Donnerstag, 3. April 2025

Alternativer Geschichtsunterricht

Wer im Geschichtsunterricht gut aufpasst, lernt auch nur das, was ihm dort erzählt wird. Und wenn das falsch ist, dann lernt er eben etwas Falsches.

Und Geschichte wiederholt sich nicht, hört man hin und wieder.

Ich sage: es kommt darauf an, was man meint. Die erzählte Geschichte (die meist von den Siegern erzählt wird) und die äußeren Umstände mögen sich ändern und nicht wiederholen. Die Ursache von Geschichte, also das menschliche Verhalten, vor allem in der Politik, ändert sich jedoch nie und wiederholt sich permanent.

Es ist eine ständige Abfolge von Machtausübung. 

Zutaten: Verrat, Betrug, Lügen, Erpressung, Mord, Schmieden und Lösen von Allianzen und die unheilvolle Verquickung von Politik und Wirtschaft.

All das wiederholt sich ständig und damit auch Geschichte.

"Eine Bande von Verbrechern habe ein Attentat auf Adolf Hitler verübt. Doch der zum Glück unversehrt gebliebene Führer konnte diese Verschwörung vereiteln und die heimtückischen Verschwörer selbst würde ihrer gerechten Strafe, einer baldigen Hinrichtung zugeführt."

Mit diesem Zitat beginnt ein Interview von Michael Vogt mit dem Historiker Wolfgang Eggert.




Das Zitat stammt aus einer Zeitung kurz nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Und entgegen der Erwartung war es keine deutsche Zeitung, wie der "Völkische Beobachter", sondern eine amerikanische. "Herald Tribune", New York Times" und Zeitungen aus Washington brachten damals fast gleichlautende Berichte über das misslungene Attentat.

Erstaunlich, waren doch die USA Teil der Alliierten im Kampf gegen Nazi-Deutschland.

Das Interview wurde vor Jahren anlässlich des damaligen Erscheinens des US-Spielfilms "Stauffenberg" mit Tom Cruise geführt.

Das Interview bringt eine völlig andere Sicht auf die damaligen Alliierten USA, Großbritannien und tlws. auch Stalins Sowjetunion, als wir es über Jahrzehnte von Lehrern und Guido Knopp gelernt haben.

Was, wenn all das, was uns erzählt wurde, nicht der Wahrheit entspricht?

Was, wenn die Alliierten damals aus jeweils unterschiedlichen Gründen ein gemeinsames Interesse am Fortbestand von Hitlers Herrschaft und der Fortsetzung des Zweiten Weltkrieges hatten?

Was, wenn es schon lange vor dem 20. Juli 1944 einen deutschen Widerstand gab, der quer durch alle Schichten von Politik, Militär und Gesellschaft ging und der von den Amerikanern und Briten getäuscht und verraten wurde?

Das Interview ist erstaunlicherweise noch auf Youtube zu sehen.

Ich habe die wichtigsten Passagen und Aussagen mal kurz zusammengefasst, da das ganze Interview über 1 Stunde lang ist. Lohnt sich dennoch, das ganze Interview anzusehen. Wolfgang Eggert bringt umfangreiche Belege in Form von Zitaten von Politikern, Militärs, Diplomaten und Informationen, die in Akten und Büchern zugänglich sind.

Hier ein paar der wichtigen Punkte:


Die Frontlage im Juni 1944 stellte sich für die westlichen Alliierten ungünstig dar. Deutschland hatte noch große Teile Europas besetzt und ein Putsch gegen Hitler und eine folgende deutsche Regierung, die einen Frieden schließen würde, hätte den westlichen Alliierten die Möglichkeit genommen, selbst in großem Stil militärisch in Europa tätig zu werden und seinen Einflussbereich zu bewahren (Großbritannien) bzw. auszuweiten (USA). Man hatte ein Interesse am Fortgang des Krieges. Der Krieg ging dann noch über 1 Jahr und in diesem einen Jahr sind mehr Menschen gestorben als in den Jahren zuvor insgesamt. Aber auch die Sowjetunion hatte ein eigenes Interesse, bis Berlin zu kommen.


Die Kriegsziele der Alliierten waren nicht dieselben.

Churchill ging es nur um Deutschland und zwar um dessen Vernichtung. Deutschland sollte als Regionalmacht in Europa keine Rolle spielen. Es ging ihm nicht um die Beseitigung des Nazi-Regimes, sondern um die Beseitigung Deutschlands als Konkurrent. Großbritannien war nach dem Ende des Ersten Weltkriegs unter großem Druck durch die Komintern, die kommunistische Weltrevolution, die von Lenin ausgerufen wurde. England verlor eine Kolonie nach der anderen und suchte einen europäischen Partner auf dem Festland, der gegen die Sowjetunion kämpfen sollte. Man rüstete zunächst die Polen massiv auf und schickte sie in den Krieg gegen die Sowjetunion und als Polen zurückgeschlagen wurde, wandte man sich Deutschland zu. Deutschland hatte vorher im Ersten Weltkrieg der halben Welt widerstanden und war ein geeigneter Kandidat, um den Kommunismus zu bekämpfen. Und so standen dieselben britischen Banken und Rüstungsfirmen, die vorher Polen aufgerüstet hatten, nun bei Hitler vor der Tür.

