Dienstag, 13. Januar 2026

Sonne im Herzen, Dunkelheit im Oberstübchen

"Die Sonne schickt keine Rechnung".

Diesen eingängigen Satz hört man ja öfter von den Freunden der sog. "Energiewende", wenn sie auf die vermeintlichen Vorteile von Solaranlagen verweisen wollen.

An sich ist der Satz ja ziemlich dumm, weil auch Kohle, Uran und Gas keine Rechnung schicken.

Klar, man muss sie aus der Erde holen, das kostet, aber die Sonnenstrahlen muss man ja auch irgendwie "einfangen", um sie nutzbar zu machen.

Und da man für die Erzeugung von Strom aus Solarzellen - genauso wie bei Kohle, Uran oder Gas - bestimmte technische Einrichtungen benötigt und kein Mensch auf dieser Welt diese Einrichtungen umsonst herstellt, liefert und aufbaut, schickt natürlich auch die Sonne eine Rechnung. So wie jeder andere Kraftwerksbetreiber auch.

Allerdings gibt es Zeiten im Jahr, wo der Satz doch eine gewisse Berechtigung hat. Da schickt die Sonne zwar immer noch eine Rechnung, aber eben eine sehr kleine.

So wie jetzt aktuell im "Energiewende"-Vorzeigeland Deutschland, auf das ja fast der ganze Rest der Welt hoffnungsvoll schaut und quasi in den Startlöchern steht, es uns gleich zu tun.

Ironie wieder aus.

So eine Zeit mit einer kleinen Rechnung der Sonne erleben wir jetzt gerade. Deutschland hat ja wegen der globalen Erwärmung einen lange nicht gesehenen Winter erlebt, vor allem im Norden und das hat natürlich Einfluss auf die Stromerzeugung.

Schneebedeckte Solaranlagen liefern nun mal kaum Strom, auch wenn einige "Experten" das Gegenteil behaupten.

Und auch Wolken ohne Schneefall sind nicht die günstigste Bedingung für Solaranlagen.




Auf der "SMARD"- Webseite der Bundesnetzagentur kann man sich verschiedene Daten zum Energiemarkt Deutschland ansehen und herunterladen.

Ich hab das mal gemacht mit der tatsächlich realisierten Erzeugung von Strom im Zeitraum 01.01.2026, 0:00 Uhr bis heute, am 13.01.2026, 13:00 Uhr. Viel mehr Daten lagen vorhin nicht vor.

Die Daten habe ich als Excel runtergeladen und mit einer kleinen Pivot-Tabelle gefiltert.

Hier das Ergebnis:




In der oberen Zeile sehen wir die insgesamt im Zeitraum erzeugten Strommengen in MWh, aufgeteilt nach den wichtigsten Erzeugungsarten. Da fällt schon der kleine Betrag in der Mitte auf.

Darunter hab ich die aktuelle Installierte Kapazität, also die Nennleistung aller existierenden Kraftwerke aufgelistet. Da kann es je nach Quelle mal ein halbes oder ein GW nach oben oder unten gehen, aber die Größenordnungen passen. Es müssten Zahlen aus Mitte bis Ende 2025 sein.

Daneben, unter der Teilüberschrift "Strom", stehen die Strommengen aus der ersten Zeile, umgerechnet in GWh.

Daneben dann die erzeugte Strommenge je GW Installierter Leistung. Also anders ausgedrückt: wieviel Strom hat 1 GW Installierte Leistung im Zeitraum produziert. 

Schon da sehen wir das ganze Drama an der Zahl der Volllaststunden im genannten Zeitraum.

Photovoltaik hat zwischen 01.01. und 13.01.2026 in ganz Deutschland eine Strommenge erzeugt, die etwa 3 Volllaststunden entspricht. Ganz rechts steht orange unterlegt die Gesamtzahl an Stunden in diesem Zeitraum. Es sind 301. Photovoltaik hat also rechnerisch an 3 von 301 Stunden die Last geliefert, die sie als Nennleistung zur Verfügung hat. Das ist 1%!!!

Nun kann man berechtigterweise einwenden, daß man natürlich nicht die gesamten 301 Stunden als Basis nehmen darf, weil ja nachts sowieso die Sonne nicht scheint, die Solaranlagen also gar nicht liefern können und auch sonst im Winter weniger Strom erzeugen.

Richtig. Also schauen wir mal auf übliche Volllaststunden von PV-Anlagen in Deutschland. Anlagenerträge werden typischerweise mit etwa 1.000 Volllaststunden im Jahr berechnet.

Der Großteil, etwa 75% entfällt davon auf das Sommerhalbjahr und in den drei Wintermonaten Dezember bis Februar geht man von etwa 30 Volllaststunden pro Monat aus. Für den fast halben Monat bis 13.01., 13:00 Uhr wären wir also bei etwa 13-14 Volllaststunden, die normal wären. Und was haben wir? Nicht mal 3 Volllaststunden.

Das bedeutet: bei einem strengen Winter reduziert sich die ohnehin schon schwache Winterleistung von PV-Anlagen mal eben um 80%.

Und schauen wir nochmal ganz kurz nach links: Photovoltaik hat mit riesigem Abstand die höchste Installierte Leistung und erzeugt so gut wie keinen Strom!

Denn tatsächlich liefen die 116 GW Photovoltaik nicht an 3 Stunden im Volllastbereich, sondern tagsüber an vielen Tagen mit wenig bis gar keiner Leistung. Also der erzeugte Strom ist nicht der Rede wert. Es ist quasi so, als ob gar kein Strom erzeugt wurde. Jedes Kohlekraftwerk hätte das locker mit übernehmen können.

Was für eine Verschwendung von Ressourcen in Form der PV-Anlagen!

Nun kann man ja sagen, daß das eine gute Sache für die Stromkunden wäre, weil ja in dieser Zeit die Betreiber der Anlagen auch keine EEG-Vergütung für die Einspeisung ins Netz bekommen. Blöderweise haben die Stromkunden aber nichts davon, weil die EEG-Vergütung vor 3,5 Jahren mit mehr oder weniger großem Getöse von der Stromrechnung genommen und dem Steuertopf übergeben wurde.

Ein spitzfindiger Klugscheißer könnte jetzt sagen, daß damit dem Steuerzahler Kosten erspart wurden, aber auch das stimmt nur bedingt, weil die Betreiber für die Zeit in der die Anlagen liefen, die Differenz zwischen dem Börsenerlös (der gegen NULL ging) und der EEG-Förderung bekommen. Zwar nur für die geringen Mengen, die tatsächlich produziert wurden, aber eben die volle Förderung. Nennt sich "Marktprämienmodell".

Aber immerhin musste nur für die wenigen erzeugten Strommengen bezahlt werden. Allerdings ist die Aufgabe von Stromerzeugungsanlagen nicht, keinen Strom zu produzieren, um Kosten zu sparen, sondern es soll Strom produziert werden!

Aber das Problem ist in dem Fall nicht so sehr das Geld, sondern die quasi völlige Abwesenheit von Strom aus PV-Anlagen. Für die nicht gelieferten Strommengen mussten die anderen Kraftwerke einspringen, was vor allem Kohle- und Gaskraftwerke waren, weil auch die Windmühlen nicht immer genau dann ihren Strom liefern, wenn er benötigt wird, sondern dann, wenn der Wind weht. 

Fällt das in die Zeit hoher Stromverbräuche, erhöht das die Stückkosten der konventionellen Kraftwerke oder der Windstrom muss ans Ausland billig verkauft oder noch mit zusätzlichem Geld verschenkt werden oder man schaltet sogar Windmühlen wegen Netzüberlastung ab und die bekommen trotzdem ihre Vergütung. Während auch die konventionellen Kraftwerke natürlich bezahlt werden.

Das bedeutet, man muss die konventionellen Kraftwerke immer vorhalten, um den Bedarf zu decken, wenn Sonne und Wind nicht liefern. 

Und natürlich sind das zusätzliche Kosten!

Allein für die 116 GW Installierte Leistung bei Photovoltaik-Anlagen wurden bei durchschnittlichen Herstellungs- und Installationskosten von 1.500 Euro je kW Leistung gigantische 174 Mrd. Euro ausgegeben! Wahrscheinlich eher noch mehr, weil die Preise am Anfang höher waren. Selbst heute gibt es ja noch die Preisspanne von 1.200 bis 1.800 Euro je kW.

