittelfinger gegen das Patriarchat".
Das Maß an Größenwahn, sich mit seinem Gesicht für so einen Blödsinn öffentlich wichtig machen zu wollen, kann ich mir gar nicht vorstellen.
Einem nicht vorhandenen "Gegner" den Mittelfinger zu zeigen, in dem man nichts tut... WAS. FÜR. ZEITEN! 😏
Ich glaube, sie ist da mit dem Nichtstun in Bezug auf Botox in Übereinstimmung mit Millionen anderer Frauen, die auch kein Botox verwenden, aber gar nicht wissen, daß sie damit dem "Patriarchat" die kalte Schulter zeigen. Wenn diesen Millionen Frauen das erst mal bewusst wird, dann sind die Tage des "Patriarchats" gezählt.
Und wenn das noch nicht ausreicht, dann hilft immer noch der Achsel-Pudel.
Oder ist das nun ausgerechnet nicht vom "Patriarchat" erzwungen, daß sich Frauen unter den Armen rasieren?
Wie auch immer, die ungespritzte Unbekannte und der STERN sind überzeugt, dem "Patriarchat" hier mit Hilfe der stetig sinkenden Reichweite des STERN einen wichtigen Schlag versetzt zu haben. Denn welcher "Patriarch" steht nicht auf die im Gesicht halbseitig gelähmten Botox-Schönheiten mit minimaler Rest-Mimik?
(Symbolbild)
Und ob dieser Schlag das "Patriarchat" wirklich so hart trifft, sei mal dahingestellt. Schließlich gibt es schon seit langem eine lange Liste bekannter und unbekannter Vertreter der "Frauenunterdrücker", die sich auch Botox gönnen.
(Symbolbild)
Aber Hauptsache, der STERN unterstützt die mutigen weiblichen Naturals in ihrem Kampf eggen einen imaginären Gegner.
Dasselbe deutsche Qualitäts-Medium wirbt auf seiner Webseite, inklusive Styling-Tipps mit diesem Teaser:
Ein echter Hingucker für das wolllüstige "Patriarchat".
Und wenn dann Vertreter der unterdrückten weiblichen Opfergemeinschaft tatsächlich so auf dem "Rasen des Alltags" auflaufen und zustimmende, sicher auch manchmal nervige und unangemessene Blicke und Kommentare der sie unterdrückenden männlichen Tätergemeinschaft ernten, zeigt der STERN sicher eine völlig unbekannte Frau im Jutesack, die den "Patriarchen" den Mittelfinger zeigt.
Bleibt noch zu erwähnen, daß es entscheidend dafür ist, ob ein Blick oder Kommentar nervig oder unangemessen ist, von WEM er kommt.
Es macht nämlich einen Unterschied, ob Onkel Jürgen aus dem 4. Stock einer Frau hinterherpfeift oder der Bratt Pitt-Doppelgänger im teuren Anzug oder coolen Latin-Lover-Look mit teurer und deutlich sichtbarer Armbanduhr.
Das "Patriarchat" hat es auch nicht leicht.