Die USA und Sowjetunion dachten im größeren Rahmen. Sie wollten sich Europa nach dem Krieg untereinander aufteilen. Großbritannien wäre dabei ebenfalls unter die Einflusssphäre Amerikas gekommen und als Weltmacht verschwunden, ein Vorgang, der im Übrigen schon seit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann.


Schon lange vor dem Attentat im Jahr 1944 gab es Versuche des dt. Widerstands, die Amerikaner und Briten davon zu überzeugen, ihnen Sicherheitsgarantien für den Fall des Sturzes von Hitler zu geben. 1938 sprachen Gördeler und andere aus dem Widerstand mit Chamberlain, dem damaligen britischen Ministerpräsidenten. Das war im Vorfeld der Annektion des Sudetenlandes durch Hitler. Sie sagten, wenn Hitler sich einer zweiten Front von Britannien und Frankreich gegenübersehen würde, würde er die Tschechoslowakei wahrscheinlich nicht angreifen. Mehr noch: die Männer des dt. Widerstands gaben genaue Pläne für einen Putschversuch gegen Hitler bekannt, bei dem auch die Wehrmacht beteiligt gewesen wäre. Die Wehrmacht war damals entschlossen, Hitler zu stürzen. Am Tag des geplanten Putschversuches flog dann Chamberlain nach München zu Hitler und machte damit den Putsch zunichte. England hatte schon damals kein Interesse an einer Absetzung Hitlers. England wollte ihn weitermachen lassen, bis man ihn und damit Deutschland als Ganzes militärisch vernichten konnte.


Die deutsche Aufrüstung vor dem Krieg wäre ohne die Zustimmung der Alliierten nicht möglich gewesen. Die demokratische Weimarer Republik blieb völlig unbewaffnet. Als Hitler an die Macht kam, erlaubten ihm die Alliierten die Aufrüstung, sie ermunterten ihn dazu und finanzierten diese auch noch. Schon vorher waren es britische und amerikanische Banken und Unternehmen, die Hitlers Wahlkämpfe und seinen Parteiapparat in den 1920er Jahren finanziert haben. Unter den Top 20 der Finanziers von Hitler damals waren 18 aus dem Ausland! Alles mit der Zusage, im Falle seiner Machtergreifung das Militär aufzurüsten und ihn fähig zu machen für einen Krieg im Osten.

Neben Bankiers waren auch einflussreiche amerikanische Familien beteiligt, die Familien Ford oder Bush (ja, genau diese Familie Bush) zum Beispiel.

Im Jahr 1934 bekam Hitler eine US-Anleihe im damaligen Wert von 1 Mrd. US-Dollar, mit der er die Wehrmacht aufrüsten konnte. Eine damals unvorstellbar große Summe, finanziert von Banken der amerikanischen Ostküste, vermittelt von einem gewissen John Foster Dulles, nachdem in Deutschland Straßen und Plätze benannt sind.


Die Widerständler des 20. Juli 1944 wurden von den Amerikanern verraten. Als deutsche Vertreter des Widerstands mit den Amerikanern die Pläne besprachen, wurden zwei Wochen später die wichtigsten Leute, die nach einem Putsch wichtige Positionen einer neuen deutschen Regierung übernehmen sollten, verhaftet worden. Rommel war noch in Großbritannien unterwegs und sprach mit verschiedenen Generälen, die ihm alle versicherten, sie würden einen Militärputsch gegen Hitler unterstützen und auch Churchill würde das gern sehen. Sie bräuchten aber noch mehr Namen von Ansprechpartnern, mit denen man danach zusammenarbeiten würde. Rommel gab ihnen die Namen und diese wurden dann kurz danach verhaftet. Rommel selbst wurde Ziel eines Anschlags durch ein britisches Kampfflugzeug, welchen er schwer verletzt überlebte.

Die Bombe, die Stauffenberg in unmittelbarer Nähe von Hitler platziert hatte, war britischen Ursprungs bzw. von den Briten bearbeitet und teilweise entschärft. Sie verletzte Hitler kaum.

Nach dem Attentat wurden die Beteiligten in der britischen und amerikanischen Presse und von Politikern verhöhnt und beschimpft, wie man am Eingangszitat ganz am Anfang sehen kann. In einer Lageurteilung für das britische Außenministerium wurde davon gesprochen, daß der Ausgang des Attentats gut für Britannien wäre. Der Tod des Führers hätte zu einer schnellen Beendigung des Krieges und einer neuen demokratischen Regierung in Deutschland führen können, was den Kriegszielen der Briten widersprach. Auch nach dem Attentat strahlte die BBC Sendungen nach Deutschland aus, in denen sie die Namen der Beteiligten, die noch nicht gefasst waren, nannte.


Nach dem Krieg verbreiteten Briten und Amerikaner die Mär von der Kollektivschuld der Deutschen. Der Chef der Deutschlandabteilung der BBC führte dann den Westdeutschen Rundfunk und leitete dort die Propaganda gegen Deutschland, die Akten des Auswärtigen Amtes wurden vom britischen Geheimdienstkoordinator verwaltet, der dann entschied, was veröffentlicht wurde und was geheim blieb.