Das ist übrigens ein ähnlicher Preis wie bei Kohlekraftwerken. Da werden Spannen von 1.400 bis 2.200 Euro je kW angegeben, abhängig davon, ob es ein Braunkohle- oder Steinkohlekraftwerk ist. Für die gesamte Installierte Leistung an Kohlekraftwerken in Höhe von 31 GW haben wir also irgendwann mal etwa 55 Mrd. Euro ausgegeben!

55 Mrd. vs. 174 Mrd.

Und dann stellen wir einfach mal die erzeugten Strommengen gegenüber! Und da gibt es dann tatsächlich noch "Experten", die halten Stromerzeugung aus Sonne und Wind für billiger.

Gaskraftwerke kosten übrigens etwa die Hälfte von Kohlekraftwerken, da ist der Vorteil also noch größer gegenüber Wind und Sonne. Da sind dann auch die Brennstoffkosten zweitrangig.

Und allein für die Onshore-Windmühlen, immerhin 68,1 GW Installierte Leistung, wurden im Lauf der Jahre etwa 110 Mrd. Euro fällig, bei durchschnittlichen Kosten von 1.600 Euro je kW.

Man muss schon ziemlich ignorant und ideologisch verstrahlt sein, all diese Probleme und Kosten nicht sehen zu wollen oder zu können.

Und dazu kommen noch etwa 20 Mrd. Euro pro Jahr an lfd. Vergütung aus Steuermitteln für alle Solar- und Windanlagen!

Die kann man übrigens schön im EEG-Konto der Übertragungsnetzbetreiber sehen. Die Zahlen für das Jahr 2025 liegen ja inzwischen vor.

Da gibt es unter den Einnahmen den Posten "Zahlungen der Bundesrepublik Deutschland an die Übertragungsnetzbetreiber...". Das sind die Steuergelder, die letztlich über die Ü-Netzbetreiber an die Betreiber der Solar- und Windanlagen gezahlt werden. Biomasse natürlich auch.

Und diese Steuermittel haben sich im Jahr 2025 auf stolze 16,5 Mrd. Euro summiert.

Auf der Ausgabenseite findet man dann den Gegenposten "Zahlungen nach § 19 EEG und § 50 EEG ...".

Das sind die tatsächlich an die Betreiber gezahlten Fördergelder. Und die summieren sich auf 18,5 Mrd. Euro in 2025. In den Vorjahren waren es auch gern mal über 20 Mrd.

Für die notwendige Beschaffung und Abrechnung von Ausgleichsenergie, also quasi Glättung der flukturierenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne in den einzelnen Bilanzkreisen wurden nochmal ca. 468 Mio. Euro fällig. Kosten, die es ohne das EEG nicht geben würde!

Und die Kosten für den Netzausbau sind hier noch nicht mal zu sehen. Die landen nämlich in den Netzentgelten, die alle Stromkunden zahlen müssen.

Und all diese Informationen sind frei und öffentlich verfügbar! Und dennoch gibt es Leute, die immer noch behaupten, daß eine wetterabhängige Stromerzeugung aus Sonne und Wind günstiger wäre. Die einen lügen bewusst, die anderen sind zu dumm, die Lügen zu entlarven und plappern es dann noch.



Montag, 12. Januar 2026

Was kostet die Welt?

Was kostet die Welt? Den Spruch hat jeder schon mal gehört oder ironisch, rhetorisch selbst benutzt.

Viel interessanter ist aber, was die Rettung der Welt kostet? Wer weiß denn sowas?

Dank des ÖRR und seines Wissensmagazins "Quarks" aus dem ARD-Kompetenzzentrum "Wissen/Bildung/Schule" (ja, sowas gibt es wirklich!) haben wir jetzt mal einen Anhaltspunkt.

Anlässlich des Austritts der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen haben die Quarktaschen eine Infokachel für Social Media gebastelt, in der sie uns aufklären.




Pro Jahr haben die USA etwa 11 Mrd. US-Dollar zur "globalen Klimafinanzierung" beigesteuert.

Also die 4 oder mehr Jahre, in denen Trumps und eventuell die folgende Vance-Administration diesen Unsinn nicht mehr finanzieren werden, also irgendwas zwischen 50 und 100 Mrd. Euro, werden bis zum Jahr 2100 dazu führen, daß sich die Welt um 0,04 Grad zusätzlich erwärmt.

Andersrum gesagt: mit diesen Zahlungen würden wir dafür sorgen, daß es bis zum Jahr 2100, also in gut 75 Jahren, 0,04 Grad kühler wird oder jedenfalls nicht 0,04 Grad wärmer.

Jetzt weiß man nicht, ob diese "Erwärmung" um 0,04 Grad berechnet ist, wenn bis zum Jahr 2100 kein Geld mehr aus den USA fließt oder ob das nur der Effekt der jetzt fehlenden Zahlungen im Jahr 2100 ist.

Aber es ist egal: jeder, der behauptet, so etwas berechnen zu können ist an sich schon für unzurechnungsfähig zu erklären. Und wer dann bei so einer "Berechnung" auf 0,04 Grad in 75 Jahren kommt und das auch noch "Erwärmung" nennt, der sollte ebenfalls für unzurechnungsfähig erklärt werden.

Und wer solche Informationen dann auch noch aufgreift und ernsthaft in einer Info-Kachel fürs Volk im Rahmen von "Wissen/Bildung/Schule" verbreitet, der kann nur beim zwangsfinanzierten ÖRR arbeiten!

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: 0,04 Grad bis zum Jahr 2100! Und die meinen das ernst! Wirklich!

Und da wundern sich diese Quarktaschen noch, wenn man ihre Abschaffung fordert.

Das hat ungefähr das Niveau wie ein paar Infokacheln, die jetzt anlässlich des Winterwetters von mehreren ARD-Anstalten veröffentlicht wurden. Auch von der Tagesschau-Redaktion:




Der RBB hat eine ähnliche Kachel mit gleichem Inhalt aber anderer Grafik veröffentlicht.

Leute, im Ernst: geht's noch? Habt ihr alle ein Ei am Wandern?

Gibt es wirklich niemanden mehr in den Redaktionen, der bei so einem Unsinn mal "Stopp" oder "NEIN! Machen wir nicht!" sagt?

Also vielleicht sind diese sog. "Journalisten" selbst so minderbemittelt, daß sie solche Informationen für hilfreich halten oder aber sie halten ihre Zielgruppe dafür. Egal wie, es ist einfach unfassbar lächerlich.

Fehlt eigentlich nur ein Hinweis, daß man beim Kacken keinen Kopfstand machen soll oder daß es hilfreich ist, die Augen zu öffnen, wenn man etwas sehen möchte.

Ich meine... "Tagesschau". Die glauben doch immer noch, die Krone seriöser Berichterstattung zu sein, das Flaggschiff im deutschen Nachrichtenwesen quasi  und dann sowas.

Schön auch, wie sie mit diesem roten Vektorpfeil einen Hauch von Physik und fachlicher Basis vortäuschen wollen. So lächerlich!

Und dann geben sie dafür auch noch eine Quelle an!

Als ob es für diese Banalität eine Quelle bräuchte. Alter...! 🤡🤡🤡

Da könnte ich auch nach einer Quelle fragen, wenn jemand sagt, daß morgen wieder die Sonne aufgeht.

Diesen Anstrich von "Wissenschaftlichkeit" haben sich auch die Schwätzer von Quarks bei ihrer Infokachel zum Thema Klima ganz oben gegeben.

Die haben tatsächlich für die banalen Informationen ein paar Professoren und Doktoren zitiert.

Und dann sehen das dumme Menschen, sind beeindruckt und schwurbeln dir was vor von "Wissenschaft", von der du selbst keine Ahnung hättest.

Das ist so etwa wie jemand, der einen völlig banalen Satz aus einer Oper zitiert und sich dabei als "Kulturmensch" geriert. Ist aber auch nichts weiter als Klugscheißerei. So wie bei den Quarktaschen.

Aber sowas halten die Leute inzwischen für "Wissenschaft".

"Wissen/Bildung/Schule"... armes Deutschland!




Dienstag, 6. Januar 2026

Hört auf die Experten!

Seit 26 Jahren kann man jetzt fast jeden Winter diese Vorhersage eines sog. "Experten" im SPIEGEL hervorholen und sich darüber amüsieren.





Das ist quasi der Running Gag der Klimaforschung.

"...wird es in unseren Breiten nicht mehr geben."

