Sonntag, 19. Juli 2026

Unfreiwillige Komik

Hape Kerkeling galt mal als Experte für Humor. Ich sag nur "Hurz".

Die Zeiten sind lange her. Wie bei vielen ehemaligen Komikern schießt im Alter "die Haltung" ein, wie bei jungen Müttern die Milch.

Wenn die Comedy nicht mehr so läuft, man aber die Aufmerksamkeit immer noch enötigt, sattelt man um. Experte für irgendwas. Gleiches gilt für früher mal erfolgreiche Musiker oder Schauspieler.

Und das System nutzt die Restpopularität der früheren A-Promis und vereinnahmt sie für seinen Überlebenskampf.

 


 

Und da das sehr oberflächliche Showbusiness überwiegend oberflächliche Leute anzieht, die den schnellen Ruhm und die Bestätigung suchen, die sie zum Leben brauchen wie wie Jens Spahn ein gekauftes Kind, beißen sie an.

Und so wird dann Hape Kerkeling zum "Experten für Politik". Natürlich nicht, um Korruption und Lügen der bereits seit Jahrzehnten regierenden Parteien aufzudecken oder die Verbindungen zwischen Politik und "unabhängigen" Medien, sondern natürlich für den Kampf des Systems gegen einen Konkurrenten an den Fleischtöpfen.

So weit, so unlustig. Oder vielleicht auch lustig. 

Denn das könnte tatsächlich sehr amüsant werden zu beobachten, wie ein aufmerksamkeitssüchtiger B-Promi von heute auf eine Bühne geschickt wird und dort eine Rolle spielen soll, der er eventuell nicht gewachsen ist.

Das wäre ja so, als würde man eine Bärbel Bas zur Arbeitsministerin... oh, warte. Gibt's ja schon. Und ist sehr lustig. Q.e.d.

Hätte zwar eher was von unfreiwilliger Komik, aber immerhin ist es dann fast so lustig wie früher. Ob ihm das auch so gut bekommt, bleibt abzuwarten. 

 

 


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