Man baute also nach dem Krieg das Bild von einer deutschen, kranken Volksgemeinschaft auf, die blind dem Führer gefolgt war und im Prinzip aus potentiellen Mördern bestand. 

Dazu setzte man auch viele Leute aus dem Widerstand, vor allem aus dem diplomatischen Dienst, von denen die Amerikaner und Briten wussten, daß sie Hitler beseitigen wollten und mit denen sie jahrelang im Gespräch darüber waren, auf die Anklagebank in Nürnberg und verurteilte sie. All die vielen Deutschen, die sich in Gefahr begaben hatten, um Hitler zu stürzen, wurden von den Alliierten verraten und betrogen.

Nach dem Krieg wurde das Thema "Deutscher Widerstand" im Westen auch komplett totgeschwiegen. Sowas durfte nicht existieren, um nicht das gewollte Bild des Tätervolkes zu gefährden. Das deutsche Volk war eine anonyme, homogene Masse von Nazis, die umerzogen werden müssen.

Das änderte sich erst, als die Sowjetunion unter Stalin der westdeutschen Regierung unter Adenauer Anfang der 50er Jahre Vorschläge unterbreitete, ein gesamtes, vereinigtes, neutrales Deutschland inklusive einiger Ostgebiete zu bilden, mit dem man dann zusammen die Nachkriegszeit angehen könnte (die unter Historikern bekannten "Stalin-Noten"). Natürlich mit dem Interesse, den sowjetischen Einflussbereich bis an Rhein und Mosel auszudehnen. Und das konnten die West-Alliierten natürlich nicht akzeptieren. Der Westteil Deutschlands, der bisher von den West-Alliierten weitgehend unbeachtet geblieben war, sollte auf keinen Fall in sowjetischen Einflussbereich fallen. Man wollte dieses Territorium nicht aufgeben. So kam es dann am Ende zum NATO-Beitritt der BRD, dem eine mediale "Reinwaschung" des deutschen Widerstands in den USA und Großbritannien vorausging. Dies war notwendig, hatte man den eigenen Völkern doch vorher jahrelang das Märchen vom bösen Deutschen verkauft, in dem ein Widerstand gegen Hitler keinen Platz hatte.

Und genau die Leute, die die deutschen Widerständler vorher verraten und beschimpft hatten, lobten diese nun und instrumentalisierten sie nun für ihre neuen geopolitischen Interessen.


Am Ende folgt noch das berühmte Zitat des ersten NATO-Generalsekretärs: "Die NATO wurde gegründet, um die Russen draußen zu halten, die Amerikaner drinnen zu halten und die Deutschen unten zu halten."



Jede Aussage, die ich hier in eigenen Worten aufgeschrieben habe, wird im Interview von Wolfgang Eggert genannt und mit Namen und/oder Quellenangaben belegt.

Man sieht, daß Politik ein dreckiges Geschäft ist. Und das geht nicht erst bei der Geopolitik los, sondern beginnt schon viel weiter unten. Aber auf der Ebene der Geopolitik ist es am schlimmsten, weil dort die Macht und die Ressourcen vorhanden sind, für die eigenen Interessen über Millionen von Leichen zu gehen.

Und das war früher so, das ist heute so und das wird wohl immer so bleiben. Und in dem Sinne wiederholt sich Geschichte doch. Auch wenn sie von den Siegern immer anders dargestellt wird.



Mittwoch, 26. Februar 2025

Elektro-Klugscheißerei

Fans der Elektro-Mobilität behaupten immer wieder, daß die "Mobilitätswende" in Deutschland nicht voran kommt, weil die deutschen Hersteller kein E-Auto in der 20.000 Euro-Klasse anbieten. Die Chinesen wären da ja viel weiter.

Der Gigant der Wirtschaftstheorie Robert H., auch bekannt als umstrittener Kinderbuchautor und abgewählter Darsteller des Wirtschaftsministers im deutschen Staatstheater, warf das speziell dem VW-Konzern vor, der doch als Hersteller von "Volkswagen" eine Vorreiterrolle zu erfüllen habe. Und die ahnungslosen Anhänger quatschen es nach.




Nun, ein Blick auf die Zulassungszahlen zeigt, wie falsch und realitätsfern diese Aussagen sind.

Für Deutschland gibt es gerade aktuelle Zahlen für das Jahr 2024. Welche E-Autos haben sich hierzulande am meisten verkauft?

Unter den Top 10 findet sich genau 1 (!!!) Auto aus China. Das ist der MG 4, mit einem Grundpreis von etwa 35.000 Euro!

Vor ihm rangieren einige deutsche E-Autos, die viel mehr kosten. Und Tesla natürlich. Platzhirsch ist hier der VW-Konzern mit 6 verschiedenen Modellen von VW, Audi, Skoda und Cupra (früher Seat).

Also die Behauptung, daß die Chinesen mit ihren günstigen E-Autos den deutschen Herstellern das Leben schwermachen, trifft für Deutschland schon mal nicht zu.

Okay, Deutschland ist zwar ein großer Markt in der Autowelt, aber es gibt ja noch Europa und Amerika.

Welche sind denn die 10 meistverkauften E-Autos in Europa? Chat GPT erstellt folgende Übersicht:




Auch hier nur ein einziges chinesisches Auto in den Top 10, ebenfalls der MG 4.