Und so sieht die Wettervorhersage für einige deutsche Städte am 05.01.2026 aus. Deutschland liegt doch "in unseren Breiten", oder?





"...wird es nicht mehr geben."

Naja, eine genaue Zeitangabe hat er ja nicht gebracht, vielleicht meinte er ja auch erst ab dem Jahr 2050 oder.

Hört auf die Experten!!!




Sonntag, 4. Januar 2026

E-Mobilität, wie läuft's?

Und noch ein Beitrag zum Thema, wie der angebliche Fortschritt bei der E-Mobilität so läuft.

Ich habe ja hier schon mehrere Beiträge dazu verfasst.

Preise, Ladeinfrastruktur, Reichweite und Ladezeiten, das sind die drei großen Probleme.

Schauen wir mal bei weiteren aktuellen Modellen.

VW hat es geschafft, den ID.3 preislich in die Nähe eines VW Golf zu bringen. "Geschafft" ist dabei vielleicht falsch ausgedrückt, denn das ist wohl eher eine Marketingmaßnahme, um die Verkäufe des ID.3 zu erhöhen, als daß sie die Herstellungskosten gesenkt haben und das an die Kunden weitergeben.




Die knapp 500 Euro Preisunterschied sollten in der Käufer-Zielgruppe keine große Rolle spielen, zumal die Autos durch Sonderausstattungen eh gern mal an der 40.000er-Marke schnuppern.

Viel interessanter: Reichweite. Und dazu hat die Auto-Bild in diesem Vergleichstest auch mal die Kosten je km ermittelt.

Das Ergebnis vorneweg:

Der ID.3 aus dem Baujahr 2025 kommt im Test auf eine berechnete Reichweite von 364 km, wenn man den Akku komplett leer fahren würde. Das ist schon mal eine Abweichung von 16% zum offiziellen WLTP-Wert von 432 km, der in den Verkaufsprospekten angegeben wird. In der Realität werden dann daraus noch etwa 250 km, wenn man immer zwischen 10 und 80% Akkustand fährt. Ladezeiten wurden in dem Test nicht angegeben, aber es werden auch so um die 25 Minuten sein, bis 80% geladen sind.

Was aber in dem Beitrag erwähnt wird: der ID.3 ist bei 160 km/h abgeregelt. Mehr geht nicht. Okay, sollte man sowieso nicht machen, weil dann die 250 km Reichweite auch nicht mehr erreicht werden. Der Golf kann 230 schnell rennen und dann steigt der Verbrauch auch nicht ins Unermessliche, zumal ja niemand permanent mit 230 durch die Gegend jagt, sondern nur mal in Ausnahmefällen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, daß Geschwindigkeiten über 160 km/h auf der Autobahn durchaus mal hilfreich sein können, wenn man kein Verkehrshindernis sein will oder einem Pulk von Verkehrshindernissen entkommen möchte oder es einfach mal eilig hat. Und ganz ehrlich, selbst die 160 km/h testen E-Autofahrer selten aus.

Und was in dem Test noch verglichen wurde: die Kosten je km. Und da heißt es ja seit Jahren, daß ein Elektroauto im Alltag günstiger ist.

Der Verbrenner-Golf startet da mit einer kleinen Bürde in Form von jährlichen Steuern und schwankenden Kraftstoffkosten, die schon mal höher ausfallen können als die Stromkosten, allerdings rechnet die Auto-Bild hier mit 1,88 Euro je Liter Super-Benzin. Das halte ich dann doch für ein wenig zu hoch. Ich fahre zwar selbst Dieselautos, aber ich sehe ja die Preise für Benzin. Da steht auch gern mal eine 1,6 oder eine 1,7 vorn. Und wenn man die künstliche Benachteiligung der Verbrennermotoren in Form der CO2-Abgabe (Zertifikatehandel und so), dann wird es noch günstiger. Und jedes Gesetz, das aktuell in Kraft ist, kann auch geändert werden. Man muss nur wollen.

Egal, die höheren Kosten an der ein oder anderen Stelle holt der Golf am Ende dann mit einem höheren Restwert, also Wederverkaufswert komplett auf und ist am Ende sogar ein klein wenig günstiger als der ID.3.




Am Ende stehen da 51 ct/km gegen 53 ct/km zugunsten des Golf.

Okay, das ist jetzt keine Differenz, auf die ich als Käufer achten würde, zumal die tatsächlichen Kosten ja immer vom individuellen Fahrverhalten und anderen subjektiven Entscheidungen abhängen, aber jedenfalls ist der ID.3 im Unterhalt nicht günstiger!

Und beim geringeren Restwert haben wir ja das nächste Problem der E-Autos: beim in der Regel höheren Anschaffungspreis muss man in der Laufzeit den höheren Wertverlust herausarbeiten, um das Geld für den nächsten Wagen zusammenzubekommen.

Von den Problemen, ein E-Auto überhaupt noch als Gebrauchtwagen loszubekommen mal ganz abgesehen. Aktuell stehen die sich die Räder in die Karosserie.

Okay, wenn man ein Leasingfahrzeug nimmt, liegt das Risiko bei der Leasingfirma, aber ewig werden die sich diese Risiken auch nicht in die Bücher laden.

Das klappt alles nur, solange die Politik das durch Druck in irgendeiner Form unterstützt. Und auf die KfZ-Steuer wird der gierige Staat bei E-Autos auch nicht ewig verzichten.

Und VW wird mit diesen Kampfpreisen auch nicht genug Geld verdienen, um die hohen Entwicklungskosten wieder einzuspielen.

Okay, soviel dazu.

Schauen wir auf ein anderes Modell und beschränken uns vor allem auf den Preis.

Mazda hat seinen schicken 6er elektrifiziert und er ist tatsächlich nochmal ein wenig schicker geworden. Rechts im Bild.




Die Reichweite beträgt mit vollem Akku magere 324 km, realistisch werden daraus dann auch wieder nur etwa 250 km. Nicht massentauglich!

Zum Preis: Mazda ruft mindestens 44.900 Euro für die schicke, große Limousine auf. Klingt nicht unvernünftig, allerdings starten die nicht weniger schicken und geräumigen Verbrenner-6er schon bei 35.000 Euro.

Da liegen mal eben knapp 10.000 Euro zwischen. Ein Unterschied von über 20%!

Das ist schon ein Argument bei der Zielgruppe.

Also auch hier: kein großer Fortschritt bei den Problemen der E-Mobilität.

Zum Schluss noch ein Schmankerl!

Opel hat von seinem beliebten Kompakt-SUV Mokka jetzt eine GSE-Variante im Programm. Also ein elektrischer GTI quasi oder ein GSi in der Opel-Sprache. Leider gibt es keinen vergleichbaren Verbrenner beim Mokka. Die Verbrennervarianten sind eher als vernünftige Alltagsfahrzeuge gedacht, nicht als Sportler.

Wie auch immer, der Mokka GSE kostet ab 47.300 Euro, hat 281 PS und darf tatsächlich 200 km/h schnell fahren.




ABER: schon die offizielle Reichweite nach WLTP liegt bei nur 336 km. In der Realität werden daraus dann 230-240 km.




Da kann der Fahrer eines VW Golf GTI nur müde lächeln. Der zahlt etwa genauso viel und kann seine Leistung permanent nutzen und ist auch noch schneller, was bei Käufern sportlicher Spitzenmodelle eine Rolle spielt.

Ich bezweifle mal, daß der Opel GSE ein Verkaufsschlager wird. Er wird nicht mal in die Nähe der Verkaufszahlen eines Golf GTI oder eines Opel Astra GSi kommen. 

Wieso bietet Opel sowas überhaupt an? Wer soll sowas kaufen?

Egal, nicht mein Problem.

Wir sehen allerdings, daß auch bei diesen aktuellen Modellen kein wirklicher Fortschritt für die E-Mobilität zu erkennen ist.





Was Politik und Medien anrichten...

Diese Bastarde!




Sowas kommt davon, wenn korrupte Politiker, "Wissenschaftler" und Medien jahrzehntelang Panik verbreiten. Das ist die Konsequenz, wenn man dummen Menschen quasi täglich in die Köpfe hämmert, daß die Erde vor dem Kollaps steht!

Da finden sich immer ein paar besonders Bekloppte, die das nicht nur glauben, sondern die Sache auch selbst in die Hand nehmen wollen!

