Wird es Greta? Hat sie geschafft? Bekommt sie den Friedensnobelpreis 2019?
Ich war so aufgeregt! Keiner hätte es mehr verdient als sie. Und dann DAS!
Friedensnobelpreis verliehen
Die Enttäuschung saß tief! Sehr tief!
Erst keinen Oscar, keinen Grimme-Preis und auch nicht den Goldenen Otto der BRAVO. Nicht mal die Goldene Himbeere. Und nun auch nicht der Friedensnobelpreis.
How dare you?
Dabei wäre sie die perfekte Person gewesen, nach den Preisträgern der letzten Jahre, die ihn auch für nichts bekommen haben.
Aber nein, wieder keine Frau! Wieder hat ein Mann den Preis abgesahnt. Okay, immerhin ist er nicht weiß.
Aber hey, wir leben im Jahr 2019. Da kann man auch ruhig mal ne Frau auszeichnen.
Naja, vielleicht wird es dieses Jahr was mit einem Oscar
Für ihre atemberaubende Tränen-Rede muss es doch auf jeden Fall den Preis für die beste Regie und die beste weibliche Nebenrolle geben.
Es bleibt spannend.
Es gibt Dinge, die sind so absurd, wenn man sie zu Ende denkt, dass man meint, das könne nicht passieren. Aber diese Dinge passieren doch. Und sie passieren immer öfter.
ALBA schafft Cheerleader ab
Ja, der Berliner Basketball-Verein schafft seine Cheerleader ab.
Sie waren einfach zu schlecht und ein negatives Aushängeschild für den Verein. Das Training war nicht professionell genug und erinnerte eher an eine Schüler-Tanz-Truppe, die sich einmal in der Woche trifft und Videos von Profis nachtanzt.
Nein, natürlich war das nicht der Grund.
Die ALBA-Dancers simd Prinzip semiprofessionelle Leistungssportler, die mehrfach erfolgreich bei Europameisterschaften teilgenommen haben und eine höchst professionelle Tanzshow ablieferten.
Der Grund ist... der Zeitgeist.
„Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt“.
So der Geschäftsführer von ALBA Marco Baldi.
Wie gesagt, Cheerleader sind heutzutage semiprofessionelle Leistungssportler, die sich auch untereinander in internationalen Wettbewerben messen. Sie sind nicht einfach nur "attraktiver Pausenfüller". Im Übrigen spricht ja auch wirklich gar nichts gegen attraktive Pausenfüller.
Okay, mir ist ja ziemlich egal, was Marco Baldi glaubt, in welcher Zeit er lebt. Interessant wäre, was denn stattdessen in diese neue Zeit passt. Was soll dann in den Spielpausen bei ALBA zu sehen sein?
Autogrammstunde mit Käpt'n Rackete und Greta?
Ein Infostand von Extinction Rebellion?
Feministische Kunstaufführungen?
Lesen von Koranversen?
"Schönheitswettbewerbe" für Plus-Size Models?
Schminktipps für gender-fluide Mitmenschen?
Tipps zum richtigen Laden von E-Autos?
Vorführungen homosexueller oder queerer Tanzprojekte?
Konzerte gegen Rechts?
Kurzauftritte von Herbert Grönemeyer?
Videos von Bento und funk?
Vegane Kochshows?
Gemeinsames Pflanzen von Bäumen und Beeten vor der Mercedes-Benz-Arena? Sie wissen schon, Klimawandel und so...
Dabei fällt mir auf: ist es noch zeitgemäß, dass ein moderner Basketball-Verein wie ALBA noch in einer Arena spielt, die den Namen eines der größten Umweltverschmutzer trägt?
Hallo? Geht's noch, Marco Baldi? Wo bleibt ihr Gespür für unsere Zeit?
Bitte setzen Sie sich für eine Umbenennung Arena um oder ziehen Sie um! Suchen Sie sich eine Heimstätte mit Namen von Umweltaktivisten oder modernen Antifaschisten (da wird die Auswahl ständig größer, denn die Zahl der Antifaschisten steigt proportional zur Zeit, die der Faschismus zurück liegt).
Wie wäre es mit "IPCC-Arena"?
Oder "Robert Habeck-Stadion"?
Oder "Friday for future"-Park? Man könnte die Spielkleidung auch in freundliches Grün ändern. So als Zeichen. Zeichensetzer sind ja auch sehr angesagt in unserer Zeit.