Also auch in Europa sind die chinesischen E-Autos keine wirkliche Konkurrenz, was übrigens auch für die Autos mit Verbrennungsmotor gilt.

Und was ist mit den USA? Dort haben es traditionell ausländische, vor allem asiatische Hersteller leichter, weil der Auto-Patriotismus nicht ganz so stark ausgeprägt ist wie in europäischen Ländern. Toyota, Nissan und Honda gehören da schon lange zum selbstverständlichen Straßenbild und belegen vordere Plätze bei den Verkaufszahlen. Ebenso die Koreaner.

Auch hier weiß Chat GPT Rat:




Man sieht: hier gibt es gar keine chinesischen E-Autos in den Top 10, was allerdings auch nicht verwunderlich ist, da die USA für chinesische Produkte, deren integraler Bestandteil Software ist (und chinesische Autos sind ja im Prinzip Rechner mit einem drum herum gebauten Auto), Einfuhrschranken festgelegt hat.

Also die USA können wir vergessen.

Aber auch hier kosten die bestverkauften E-Autos sehr viel Geld, meist jenseits der 50.000 USD!

Für China selbst gibt es keine Aufschlüsselung von Verkäufen nach Modellen. Aber eine kleine Recherche ergibt, daß auch die chinesischen E-Autos in China oft teurer als umgerechnet 20.000 Euro sind.

Es ist also kaum diese "magische" Zahl von 20.000 Euro, die es in Deutschland und Europa irgendwie verhindert, daß sich rein elektrische Autos in Massen im Straßenverkehr durchsetzen. Nein, es sind immer dieselben Probleme wie vor Jahren, wie zu Anbeginn der E-Mobilität: unzureichende Lade-Infrastruktur, geringe reale Reichweite und natürlich die ggü. Autos mit Verbrennungsmotor immer noch höheren Preise!

Der "Siegeszug" der chinesischen E-Autos ist bisher eine rein inner-chinesische Angelegenheit. Okay, der Markt ist riesig, aber darüber hinaus geht es bisher eben nicht.

Und vergessen wir nicht, daß bei den Wachstumsraten der E-Autos auch immer die Hybrid-Fahrzeuge mitgezählt werden, die nichts weiter sind als ein Verbrenner mit kleinem E-Motor. Den kann man im Prinzip wie einen gewöhnlichen Diesel oder Benziner fahren und theoretisch auf die E-Unterstützung völlig verzichten. Und auch in China wachsen zuletzt vor allem die Hybriden und nicht mehr die reinen E-Autos.

Aber würde sich die Situation ändern, wenn es VW schaffen sollte, ein E-Auto für 20.000 Euro in Deutschland anzubieten, so wie der Anzeigen-Hauptmeister Habeck das behauptete?

Nein!

Denn ein Blick in die Verkaufsstatistik aller Autos 2024 in Deutschland zeigt, daß auch bei den Verbrennern kaum Autos für 20.000 Euro zu finden sind. Der günstigste Wagen ist der Opel Corsa auf Rang 6. Den gibt es in der Basis-Variante tatsächlich hier und da unter 20.000 Euro, aber nur selten werden Autos in der billigsten Basis-Variante ohne Zusatzausstattung gekauft. Alle anderen Autos in den Top 10 gehen gut und gern für 30.000 Euro und mehr über den Ladentisch.

Also daß ein Käufer eines VW Golf, für den er vielleicht 35.000 Euro bezahlt, ein E-Auto kauft, weil das nur 20.000 Euro kostet, ist quasi ausgeschlossen. Denn wenn es um den Preis geht, könnte er sich ja jetzt schon einen Neuwagen wie einen Dacia für unter 20.000 Euro kaufen. Macht er aber nicht. Die Leute kaufen nach wie vor Golf und teurere Autos.

Bleibt noch die Frage, die man dem Polit-Ruheständler Habeck nicht direkt stellen kann: wie zur Hölle soll ein deutscher Automobilhersteller wie VW, der Spitzenlöhne zahlt, mit Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen belastet ist und für seinen Energieverbrauch einen satten Aufschlag zahlen muss, es schaffen, ein qualitativ hochwertiges E-Auto für 20.000 Euro auf die Beine zu stellen?

Die Chinesen selbst schaffen das nur mit massiven staatlichen Subventionen, geringeren Kosten für Bürokratie und Umwelt und billigeren Löhnen. Den Aufschrei der Grünen möchte ich mal hören, wenn VW eine Reduzierung der Löhne oder Senkung der Auflagen fordert.

Aber da zeigt sich wieder, wie wenig Ahnung der sog. "Wirtschaftsminister" a.D. tatsächlich von Wirtschaft hat. Und auch die Realität scheint ihm irgendwie verborgen zu bleiben, obwohl er ja von der Wirklichkeit ständig umzingelt war.

Am Ende ist es alles nur Klugscheißerei, die an der simplen Tatsache vorbei schwurbelt, daß die Praktikabilität eines Verbrenners im Alltag der Maßstab ist für jeden Versuch, ihn abzulösen! Es sind nicht die Preise, nicht das Design, nicht ein Mehr oder Weniger an vernetzter Software. Nein, es ist die banale Alltagstauglichkeit.