Die Politik züchtet sich regelmäßig Extremisten in allen Bereichen heran. Vor allem von links-grün, weil es da angeblich um die "Existenz der Menschen" geht.

Und diese Elendsgestalten glauben dann noch, sie würden etwas Gutes tun und "die Reichen treffen".

Zitat aus dem Bekennerschreiben:


"Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten.

Wir können das Ende der imperialen Lebensweise einleiten.

Wir können den Raubbau an der Erde stoppen.

In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels.

Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut.

Wir wissen, wir müssen diese Zerstörung unterbrechen. Wir wissen, wir sind nicht alleine. Gebt die Hoffnung auf eine Welt nicht auf, in der das Leben Platz hat und nicht die Gier nach Geld, Macht und Zerstörung."


Tatsächlich treffen sie alle sozialen Schichten: Familien mit kleinen Kindern, Ältere und Kranke in ihren Wohnungen, alte Menschen in den Pflegeheimen, Patienten in Krankenhäusern, Arztpraxen, Kindergärten und natürlich auch Gewerbebetriebe.

Die "Reichen", die diese asozialen Gestalten treffen wollen, ziehen einfach in ein Hotel oder verlängern ihren Urlaub in den Bergen. Die stört es am wenigsten, was diese Unmenschen da angerichtet haben!

Und ich habe bei solchem destruktiven, zerstörerischen Gesindel auch keinerlei Probleme mit der Todesstrafe! Was will man von diesem Abschaum noch Positives erwarten? Die nehmen eiskalt Tod und Zerstörung in Kauf, auch wenn sie in ihrem Bekennerschreiben schwurbeln, daß sie das nicht wollen und die Auswirkungen gar nicht so schlimm sein werden.

Diese Leute haben keinerlei Verantwortungs- und Mitgefühl!

Wir haben gestern gerade die Oma im Pflegeheim besucht. Wir haben die alten Menschen dort gesehen, die dort zum Teil ihre letzten Tage oder Monate verbringen. Fällt dort der Strom oder die Heizung aus, dann müssen diese Menschen evakuiert werden, so wie es gerade auch im Südwesten Berlins passiert. Was so ein Stress bei diesen Menschen auslöst, welche Angst und die Folgen davon, ist den linken Ratten scheißegal!

Diese Kriminellen haben jedes Anrecht auf Rücksicht und Gnade verspielt. Die werden es immer wieder tun, wenn man ihnen nicht dauerhaft die Möglichkeit nimmt.

Aber dazu ist die Politik in diesem Land weder willens noch in der Lage und im Bundes-Shithole Berlin schon gar nicht. Stattdessen verfolgt man Rentner, die das Kaiserreich schön finden und Steuersünder, die eine Hundematte falsch deklariert haben. Oder Leute, die ihren Unmut über die Situation in diesem Land in den Sozialen Medien äußern.

Oder man sperrt Journalisten die Konten und belästigt sie mit Hausdurchsuchungen, wenn sie die Regierung kritisieren.

Man kann nur hoffen, daß diese Aktionen auch solche treffen, die durch Kreuze auf dem Wahlzettel oder durch Spenden die Hintermänner unterstützen, die die theoretischen Begründungen für diesen Terror erfinden und über die Medien und die korrupte Wissenschaft verbreiten.





Freitag, 2. Januar 2026

E-Mobilität... schon ein Fortschritt?

In unregelmäßigen Abständen schaue ich ja hier auf die Entwicklungen in der E-Mobilität, vor allem ob die Versprechen von Politik und Herstellern hinsichtlich der Massentauglichkeit von E-Autos erfüllen.

Bisher scheiterten die Träume vom Siegeszug der E-Autos vor allem an drei Dingen: Preis, Ladeinfrastruktur und geringe Reichweite, wobei letztere mit der Infrastruktur zusammenhängt, denn wenn man überall in wenigen Minuten den Akku auf 100% vollladen könnte, dann würden viele auch mit Reichweiten um 300 km leben können.

Das wird mit der Zeit, sagen Politiker und Hersteller. Akkus werden immer billiger, die Infrastruktur wird ausgebaut und die Reichweiten werden auch größer.

Nun, an den Preisen tut sich hier und da ein wenig, aber generell gibt es immer noch einen Abstand von 15-20% zum vergleichbaren Verbrenner und die Infrastruktur ist noch lange nicht massentauglich. Was ist mit den Reichweiten?

Schauen wir doch mal auf aktuelle Modelle.

Die Auto-Bild hat aktuell einen Genesis GV70 Electrified im Dauertest über 100.000 km.




Schickes Ding! Gefällt mir optisch richtig gut. Der Testwagen ist knapp 2,5 Jahre alt, hat damals über 84.000 Euro gekostet und ist knapp 60.000 km gefahren.

Wir können es kurz machen (und die Überschrift sagt es ja schon).

Sehr weit kommt man mit dem Ding nicht, trotz eines recht großen Akkus mit einer Kapazität von 74 kWh. Beim Testverbrauch, also normaler Fahrweise, muss man etwa so alle 300 km an die Ladesäule.

Diese Zahl kenne ich nun seit Jahren! Mal sind es 330, mal 350, aber meist steht eine Drei am Anfang.

Da gibt man also über 84.000 Euro aus für ein - zugegebenermaßen sehr schickes E-Auto - und muss alle 300 km an die Ladesäule, wenn man dessen Potential nutzt?

Hm, weiß nicht... wo ist der Fortschritt?

Gut zu wissen, daß es diesen Wagen auch als Verbrenner gibt. Der ist genauso schick, hat auch viel Leistung (die man auch permanent nutzen kann) und muss nicht alle 300 km an die Ladesäule.

Aber gut, der Genesis GV 79e ist ja nun schon mindestens 2,5 Jahre alt. Was ist mit noch aktuelleren Modellen?

Mercedes schiebt gerade seine neue Kompakt-Limousine CLA in die Verkaufsräume.




Auch hier hilft wieder die Auto-Bild, die den Wagen gerade einem ersten Test unterzogen hat.

Am Anfang viel Lob. Angeblich 792 km Reichweite. Steht links im Einführungstext.

Rechts in der weißen Bubble steht dann die Realität: 508 km Reichweite. Also Testverbrauch. Die 792 sind ja nur der rechnerische Wert entsprechend dem WLTP-Protokoll. Ausnahmslos alle E-Autos liegen jedoch in der Praxis weit unter den theoretischen Werten. Im Schnitt so etwa 20%. Hier sind es sogar mehr als 35% Abweichung von der offiziellen Angabe im Verkaufsprospekt.





Und wir dürfen nicht vergessen, daß die 508 km nur die rechnerisch Reichweite bei voller Ausnutzung des Akkus sind, also 100%! 

Das ist nur der Wert aus Verbrauch mal Akku-Kapazität. In der Realität werden E-Autos schon bei viel niedrigeren Akkuständen aufgeladen. Wenn man kein Eigenheimbewohner mit Wallbox in der Garage ist, wo man quasi jederzeit aufladen kann, dann nutzt man eigentlich immer nur 60-70% der Kapazität des Akkus.

Es hat einen Grund, weshalb die Hersteller die Ladezeiten in den Prospekten immer für den Bereich 10/20 - 80% angeben. Darunter und darüber dauert es erheblich länger, bis der Strom seinen Weg in den Akku findet. Für die letzten 20% können da schon mal 1 oder 2 Stunden zusammenkommen..

Wenn man unterwegs ist, hat man nicht die Zeit, stundenlang zu warten. Die Aufladung auf 80% dauert ja eh schon 20-30 Minuten. Hier beim nagelneuen CLA, mit seinem 800 Volt-Bordsystem und 320 kW Ladeleistung dauert es ja auch immer noch 22 Minuten. Und das auch nur, wenn die Ladesäule diese 320 kW überhaupt abgeben kann, was in der Realität eher selten der Fall ist.

In einigen Testberichten wird inzwischen sogar angegeben, wieviel Zeit es kostet, bis man 200 oder 300 km Reichweite hinzugefügt hat. Unabhängig vom Ladestand des Akkus.

Es gibt Gründe für solche Angaben! Und die liegen in der Realität! Und die heißt, daß man ohne heimische Wallbox oder Ladestation am Arbeitsplatz tatsächlich alle 200-300 km irgendwo ranfahren muss, um mobil zu bleiben.

Auf den brandneuen CLA bezogen, der wirklich neueste Batterietechnik zur Verfügung hat, bedeutet dies, daß von den 508 km Reichweite im Alltag wieder nur etwas mehr als 300 km übrig bleiben.

