Freitag, 31. Juli 2026

Wider den grünen Unsinn!

Die Direktion des bundesdeutschen Staatstheaters (Bundeskabinett) hat überraschenderweise einen Korrekturvorschlag für das Drehbuch "EEG" der Darstellerin des Wirtschaftsministers beschlossen. Das neue Drehbuch beinhaltet unter anderem eine Beendigung der Förderung von theoretisch produzierten Strommengen. 

Das ist dann der Fall, wenn mehr Strom aus Wind- und Solaranlagen produziert werden könnte, als man benötigt und die Anlagen zwangsabgeschaltet werden, um eine Überlastung des Netzes zu verhindern.




Bisher haben die Betreiber dieser Anlagen ihr Geld auch dann bekommen, wenn sie keinen Strom erzeugt haben.

Frau Reiche hat dafür das Beispiel mit dem Bäcker gefunden, der völlig planlos und ohne Grenzen Backöfen baut, Brot und Brötchen völlig am Bedarf vorbei bäckt und dann am Ende des Tages die übrig gebliebenen Brötchen an den Staat verkauft. Der bezahlt das aus Steuermitteln.

Die einzelnen Szenen dazu wurden bereits im Streit der unterschiedlichen Drehbuchautoren entschärft, aber immerhin kommt so eine Stück auf den Spielplan, das eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte. In einer normalen Welt.

Normal ist aber in der Politik gar nichts mehr.

Auch die garantierte Förderung von Solaranlagen über 20 Jahre soll abgeschafft werden.

Das war ja, zusammen mit der zwangsweisen Vorrangeinspeisung ins Netz, überhaupt der größte ökonomische Unsinn, der vor allem und zuerst für die steigenden Strompreise verantwortlich war.

Das wäre etwa so, als würde die Bundesregierung jetzt beschließen, daß jeder Autofahrer, der ein neues Auto kauft, zuerst einen VW kaufen muss. Und zwar zu einem festgelegten, überhöhten Preis. Wer also einen Mazda 3 für 30.000 Euro kaufen will, der muss einen VW Golf für 35.000 Euro kaufen. Die Differenz zahlen alle Steuerzahler über eine VW-Umlage.

Das geht dann solange, bis VW eine Auslastung von, sagen wir, 95% in seinen deutschen Werken erreicht hat.

Und das alles natürlich nur, um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie zu sichern.

Man könnte das auch noch weiter differenzieren und auf alle deutschen Hersteller ausweiten. Wer also 30.000 oder 50.000 Euro für ein ausländisches Auto ausgeben will, muss dafür einen vergleichbaren VW oder BMW oder Mercedes für 55.000 Euro kaufen.

Ein Effekt wäre, daß Käufer, die eigentlich einen Golf kaufen würden, behaupten, sie würden einen Mazda kaufen wollen und dann kriegen sie auf Kosten aller Steuerzahler doch einen Golf.

Erst wenn bei den dt. Herstellern eine bestimmte Profitabilitätsschwelle erreicht ist, dürfen auch Autos ausländischer Hersteller gekauft werden.

Klingt absurd? Ist es auch. Aber im Prinzip läuft das System EEG bisher genau so.

Nun soll der Unsinn also beendet werden, aber natürlich, wie es in so einem Polittheater üblich ist, nur mit Kompromissen und Abschwächungen. Die Theaterkritiker aus dem grünen Lobby-Apparat schreien ja jetzt schon laut auf und meckern über die Änderung des Drehbuches und werden natürlich auch weiterhin ihre mächtige Rolle nutzen, um den zahlenden Publikum ihr "Rund-um-Sorglos"-Paket aus garantierten Erträgen als absolut nötig für den Erhalt der Spielstätte zu erklären.

Wir werden also auch weiterhin mit einem Teil der bisherigen Kosten leben müssen.

Aber es geht schon mal in die richtige Richtung!




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