Sonntag, 16. Februar 2025

Legenden ohne Zukunft?

Der ideologische grüne Wahn zur Reduzierung von CO2-Emissionen führt zwangsläufig zum traurigen Verschwinden einiger der besten technischen Meisterleistungen im Automobilbau.

12-Zylinder-Motoren, reine Saugmotoren, exotische Supersportler und Luxuskarossen.

Solange es sie noch gibt, versuche ich sie hier in meinem kleinen, unbedeutenden Blog zu sammeln und für die Nachwelt zu erhalten.

Ich bezweifle stark, daß in 20 oder 50 Jahren irgendwer noch an irgendwelche Teslas, Polestars, Lucids oder andere E-Autos als Legenden des Automobilbaus erinnern wird.

An diese hier ganz bestimmt. Und schon ihre jeweiligen Vorgänger sind Legenden.

Wie wäre es mit dem Bentley Continental GT, einem Klassiker, der in Zukunft ohne 12-Zylindermotor auskommen soll.








Ein Traum! Unerreichbar für mich, aber schön, daß es sowas gibt.

Über die Farbe kann man natürlich reden, genau wie bei der nächsten Legende aus dem gleichen Hause, dem Bentley Flying Spur, ab sofort auch ohne Zwölfender.








Noch als Zwölfender zu haben, aber wer weiß, wie lange noch: der Aston Martin Vanquish.







Und wo wir schon bei Zwölf-Zylindern, die es noch gibt, hier eine ganz besondere Geschichte über den einen Mann, also den einzigen, der noch bei AMG Zwölfender zusammenbauen darf. Zwar nicht mehr für Autos von AMG, aber für die italienischen Supercar-Schmiede Pagani, die es sich bei ihren Kleinst-Serien noch erlauben darf, den grünen Daumen einfach zu überrollen und die grüne ideologische Kakophonie einfach zu übertönen. Mit Grollen und Fauchen und Brüllen, wie es sich für einen Zwölfender gehört.

Was für ein Traumjob für einen Petrolhead!










Wie immer habe ich keinerlei Rechte an Text und Bildern.





Samstag, 15. Februar 2025

Fortschritt? Hm...

Ich werfe ja hin und wieder einen Blick auf den Stand der Elektro-Mobilität, ob sie inzwischen die schon lange gegebenen Versprechen einlösen kann.

Eines der Versprechen war ja, daß sich durch Wettbewerb und technischen Fortschritt die Reichweiten der E-Autos verbessern werden.

Nun, das wäre ja schön, denn die Reichweite ist immer noch - im direkten Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur - das größte Hemmnis für E-Autos. Wie sieht es denn aktuell aus?

Üblicherweise setzt sich in der Automobilindustrie technischer Fortschritt erst bei den teuren Autos aus, in der Ober- und Luxusklasse. Dort sind zahlungskräftige Kunden bereit, für neueste Technik und für Status viel Geld zu bezahlen. Dieses Geld wird dann investiert, um Neuerungen auch in den unteren Klassen einzuführen.

Da passt es ganz gut, daß die Auto-Bild gerade Porsches elektrisches Topmodell Taycan mit der optionalen, stärkeren Batterie einem kleinen Alltagstest unterzogen hat.









Um es vorweg zu nehmen: Fortschritt ist hier nicht erkennbar.

Also keine Frage: das ist ein geiles Auto! Ingenieurskunst auf höchstem Niveau, Verbrenner hin, Elektro her. Die wissen bei Porsche, wie man Autos baut.

Aber es geht mir ja um die Reichweite.

Der Akku hat eine Kapazität von 97kWh. Das ist für E-Autos beachtlich. Die Leistung beträgt 598 PS in der Spitze, wobei "nur" 238 davon als Dauerleistung zur Verfügung stehen. Das Motormanagement regelt halt, um eine halbwegs brauchbare Reichweite zu bekommen.

Wie hoch ist die Reichweite nun? Im Test von Auto-Bild waren es 409 km. Darin enthalten sind sportliche Autobahnfahrten, gemütliche Landstraßenfahrten und Stop and Go im Stadtverkehr.

Übrigens bedeuten die 409 km eine Abweichung von -30% von der offiziellen Werksangabe entsprechend dem WLTP-Test!

Minus 30%!!!

Ich kann mich an Gerichtsurteile vor einigen Jahren erinnern, wo Fahrer von Verbrennerfahrzeugen vom Kaufvertrag zurücktreten konnten, weil ihr Auto mehr verbrauchte als der Hersteller offiziell angegeben hatte. Laut BGH konnte man schon bei einer Abweichung über 10% zurücktreten. Diese Meldungen waren damals in den Medien weit verbreitet.

Und hier haben wir 30% Abweichung! Und das ist ja kein Einzelfall, sondern die Abweichung zwischen WLTP-Angabe und Realität liegt bei den meisten E-Autos im Bereich von 20-30%. Verschiedene Tests unterschiedlicher Autozeitungen haben das ergeben. Aber das wird irgendwie einfach hingenommen, weil in diesem Fall alle auf einmal so schlau sind, zu wissen, daß der standardisierte amtliche Test eben nur der Vergleichbarkeit dient und nicht den realen Verbrauch angeben soll. Bei Benzinern und Dieseln war man damals nicht so schlau. Und während es sich bei Verbrennern eher um Ausnahmen handelt, ist es bei E-Autos der Standard!