Und das auch bei normaler Fahrweise. Will man das volle Leistungspotential dieser E-Autos nutzen oder hat man es eilig, dann sinkt die Reichweite noch mehr.

Ich konnte das kürzlich wieder live beobachten. Ich habe vorgestern an einem Tag ca. 1.200 km Fahrt hinter mich gebracht. 1.100 km davon auf der Autobahn. Ich habe eine Menge teurer E-Autos überholt, die auf der rechten Spur mit 110 oder 120 km/h gebummelt sind.

Sie werden ihre Gründe gehabt haben.

Überholt wurde ich von keinem einzigen E-Auto. Nur im Stadtverkehr beim Ampelstart. Naja, wer es braucht...

Die versprochene Reichweite erreicht man nur näherungsweise, wenn man die passenden Reifen vom Werk nimmt (also nichts da mit schicken Breitreifen auf Alus) und bei der Zusatzausstattung spart. Da kriegst du dann also ein schmal ausgestattetes Auto auf dünnen Reifen für über 55.000 Euro Einstiegspreis. Toll. Das nenn ich Fortschritt.

In derselben Ausgabe der Auto-Bild wurde übrigens auch ein aktueller BMW X3 als Diesel 40d getestet.




Zu Preisen ab etwa 70.000 Euro (ohne Zusatzausstattung) bekommt man einen feinen Reisedampfer in der Größe des oben erwähnten Genesis GV 70e. Der ist ähnlich groß, genauso gut verarbeitet und kostet weit über 80.000 Euro. Er hat zwar 490 PS Systemleistung, der BMW "nur" 303, allerdings steht diese Leistung beim BMW quasi permanent zur Verfügung und nicht wie bei E-Autos nur für kurze Zeit.




Mit dem tatsächlichen Testverbrauch von 6,6 Litern und einem Tankinhalt von 60 Litern kommt man damit gut und gerne 900 km weit und kann zielgenau den Tank ausnutzen bis zur nächsten Tankstelle. In dieser Zeit stand der Genesis schon 2 mal an der Ladesäule.

Also auch aktuell ist kein besonders großer Fortschritt bei Elektro-Mobilität erkennbar.

Die Zulassungszahlen steigen ja auch nicht mehr so wie in den Vorjahren. Eventuell ist der Hype auch in 2 oder 3 Jahren vorbei und E-Autos sind dann das, was sie eigentlich immer nur sein konnten: Nischenmodelle für Technikfreaks und "Klimapaniker".

Wir werden sehen.




Samstag, 27. Dezember 2025

Kernkraft und Subventionen: Fakten gegen grüne Ideologie



Immer wieder behaupten sog. "Experten" aus dem grünen Umfeld, daß Kernkraft in Deutschland nur mithilfe von massiven Subventionen möglich war und daß der Strom aus Kernkraftwerken ohne Subventionen viel teurer wäre und gewaltige staatliche Kosten verursacht hat, die im Strompreis nie enthalten waren.

Das ist natürlich Unsinn!

Gern wird dazu eine sog. "Studie" des "Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft" herangezogen, die den Titel "Staatliche Förderungen der Atomenergie" trägt. Sie deckt den Zeitraum 1950-2010 ab, also 60 Jahre. Auf dem Titel prangt groß und gut sichtbar der Schriftzug von Greenpeace, die diese "Studie" auch in Auftrag gegeben und wahrscheinlich auch finanziert haben.

Im Jahr 2020 gab es dann noch ein Update.

Dazwischen liegen nicht nur 10 Jahre, sondern auch mal eben eine sportliche Erhöhung der "gesellschaftlichen Kosten" der Kernkraft um etwa 850 Mrd. Euro auf eine gute Billion.

1 Billion Euro! In 10 Jahren!

Ich schreibe das mal in Zahlen: 1.000.000.000.000.000

Ist das richtig? Man verliert ja schnell den Überblick bei so viel Nullen.

Die vielen Nullen bei diesem Verein "FÖS" haben irgendwie auch den Überblick verloren.

Schon die erste sog. "Studie", die noch von nominalen Kosten in Höhe von etwa 150 Mrd. Euro ausging, war hanebüchener Unsinn! In Preisen von 2010 wurden daraus dann über 200 Mrd. Euro.

Nehmen wir mal an, dieser Betrag wäre korrekt, was er natürlich nicht ist, aber nehmen wir es einfach mal an, dann wären das 200 Mrd. in 60 Jahren. Nur die Subventionen für Solar- Wind- und Biomassestrom nach EEG haben diese Summe schon in etwa 10 Jahren erreicht!

Seit Beginn der Förderung im Jahr 1991 ist dieser Betrag nochmal viel höher. Also die "Experten" kritisieren 200 Mrd. in 60 Jahren und haben kein Problem mit einem viel größeren Betrag für "Öko-Strom" in etwa knapp 20 Jahren. 

Absurd! Und selektiv und tendenziös und deswegen allein schon nicht ernst zu nehmen.

Aber schauen wir mal genauer auf die Zahlen.




Schon damals bei der Studie von 2010 haben diese "Experten" ein völliges Unverständnis in fast jeglicher Hinsicht an den Tag gelegt, sei es Bilanzrecht, Steuerrecht oder grundlegendes wirtschaftliches Verständnis. Dafür waren diese "Experten" tatsächlich wahre Experten im Framing, Umdeuten und Umdefinieren.

Zum Beispiel bestand der größte Posten der damaligen "staatlichen Förderungen" aus sog. "Steuervergünstigungen".

Diese wiederum teilten sich auf in Rückstellungen und Vergünstigungen bei der Energiesteuer.

Rückstellungen!!! Ja richtig, diese Schreibtischtäter bewerten Rückstellungen als staatliche Finanzhilfe. Oder den angeblichen Steuervorteil der Rückstellungen, weil die ja als betrieblicher Aufwand den Gewinn mindern.

Immerhin 54,2 Mrd. Euro nominal sollen den Betreibern der Kernkraftwerke so zugeflossen sein, bzw. haben die jeweiligen Bundeshaushalte seit 1950 belastet. Preisbereinigt werden dann 68,3 Mrd. Euro draus.

Als jemand, der inzwischen 25 Jahre in der Finanzwirtschaft tätig ist, sträuben sich dabei nicht nur die Nackenhaare!

Nirgends und niemals hat irgendwer, der sich auch nur ein klein wenig mit Bilanzierung nach HGB auskennt, behauptet, daß Rückstellungen staatliche Hilfen wären. Niemand, außer diesen "Experten" dieses dubiosen Vereins "FÖS".

Bei diesen Rückstellungen handelt es sich bilanziell um Verbindlichkeiten. Da eine Bilanz ausgeglichen sein muss, müssen auch entsprechende Vermögenswerte gegenüberstehen. Es handelt sich also um die Ansammlung von liquiden Mitteln (in Form von Bargeld, Forderungen und Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens), um den Rückbau der Kernkraftwerke in der Zukunft finanzieren zu können, ohne direkt in die Insolvenz abzurutschen. Kurz gesagt: sämtliche Vermögenswerte in der Zukunft sollen ausreichen, um die dann fälligen Ausgaben bezahlen zu können. Idealerweise werden in der Zukunft keine Anlagegüter verkauft, sondern es reicht der Cash Flow, der in der Zukunft erzielt wird. So ein Rückbau verteilt sich ja auch über viele Jahre.

Rückstellungen sind Bestandteil des kfm. Vorsichtsprinzip, wonach für künftige Ausgaben Vorsorge zu treffen ist. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben und betreffen jedes Unternehmen, das in der Zukunft bestimmte, gewisse Ausgaben zu tragen hat, deren Höhe und Eintrittsdatum nicht genau bekannt sind. Die Rückstellungen werden im Rahmen von Gutachten geschätzt und von Wirtschaftsprüfern geprüft. Sie sind verpflichtend zu bilden und betreffen JEDES Unternehmen in Deutschland. Wie kann eine Vorschrift zur Bilanzierung, die für alle Unternehmen gilt, eine Steuervergünstigung sein?

Hier von staatlicher Finanzierung oder gar Steuervergünstigungen zu reden, ist wirklich groteske Schwurbelei!

Der wirtschaftliche Effekt ist zwar eine Reduzierung der Steuerlast während der Ansparphase der Rückstellungen, allerdings gleicht sich dieser Effekt am Ende wieder aus, wenn die Ausgaben tatsächlich zu leisten sind.

Voraussetzung dafür ist natürlich, daß dem Unternehmen nicht die Möglichkeit genommen wird, in Zukunft die bilanziellen Verpflichtungen auch tatsächlich durch Einnahmen in der Zukunft begleichen zu können. Genau dies wurde aber mit dem Atomausstieg getan. Die vorzeitige Beendigung der Laufzeiten der Kernkraftwerke hat den Betreibern die Möglichkeit genommen, in den nächsten Jahrzehnten die finanziellen Mittel zu erwirtschaften, die für den Rückbau und die Lagerung des Atommülls nötig sind.

Also das Zusammenspiel von Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash Flow ist für die FÖS-"Experten" offenbar nicht zu verstehen.

Da fallen also von den 203,7 Mrd. Euro schon mal 68,3 Mrd. weg.

Nächster großer Posten innerhalb der "Steuervergünstigungen" ist die Energiesteuer. Da geht es im Kern darum, daß bis zum Jahr 2006 Öl und Gas in der Stromerzeugung besteuert wurden, Kernkraftwerke dagegen nicht. Die FÖS-"Studie" schreibt dazu:

"Während bis zum Inkrafttreten des Energiesteuergesetzes am 1.8.2006 Öl und Gas auch beim Einsatz in der Stromerzeugung besteuert wurden, wurden und werden Kernbrennstoffe nicht besteuert. Seit dem 1.8.2006 werden in Deutschland Einsatzstoffe in der Stromerzeugung generell nicht mehr besteuert. Ein besonders ausgeprägter, selektiver Vorteil für die Atomenergie war vor diesem Hintergrund im gesamten Zeitraum bis zum 1.8.2006 zu verzeichnen, weil andere Energieträger beim Einsatz in der Stromerzeugung besteuert wurden."

Eine kurze Recherche zum Sachverhalt ergibt, daß diese Aussage eine Falschinformation ist, bzw. nur die halbe Wahrheit. 

Denn theoretisch wurden Öl und Gas über die Mineralölsteuer besteuert, praktisch allerdings wurde in Deutschland so gut wie gar kein Öl zur Stromerzeugung verwendet und auch Gaskraftwerke gab es in diesen Jahren nur sehr wenige. Die wenigen, die es gab, waren zumeist Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung in der Industrie.

Zur reinen Stromerzeugung wurde Gas im betrachteten Zeitraum kaum genutzt.

Außerdem gab es Ausnahmen und Befreiungstatbestände extra für die Stromerzeugung, die die Besteuerung in der Stromerzeugung so gut wie auf Null brachte. Also tatsächlich existiert dieser Vorteil der Kernkraft gar nicht.

Auch die Berechnung dieses vermeintlichen Vorteils ist amüsant. Man kann sich das ab Seite 75 der oben verlinkten Studie gern mal durchlesen. Da wurde nicht etwa eine tatsächliche Steuer auf Öl und Gas in der Stromerzeugung als Vergleichswert ermittelt (denn die gab es in der Realität kaum), sondern es wurde auf Basis theoretischer Werte ein künstlicher anzunehmender Wert für die Höhe der Steuer auf Kernkraft-Brennelemente errechnet.

Also kreativ waren diese Leute schon, das muss man ihnen lassen. Sie hatten zwar keine Ahnung vom Thema, aber sie glichen das mit Kreativität aus. Oder sie hatten Ahnung, wussten, daß es diesen Steuervorteil gar nicht gab und sie haben es trotzdem behauptet, um irgendwelche negativen Auswirkungen nennen zu können. Sowas wäre dann eine Lüge. Oder Betrug.

Also gut, dann fallen also die anderen 44,2 Mrd. aus dem großen Bereich der "Steuervergünstigungen" auch weg.

So bleiben von den insgesamt 203,7 Mrd. nach Wegfall der "Steuervergünstigungen" nur noch 91,2 Mrd. Euro übrig. Das haben Solar-, Wind- und Biomassestrom in Deutschland schon in 5 Jahren an Subventionen bekommen.

Was sind jetzt die übrigen 91,2 Mrd?

Ich sage mal so viel: es bleibt amüsant!

Zweitgrößter Posten mit 82,4 Mrd. sind sog. "Finanzhilfen". Ein halbwegs begabter und informierter Mensch hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was Finanzhilfen sind. Man versteht darunter eigentlich direkte Geldzahlungen an Unternehmen für einen bestimmten Zweck, also Investitionszuschüsse oder andere Subventionen, von mir aus auch Garantien und Bürgschaften oder zinsgünstige Kredite.

Die "Finanzexperten" vom FÖS sehen das anders. Der größte Posten in diesen sog. "Finanzhilfen" sind nämlich Ausgaben des Bundes für Forschung auf dem Gebiet der Kernkrafttechnik. Satte 55,2 Mrd. werden dafür angesetzt.

Ich gehe jetzt mal gar nicht auf die Zahl selbst ein, also wie sie sich zusammensetzt, sondern weise einfach mal daraufhin, daß Forschungsausgaben des Bundes zu keinem einzigen Euro geführt haben, der an die Betreiber der Kernkraftwerke geflossen ist. Im Gegenteil: die großen Energieunternehmen haben sich über die Finanzierung von Lehrstühlen und Instituten selbst an Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich der Kernkraft beteiligt.

Staatliche Grundlagenforschung gibt es auf sehr vielen Gebieten und in fast allen entwickelten Ländern der Welt. Der Staat überträgt sich quasi selbst diese Aufgaben und verbindet sie auch meist mit hoheitlichen Befugnissen, da aus den Forschungsergebnissen auch neue Auflagen und Regelungen entstehen. Daß solche Ausgaben überall auf der Welt auch aus Steuermitteln finanziert werden, versteht sich von selbst. Eine finanzielle Förderung der Stromerzeugung aus Kernkraft ist das allerdings nicht.

Man kann also getrost den gesamten Betrag oder einen großen Teil davon streichen. 

Wobei, es gibt tatsächlich so etwas Ähnliches wie "Finanzhilfen" in dem Abschnitt, nämlich Bürgschaften. Die werden allerdings auf gerade mal 0,14 Mrd. Euro geschätzt - also 140 Mio. -  und es handelt sich dabei um Hermes-Bürgschaften für Exporte. Jeder, der auch nur einmal etwas über Hermes-Bürgschaften gelesen hat, weiß, daß bei großen Exportgeschäften fast immer staatliche Bürgschaften gegeben werden, für den Fall, daß der Kunde nicht zahlen kann. Auch im Maschinen- und Anlagenbau und bei Rüstungsgütern. Das ist also keine Besonderheit der Kernkraft.

Und da offenbar noch nie eine dieser Bürgschaften gezogen werden musste, es also gar keinen Geldabfluss zu Lasten des Staates gab, haben die Kreativen vom FÖS stattdessen einfach einen angeblichen Zinsvorteil berechnet. Daß der Staat sich Bürgschaften bezahlen lässt, verschweigen die FÖSis aber. Genauso, daß der Staat in keinem Fall für die Bürgschaften einstehen musste, also tatsächlich Geld bezahlen musste.

Allerdings reden wir ja auch nur über 140 Mio. Euro. Über mehrere Jahre verteilt. Da sind die 600 Mio. Euro, die beim Batteriedesaster Northvolt für Deutschland im Risiko stehen schon eine größere Nummer. Aber das dient ja angeblich der Umwelt.

Jedenfalls ist eine Belastung öffentlicher Haushalte durch staatliche Bürgschaften überhaupt nicht entstanden.

Zweitgrößter Posten innerhalb der "Finanzhilfen" sind übrigens mit 7,3 Mrd. Euro Beiträge an Internationale Organisationen, also wie die IAEA oder CERN.

So schmerzfrei muss man erstmal sein, die Mitgliedsbeiträge eines Staates in verschiedenen Organisationen als "Finanzhilfen" für Unternehmen zu bezeichnen.

Daß CERN mit klassischer Stromerzeugung aus Kernkraftwerken nun wirklich gar nichts zu tun hat, sondern im Gegenteil absolute Grundlagenforschung im Bereich der Elementarteilchen ist, wissen die "kritischen Geister" beim FÖS entweder nicht oder sie wissen es, und zählen es trotzdem mit auf, um irgendwie auf eine große Summe zu kommen.