Eine amerikanische Untersuchung kommt auf Abweichungen bei E-Autos von im Schnitt 12,5%, je nach Fahrverhalten und Wetter kann es aber auch viel mehr sein.

Bisherige Gerichtsurteile dazu sind mir noch nicht untergekommen. Und auch in den Medien wird das nicht so angeprangert. Könnte natürlich daran liegen, daß E-Autos irgendwie für eine gute Sache stehen und E-Autofahrer eher Überzeugungstäter sind. Die nehmen das halt inkauf bei der Rettung der Erde.

Im Sparmodus würde der Verbrauch des Porsche übrigens bei 18,3 kWh/100km liegen, was zu einer Reichweite von etwa 530 km führen würde. Aber erstens: wer fährt mit so einem Auto schon so, daß er möglichst sparsam unterwegs ist und zweitens: nach den ca. 530 km wäre der Akku vollständig leer. In der Realität hat man also weniger Reichweite, weil nun nicht genau nach 530 km eine Ladesäule auf einen wartet. Außerdem soll man ja die Akkus auch nicht komplett leerfahren (und übrigens auch nicht komplett aufladen, jedenfalls nicht an einem Schnelllader). Nicht umsonst geben die Hersteller die Ladezeit immer für eine Batteriefüllung von 20 auf 80% an. In der Realität hat man also unterwegs nur 60% der Kapazität zur Verfügung. Das wären bei 530 km rechnerischer Reichweite im Sparmodus noch etwas mehr als 300 km.

Na toll.

Bewegt man den Porsche so, wie man einen Porsche bewegt und fährt zügig auf der Autobahn, dann genehmigt sich die Karre 33,5 kWh/100 km. Das führt dann bei vollem Akku zu einer theoretischen Reichweite von unter 300 km! Da der Akku meist nicht voll ist und unterwegs auch nicht voll geladen wird, hat man noch weniger Reichweite!

Die Auto-Bild hat auch das vor einer Weile im Alltagstest belegt, als sie mit einem Porsche Taycan 4.568 km von L.A. nach New York gefahren sind. Sie brauchten 17 (!!!) Ladestopps. Alle 270 km! Und man darf ja in den USA nicht schneller als etwa 110 km/h fahren und die haben sich auch dran gehalten.

Also da kaufst du dir ein Auto für etwa 150.000 Euro (mit etwas sinnvoller Zusatzausstattung) und dann musst du alle 270 km für etwa 20-30 Minuten irgendwo ranfahren, um nachzuladen. Oder du hängst es jeden Abend an eine Wallbox und lädst über Nacht, was auf Reisen aber nicht immer möglich ist.

Fortschritt? Kann ich hier bzgl. der Reichweite nicht erkennen.

Okay, jetzt kann man sagen, daß der Taycan ja kein Auto für den Durchschnitts-Autofahrer ist, der ja die Verkehrswende mit seinen 45.000 Jahresbrutto umsetzen soll.

Der kauft sich ja kleinere Autos, die nicht so schwer sind und die man auch nicht so fährt wie einen Porsche. Da sollte doch die Reichweite etwas besser sein.

Auch da hilft die Auto-Bild mit regelmäßigen Tests.




Wir sehen hier den Jeep Avenger Elektro. Noch halbwegs bezahlbar, aber mit einer Reichweite im Alltagstest von 274 km und einer Ladezeit von etwa einer halben Stunde.

Wir sehen auch den schon sehr viel teureren BMW i4 mit 386 km Reichweite und ebenfalls etwa einer halben Stunde Ladezeit, um danach auch nur 80% der Kapazität zu haben.




Dann schließlich noch der Mini Cooper E, der in der offenbar günstigsten Akkuversion auf gerade mal 212 km Reichweite kommt! Und dann dauert es ebenfalls etwa eine halbe Stunde, bis man 80% der Kapazität nachgeladen hat. Die 212 km sind übrigens 100%! Jetzt denk dir davon 80% und wie oft du unterwegs nachladen darfst.

Von Fortschritt also auch hier nichts zu sehen.

Oben haben wir ja schon den BMW i4 gesehen. Der kostet über 60.000 Euro und kommt im Test auf 386 km Reichweite.

Ein etwas billigerer BMW X3 Turbodiesel hat im Auto-Bild-Test eine Reichweite von 952 km erzielt.






Nun sagen die E-Auto-Fans dann immer, daß es gar nicht so sehr auf die Reichweite ankommt, weil man im Schnitt eh nur 40km an Tag fährt und auf Reisen niemand 1.000 km am Stück abreißt.

Ja und Nein!

Der Durchschnitt ist der Durchschnitt. Bei zwei Autofahrern, die 20 und 60 km am Tag fahren, beträgt der Schnitt auch 40 km. Oder bei 10 und 70 km. Und da sieht die Situation für den, der mehr fährt, ganz anders aus als bei dem, der weniger fährt. Schlimm, daß man sowas überhaupt erklären muss.