Übrigens sind auch Österreich, Italien und Griechenland Mitbetreiber von CERN. Die haben aber gar keine eigenen Kernkraftwerke. Also die Logik, wenn man Kernkraftwerke betreibt, dann muss man auch Mitglied in den entsprechenden internationalen Organisationen sein, passt nicht. Noch viel weniger passt sie bei der IAEA. Da sind etwa 180 Länder Mitglied und nur die wenigsten betreiben eigene Kernkraftwerke.

Es wurde sogar ein deutscher Anteil dafür berechnet, daß in Ländern, die neu in die EU eingetreten sind, alte Kernkraftwerke abgeschaltet und rückgebaut werden mussten, weil sie in der EU nicht genehmigungsfähig waren. 

Ja, kein Mist! Sowas bezeichnen die echt als "Finanzhilfe" für die Kernkraft.

Ist auch geschickt gemacht, daß sie die Kosten für den deutschen Staat weltweit angesetzt haben, denn für deutsche Kernkraftwerke bleibt tatsächlich nichts übrig.

Da es sich bei all diesen Posten tatsächlich nicht um Finanzhilfen des Staates handelt, können wir auch diese insgesamt 82,4 Mrd. Euro von der Liste streichen.

Dann bleiben tatsächlich nur noch mickrige 8,7 Mrd. Euro übrig und auch die lassen sich in der Liste natürlich finden. Mit genau diesem Betrag wird eine sog. "budgetunabhängige staatliche Regelung" angesetzt, die sich am Ende genauso als Luftnummer entpuppt wie die anderen angeblichen staatlichen Kosten.

Es handelt sich dabei um angebliche Vorteile aus dem Emissionshandel, also diesem von der EU erfundenen Abzockmodell, bei dem Unternehmen, die CO2 emittieren, entsprechende Zertifikate kaufen müssen. Da diese Zertifikate den Strompreis der betroffenen Unternehmen, also vor allem Kohle- und Gaskraftwerke, erhöhen, wird den Kernkraftwerken einfach ein "Gewinnmitnahmeeffekt" zugewiesen, weil sie ja keine Zertifikate kaufen müssen. Kernkraftwerke stoßen eben kein CO2 aus.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: eine von der EU erfunden Abgabe, die den Strompreis verteuert und die Kernkraftwerke systembedingt gar nicht betrifft, wird als "Mitnahmeeffekt" für Kernkraftwerke und als staatliche Kosten umdefiniert! Da muss man erstmal drauf kommen!

Das ist ja so, als würde man den Herstellern von Mineralwassern einen Mitnahmeeffekt und Verursachung staatlicher Kosten unterstellen, weil sie auf ihr Wasser keine Alkoholsteuer zahlen müssen.

Die FÖSis haben natürlich vergessen, daß die Betreiber der Kernkraftwerke auf diesen "Gewinn" Steuern bezahlt haben und wenn sie auch Zertifikate hätten kaufen müssen, dann hätten sie weniger Gewinn und der deutsche Staat würde weniger Gewinnsteuern einnehmen.

Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne wird dagegen immer dafür gelobt, daß sie ja die Börsenpreise senken würde, weil sie staatlich verordnet Vorrang in der Merit Order an der Strombörse haben und auch keine CO2-Abgabe zahlen müssen. Da kritisiert aber niemand von diesen grünen Schmierfinken einen "Mitnahmeeffekt".

Manchmal wundert man sich wirklich, wie einfach es ist, diese grünen Dummschwätzer zu entlarven, obwohl sie doch so kreativ sind.

Allerdings ist die Zielgruppe dieser Falschinformationen offenbar zu dumm, um das Ganze zu durchschauen.

Also am Ende bleiben von den gewaltigen über 200 Mrd. Euro nur die 0,14 Mrd. aus staatlichen Bürgschaften übrig, die allerdings nie zu staatlichen Kosten geführt haben. Und selbst wenn wir dann großzügig noch die Beiträge zu internationalen Organisationen, die die Kernkraft betreffen hinzuzählen, reden wir über nicht mal 200 Millionen!!! Das sind 1% des von den FÖS-"Experten" ermittelten Betrag.

Und selbst wenn wir die 55,2 Mrd. Euro an Forschungsausgaben, von denen die Kraftwerksbetreiber allerdings auch nie einen einzigen Euro bekommen haben, hinzurechnen, dann kommen wir auf einen Betrag, der allein den Subventionen für Sonnen- und Windenergie in 3 Jahren entspricht.

Aber wie gesagt, es gibt die Zielgruppe dieser Fake News, die das alles nicht versteht.

Übrigens hat schon die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2002 bestätigt, daß es keine Subventionen für kommerzielle Kernkraftwerke in Deutschland gegeben hat. 



(BT-Drucksache 14/8084 25.01.2002)

Und seit 2002 hat sich daran auch nichts geändert.

Und dann gibt es ja noch dieses Update aus dem Jahr 2020. Da wurden dann aus den 203,7 Mrd. Euro plötzlich über 1 Billion Euro. Diese Zahl wurde vorsorglich nicht explizit in einer Berechnung genannt, sie wurde auch nicht wie die anderen "berechneten" Zahlen fett gedruckt im Text hervorgehoben, sondern wurde nur mitten im Fließtext als Schätzung erwähnt. Allerdings haben sich schon einige Nachplapperer der "Studien" auf die 1 Billion gestürzt und die als Kosten der Atomenergie bezeichnet.

Aber auch die "berechneten" Kosten haben es wieder mal in sich. Zunächst hat man die im Jahr 2010 ermittelten Kosten bis zum Jahr 2019 hochgerechnet. Okay, rein systematisch völlig logisch.




Natürlich finden wir immer noch die Rückstellungen, die "Steuervergünstigungen" aus der Energiesteuer, die gar keine waren und auch die Ausgaben für Forschung, von denen die Kernkraftwerke nur minimal profitiert haben und sich sogar an der Forschungsarbeit beteiligt haben, sind enthalten.

Auch anderer Blödsinn wie die Kosten der alten DDR-Kraftwerke und der Beiträge zu internationalen Organisationen werden auf insgesamt etwa 30 Seiten ausführlich und detailverliebt dargestellt.

Und dann kommt es: die "Energieexperten" vom FÖS haben sich "nicht-internalisierte externe Kosten" ausgedacht. Dazu gehören Umweltschäden, die lustigerweise auf dem Level eines Braunkohlekraftwerkes angesetzt werden, obwohl ein Kernkraftwerk außer Wasserdampf keinerlei Emissionen hat, sowie vermeintliche Kosten eines Atomunfalls, also etwa sowas wie Tschernobyl und Fukushima. Daß es niemals in den über 60 Jahren der Nutzung der Kernenergie in Deutschland so einen Unfall gegeben hat, nicht mal ansatzweise, und daß solche Unfälle wie Tschernobyl und Fukushima aus geologischen und konstruktiven Gründen bei dt. Kernkraftwerken nicht möglich wären, hat die "Experten" nicht gestört.

Leider war es mit der Detailverliebtheit und Ausführlichkeit bei diesem Abschnitt der "Studie" vorbei. Stattdessen verweisen sie auf umfangreiche Quellen, die sich nun jeder selbst im Einzelnen heraussuchen soll und herausfinden muss, welche Informationen verwendet wurden. Das ist ein Klassiker in "wissenschaftlichen Arbeiten", wenn man dem Leser das Nachvollziehen erschweren will.

Jedenfalls, da sie keine tatsächlichen Kosten ermitteln können, weil es diese Kosten nicht gibt, haben sie einen Kostensatz herbeiphantasiert und mit einem absurden Faktor aufgebläht. So kommen sie dann auf Kosten in einer Bandbreite von 348 - 522 Mrd. Euro.

Und dann sind sich diese sog. "Wissenschaftler" auch nicht zu blöd, sogar Kosten für Polizei-Einsätze bei Castor-Transporten hinzuzurechnen. Also Kosten, die nun gerade von den Gegnern der Kernkraft verursacht wurden, denn ein Castor-Transport kann mit zwei oder drei Begleitfahrzeugen völlig problemlos über unsere Straßen abgewickelt werden. Aber da kommen sie dann nur auf etwa 345 Mio. Euro insgesamt. Peanuts im Vergleich zu den anderen angeblichen Kosten.

Und der gesellschaftliche, volkswirtschaftliche Nutzen der Kernenergie wird gleich ganz weggelassen.

Wer sich das alles ohne Polemik und ganz sachlich, fachlich, auf tatsächlichem Expertenniveau nochmal anschauen will, der kann sich mal diesen kurzen Beitrag hier ansehen.

Eine weitere Bewertung der "Studien" findet sich hier bei Nuklearia, also auch tatsächlichen Experten, die aus der Kernkraftbranche kommen.

Und noch ein paar wissenswerte Informationen über Plutonium, die das ganze Thema auch versachlichen, finden sich hier.

Abschließend lässt sich feststellen, daß die sog. "Experten" und "Wissenschaftler" des FÖS, von denen übrigens kein einziger einen ingenieurtechnischen Hintergrund und in der Energiebranche gearbeitet hat (es sind vor allem Volkswirte, Politologen und Sozialwissenschaftler) hier eine von Greenpeace in Auftrag gegebene und wahrscheinlich auch bezahlte Gefälligkeits-Studie abgeliefert haben, die auf absurde Weise alle möglichen tatsächlichen und vor allem nicht vorhandenen Kosten zusammenrechnet, um die Kernenergie, die im Saldo einen niemals aufzuholenden volkswirtschaftlichen Nutzen hatte, im Nachhinein noch irgendwie schlecht zu reden. Und das auf einem beängstigenden Niveau, was Recht, Bilanzierung und technisches Fachwissen angeht.

Und dabei vertrauen diese Leute darauf, daß ihr Zielpublikum nicht das Wissen und das Interesse haben, die Informationen nachzuprüfen. Und die wirklichen Experten kann man ja immer noch als "Atom-Lobbyisten" beschimpfen.





Donnerstag, 25. Dezember 2025

"Insektensterben" der schönsten Art

"Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein. Und Insekten sollt ihr fressen!"

Okay, das Zitat ist so nicht gesagt worden. Jedenfalls nicht genau so in einem Satz.

Der erste Satz ist aus einem Werbevideo des WEF aus dem Jahr 2017 und zeigt mögliche Entwicklungen bis zum Jahr 2030 auf, der zweite Satz ist Teil einer großen Kampagne zur Verwendung von Insekten als Nahrungsmittel für Menschen, die auch vom WEF unterstützt wird, und natürlich auch von den anderen üblichen Verdächtigen, wenn es um die große "ökologische Transformation" der Gesellschaft geht, wie zum Beispiel WWF.

Zumindest das große Insektenfressen wird erst einmal verschoben.




Das französische Unternehmen Ynsect, das seit 2011 hunderte Millionen an Startkapital und Zwischenfinanzierungen enthalten hat, inklusive ein paar Millionen Fördermittel aus Steuergeldern, hat jetzt Insolvenz angemeldet und wird wegen fehlender Fortführungsprognose nun liquidiert.

Das Fachmedium "Cafétech" schätzt, daß etwa 200 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern geflossen sind.

Ziel des Unternehmens war, Insekten im industriellen Maßstab zu züchten und sie in die menschliche Nahrungskette zu integrieren, nachdem man zunächst nur Tierfutter aus Insektenmehl herstellen wollte, was jedoch auch kein besonders erfolgreiches Geschäftsmodell war.

Darüber berichtet unter anderem die Epoch Times.

Da der Artikel nur für Abonnenten zugänglich ist, hier der Volltext:



"Anfang Dezember verkündete das Handelsgericht Évry die gerichtliche Liquidation des französischen Unternehmens Ynsect. Ynsect wollte Weltmarktführer für Insektenmehl werden.

Zwischen 2020 und 2023 belief sich der Gesamtumsatz aus dem Verkauf der am Standort Dole hergestellten Produkte auf gerade einmal 1,8 Millionen Euro.

Ziel war der Aufbau einer industriellen Produktion von Insektenmehl auf Basis der Zucht von Mehlwürmern. Einen dauerhaft wirtschaftlich tragfähigen Betrieb erreichten die Unternehmer nicht.

Insekten-Tierfutter und Düngemittel

Ynsect wurde im Jahr 2011 gegründet. Das Start-up entwickelte Produkte für die Ernährung von Tieren auf Basis von Insektenproteinen und Dünger aus Larvenkot. Zunächst wurde in Dole im Osten Frankreichs gearbeitet.

In den folgenden Jahren konnte Ynsect umfangreiche Finanzmittel aus privaten Quellen und öffentlichen Förderprogrammen einwerben. Nach Angaben des Fachmediums Cafétech beliefen sich diese Gelder auf über 300 Millionen Euro.

Hinzu kamen etwa 170 Millionen Euro an Wandelanleihen, 150 Millionen Euro an Bankschulden und etwa 20 Millionen Euro an öffentlichen Subventionen, darunter 15 Millionen aus der Europäischen Union.

2020 kündigte das Unternehmen eine weitere Kapitalerhöhung von 315 Millionen Euro an, die insbesondere den Bau einer Fabrik in Poulainville (Département Somme) ermöglichen sollte. Diese Anlage wurde als größte vertikale Farm der Welt konzipiert.

Im April 2023 folgte eine weitere Kapitalaufnahme in Höhe von 160 Millionen Euro. Lokale Behörden und Entscheidungsträger sahen das Projekt als Beitrag zur industriellen Entwicklung und zur ökologischen Transformation.

Produktionskosten zu hoch

Ursprünglich sollte die Anlage in großem Maß Insektenmehl für die Aquakultur herstellen. Doch aufgrund höherer Produktionskosten im Vergleich zu konventionellen Fischmehlen passte das Unternehmen seine Marktstrategie an und reduzierte schrittweise seine Aktivitäten in diesem Bereich.

Ynsect beendet das Jahr 2023 mit einem Umsatz von 5,8 Millionen und einem Nettoverlust von rund 80 Millionen Euro, schreibt das französische Wirtschaftsmagazin „Challenges“.

Laut dem Unternehmen wäre für Gewinne eine Auslastung von 30 Prozent der Produktion notwendig gewesen. Eine vollständige Amortisation der Investitionen hätte eine 60-prozentige Auslastung vorausgesetzt. Anfang 2025 lag die tatsächliche Auslastung bei etwa 15 Prozent.

Die Höhe der öffentlichen Mittel, die in Ynsect investiert wurden, lässt sich bisher nicht abschließend beziffern. Cafétech schätzt, dass rund 200 Millionen Euro öffentliche Gelder in verschiedener Form direkt oder indirekt in das Projekt eingeflossen sind.

Zwangsverwaltung und Liquidation

Im September 2024 wurde folglich das Unternehmen unter Insolvenzverwaltung und Anfang März 2025 unter Zwangsverwaltung gestellt.

Um den Betrieb vorübergehend fortzuführen, stellen Anteilseigner im Frühjahr 2025 weitere 10 Millionen Euro zur Verfügung. Nach Unternehmensangaben wären jedoch zusätzliche Mittel in Höhe von mindestens 32 Millionen Euro erforderlich gewesen. Diese Summe konnte nicht aufgebracht werden.

Parallel werden verschiedene Optionen für Teilverkäufe geprüft, unter anderem für den Standort Dole. Eine Übernahme des gesamten Unternehmens kam nicht zustande.
Am 1. Dezember 2025 ordnete daher das Handelsgericht Évry die gerichtliche Liquidation von Ynsect an. Die Fabrikfarm in Poulainville wird endgültig geschlossen. Die restlichen rund 40 Arbeitsplätze sind unmittelbar betroffen, weitere wurden bereits zuvor abgebaut."


Es stellt sich immer wieder heraus, daß die Phantasien links-grüner Weltverbesserer auf Dauer nicht finanzierbar sind. 

Wir sehen das bei den "Energiewende"-Projekten, die hunderte Milliarden kosten und auch bei Projekten wie "Vertical Farming", wo man auf künstliche Weise, in mehreren Etagen, also nicht in klassischer Landwirtschaft auf dem Ackerboden oder in Gewächshäusern, Gemüse anbauen wollte.

Energiekosten und Personalkosten waren einfach zu hoch für den Ertrag, schließlich musste die "künstliche" Ernährung der Pflanzen permanent von Computern und Fachpersonal überwacht und am Optimum gehalten werden.

Beim niederländischen Projekt "Future Crops", das 2024 in Insolvenz ging, gab man als Grund die gestiegenen Energiepreise an. Allerdings rühmte man sich bereits im Jahr 2022 zu 100% mit Strom aus sog. "Erneuerbaren Energien" versorgen konnte.

Naja, beim nächsten Versuch wird es sicher klappen...