Und richtig, niemand reißt 1.000 km am Stück ab. Aber wenn man unterwegs ist und zügig  Strecke machen will, um am Ziel anzukommen, macht es schon einen Unterschied, ob man alle 200-300 km gezwungen wird, für eine halbe Stunde Pause zu machen oder ob man nach 500 km für 10 Minuten an die Tanke fährt, tankt und einen Kaffee trinkt. 

Und dazu kommt: die meisten Menschen in Deutschland leben nicht im eigenen Haus, wo sie ihr E-Auto jeden Abend an die Wallbox klemmen könnten, so daß die Karre am nächsten Morgen aufgeladen ist. Die meisten Menschen leben in Mietwohnungen in Städten, wo sie ein bis zweimal pro Woche irgendwo für eine halbe Stunde an einer Ladesäule festsitzen würden (wenn die nicht gerade vom Nachbarn besetzt ist), um ihr Auto zu laden. Diese Zeit haben die meisten nicht, bzw. wollen diese Zeit nicht investieren, wenn man mit einem Verbrenner alle 2 oder 3 Wochen für 5 Minuten tanken muss.

Ein Beispiel habe ich noch.

Tesla hat gerade sein Erfolgsmodell Y überarbeitet.

Schick sieht er aus, wirklich! Wobei Design noch nie das Problem von Tesla war, auch wenn der "SUV" Modell Y immer ein wenig wie eine schwangere Kuh aussah. Aber das neue Modell haben sie länger und breiter gemacht, was der Optik sehr zugute kommt.






Dies war noch kein Test von Auto-Bild, sondern nur eine Neuvorstellung mit Werksangaben.

Also schauen wir mal auf die Angaben, galt doch Tesla bisher als der Hersteller, der die größten Reichweiten im Alltagsbetrieb erzielen konnte.

Das günstigere Modell mit kleinerem 62,5 kWh-Akku kostet etwa 45.000 Euro und kommt auf eine WLTP-Reichweite von 466 km. Ziehen wir mal 15% ab, um die übliche Abweichung abzubilden, kommen wir nur noch auf knapp 400 km. Da üblicherweise nur 60% der Kapazität nutzbar sind (siehe oben), kommt man auf ca. 250 km. Dann muss nachgeladen werden.

Im Auto-Bild-Beitrag wird angegeben, daß man am Schnelllader (also eine Ladesäule an der Autobahn) beim kleineren Modell in 15 Minuten 229 km Reichweite nachladen kann. Na toll. Nach weiteren 229 km ist es also ratsam, wieder für 15 Minuten zu unterbrechen, vorausgesetzt, daß genau dann eine Ladesäule verfügbar ist.

Mir ist klar, daß man im Alltag irgendwie einen Weg findet, immer ausreichend Kapazität im Akku zu haben, es bleibt aber dabei, daß es erheblich mehr Zeitaufwand bedeutet als mit einem Verbrenner.

Und teurer sind E-Autos in den meisten Fällen noch obendrein!

Also der Fortschritt lässt da irgendwie noch auf sich warten.

Abzuwarten bleibt aber sowieso, ob das ideologisch geprägte Verbrenner-Verbot und der ebenfalls ideologisch geprägte E-Auto-Hype den Wählertest bestehen werden.

Gesetze können nämlich auch wieder geändert werden. Es braucht nur andere Regierungen.




Freitag, 14. Februar 2025

Öl, Eis und Schnee

Wieder mal eine schöne "Extratour"-Geschichte in der Auto-Bild.

Das Schönste daran ist fast, daß der dicke, weiße Trucker Charlie, der Sandwiches, Steak und Pommes futtert, mehr im Jahr verdient als irgendein klugscheißender Uni-Absolvent mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Diversität!

Aber die Geschichte ist auch sonst schön. Und tolle Bilder. Kriegt man richtig Lust, auch mal als Touri die Trucker auf der Piste zu behindern. 😀













Ich habe natürlich keinerlei Rechte an Text und Bildern!




Donnerstag, 13. Februar 2025

"Chat GPT, erstelle bitte einen Tweet zu München!"

Erwartungsgemäß ist es wieder passiert.




Erwartungsgemäß auch die Reaktionen.

Schön, daß uns die moderne Technologie in so dunklen Stunden hilft und das öffentliche Trauern und Bekennen so einfach macht.

"Chat GPT, bitte erstelle mir einen Anteilnahme-Tweet zu München. Variiere bereits bestehende Ergebnisse ein wenig."

Das Ergebnis:




Okay, es ist tatsächlich nur eine Vermutung von mir, daß die Social Media-Schreiberlinge der Politiker hier eine KI bemüht haben. Denn tatsächlich kann man diese Sprüche inzwischen aus dem Gedächtnis abrufen oder sie liegen als Satzbaustein schon bereit. Ist ja nicht der erste Vorfall. 

Ich könnte allen Politikern die gleichen Phrasen in ihre Twitter-Accounts hacken. Aus dem Stegreif! Ohne Nachdenken. So austauschbar sind die Mitleidsbekundungen. Und so belanglos und so nutzlos.

Und nein: das Wichtigste ist nicht, daß das restlos aufgeklärt wird! Dafür ist genug Zeit! Und es ist am Ende egal. Die Hintergründe sind was für Kriminalisten und Richter und Staatsanwälte! Das Wichtigste ist, daß sich sowas nicht mehr wiederholt! Scheint bei diesen Schreibtischtätern noch nicht angekommen zu sein.

Seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Jahr 2016, was nach meiner Erinnerung der erste große Fall dieser Art in Deutschland war, sind die Politiker mit ihren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen, bei den Einsatzkräften und der Polizei und sie versprechen, daß alles aufgeklärt wird und die "gesamte Härte des Rechtsstaats" zur Anwendung kommt. Und daß sich so etwas nicht wiederholen darf.

Das ist jetzt über 8 Jahre her. Getan hat sich: GAR NICHTS. Außer eben weiterer Anschläge, Morde, Überfälle durch Menschen, die hier gar nicht sein dürften und den darauffolgenden Lippenbekenntnissen der Politik.

König Demenzia von Deutschland, Olaf Scholz, wollte nach dem Messerangriff von Mannheim, bei dem ein Polizist starb, endlich im großen Stil abschieben, der Rückwärts-Merz tat zuletztso, als wolle er ernsthaft eine Änderung der Migrationspolitik durch den Bundestag bringen und der kleine Möchtegern-Diktator aus München, Söder meinte jetzt sogar, "es muss sich tatsächlich etwas ändern".

Immerhin ein Eingeständnis, daß sich bis jetzt jahrelang nichts geändert hat.

Weiterhin sagte er: „Wir reagieren bei jedem solchen Anschlag besonnen, aber ich sage Ihnen auch, dass unsere Entschlossenheit wächst. Es ist nicht der erste Fall, und wer weiß, was noch passiert“.

Na das ist ja toll. Die Entschlossenheit wächst also. Auf einer Skala von 1-10, wo steht denn da die Entschlossenheit aktuell? 

Wie viele Anschläge brauchen wir denn noch, bis die Entschlossenheit ausgewachsen genug ist, etwas zu ändern? Und beinhaltet diese entschlossenste aller Entschlossenheiten dann auch, vielleicht mit der einzigen Partei, die bisher wirklich etwas dagegen tun will, zusammenzuarbeiten? Oder ist die Brandmauer inzwischen so hoch und stabil, daß auch diese Anschläge sie nicht erschüttern können?

Mit den Grünen jedenfalls wird das nichts werden. Mit denen liebäugelt ja Rückwärts-Merz insgeheim, sollte es mit den Roten allein nicht reichen, Macht und Geld abzusichern, wovon Stand heute auszugehen ist.

Da hatte sich doch der umstrittene Kinderbuchautor tatsächlich mal gewagt, das Schauspiel ein wenig interessanter zu machen und in seinen 10-Punkte-Plan Passagen zu möglichen Abschiebeplänen und beschleunigtem Asylverfahren reingeheuchelt (hätte er eh nie durchgesetzt), aber da hat er nicht mit seiner Partei gerechnet. Die wollten gar nicht erst abwarten, daß man sich später einfach nicht mehr an die Punkte gebunden fühlt, die da in dem Plan stehen und hat sie mal eben rausgestrichen. 

Die gestrichene Passage war wohl diese:

"Die Sicherheitsbehörden brauchen das Personal, die Technik und die Befugnisse, um Gewalttäter dingfest und Terroristen rechtzeitig ausfindig zu machen und Anschlagspläne aufzudecken. Zu einer Sicherheitsoffensive gehören auch Schritte, die die irreguläre Migration weiter reduzieren und begrenzen. Damit erhalten wir auch die Akzeptanz für eine humane Flüchtlingspolitik."

Also selbst diese banalen Allgemeinplätze, die man mit politischen Satzbausteinen einfach wieder wegreden kann, sind für die Grünen nicht darstellbar. Und das nach dem Messer-Attentat von Aschaffenburg. Man kann sich nur schwer vorstellen, mit was für einer Sorte Mensch man es hier zu tun hat.

Ach übrigens, der Prozess um den Messer-Attentäter von Mannheim begann ausgerechnet heute. Keine Ahnung, ob das irgendwas zu bedeuten hat oder ein Zusammenhang besteht, aber die Aufmerksamkeit ist nun garantiert nicht nach Stuttgart zum Oberlandesgericht gelenkt.

Der Täter soll übrigens dieser Herr hier sein:




Nach ersten Informationen hält er sich seit 2016 (!!!) in Deutschland auf. Als abgelehnter, aber geduldeter Asylbewerber. Und angeblich ausreisepflichtig seit 2020.

Scheinbar hat er sich hier ein recht gutes Leben aufgebaut, inklusive Dauerkarte im Fitness-Club und Teilnahme an deutschen Meisterschaften im Bodybuilding und Influencer-Kanal.

Wieso dreht so jemand dann nach Jahren so durch?

Eigentlich ist es mir scheißegal, wieso der durchgedreht ist. Wäre er nicht hier, wäre das nicht passiert. Das ist das Einzige, was man dazu wissen muss. Und das gilt für alle, die ebenso hier sind, ohne hier sein zu dürfen. So groß kann der positive Beitrag, den der ein oder andere eventuell leistet, gar nicht sein, daß wir dieses Risiko solcher Anschläge eingehen könnten.




Das hat Merkel geschafft!