Da gibt es also noch viel zu tun. Nur zu Marco Baldi. Basketball spielen allein reicht heutzutage nciht mehr für einen Basketball-Verein. Da ist jetzt auch Haltung gefragt!
In der Begründung heißt es weiter: "Es sei allerdings der Eindruck entstanden, dass Frauen bei Alba vor allem für die tanzende Pausenunterhaltung zuständig seien, während die Männer Basketball spielten“
Ähm, Moment... ALBA ist was? Genau. Ein Basketball-Verein. Für Männer und Frauen. Es gibt auch Frauen-Mannschaften bei ALBA.
Aber es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass in der Männer-Bundesliga Männer spielen.
Wäre es nicht viel konsequenter, die sexistische und diskriminierende Aufteilung in Männersport und Frauensport aufzuheben? Es müssen gemischte Teams her. Männer und Frauen zusammen in einer Mannschaft. Sowas wollen die Leute heutzutage sehen! Also wenn man dem medialen Zeitgeist glaubt.
Und wenn bei Marco Baldi der Eindruck entsteht, dass seine Cheerleader nur "tanzende Pausenunterhaltung" seien, dann liegt das wohl eher an Marco Baldi. Denn zur Erinnerung: die Damen sind unter anderem schon Europameister in ihrem Sport gewesen.
Es gibt übrigens auch schon erste Reaktionen der Cheerleader selbst. Zusammengefasst lässt sich das so darstellen: "Danke, dass uns ein Mann endlich verbietet, unseren Leistungssport zu betreiben. Endlich werden wir nicht mehr gezwungen, freiwillig das zu tun, was uns Spaß macht."
Schöne neue Zeit.
Gefunden bei Bento, dem SPIEGEL-Ableger für die ahnungslose, juvenile Spaßguerilla von heute.
Wer die Serie kennt, weiß, dass der größte Teil ihre Erfolges darauf beruht, Doug (den Ehemann von Carrie) als liebenswerten Idioten darzustellen. Ein kleiner Volltrottel, der es irgendwie immer gut meint, aber alles irgendwie falsch macht. Er wird reduziert auf Essen, TV gucken und arbeiten gehen. Und seine Kilos und Pfunde sind permanentes Thema. Und immer gut für einen Gag. Viel weniger deppert kann man eine männliche Rolle nicht umsetzen.
Aber halt, doch, das geht. Passiert in der gleichen Serie. Spencer, sein armseliger Kumpel übertrifft das noch. Er ist nur Fahrkartenverkäufer, während Doug immerhin Paketfahrer ist.
Und Carries Vater, Arthur, die dritte von vier männlichen Hauptrollen der Serie, ist ein ziemlich durchgeknallter, paranoider Rentner, der im Keller von Doug und Carries Haus wohnt.
Der vierte männliche Hauptdarsteller ist dagegen cool. Er hat meistens alles im Griff, bringt Dinge wieder in Ordnung und ist... natürlich schwarz. :-)
Und Carrie? Sie ist Anwaltsgehilfin in einer großen Kanzlei, hat Karriereabsichten und setzt diese um, ist schlank und hübsch, kümmert sich um Doug und ihren Vater und versucht, im täglichen Chaos den Überblick zu behalten.
Also wer bei diesem Setup der Serie tatsächlich meint, die weibliche Hauptrolle wäre irgendwie respektlos und unwürdig umgesetzt, der muss absolut als "vollständig verblödet" diagnostiziert werden.
Das Handelsblatt galt seit Jahrzehnten als DIE große Wirtschaftszeitung Deutschlands, von mir aus zusammen mit der FAZ und dem ein oder anderen Wirtschaftsmagazin. Jedenfalls waren die immer ganz vorn mit dabei, was Aktualität, Information und Tiefe anging.
Wahrscheinlich halten die sich beim Handelsblatt noch immer dafür.
Ich lese seit geraumer Zeit zwei morgendliche Email-Newsletter des Handelsblattes (das allgemeine Morning-Briefing und das spezielle Energie-Briefing) und habe inzwischen erhebliche Zweifel am wirtschaftlichen Sachverstand.
Dass die politische Ausrichtung des Handelsblattes recht eindeutig und einseitig durchscheint, vor allem was internationale Angelegenheiten angeht... geschenkt.
Bedenklicher ist da schon die Art und Weise, in der im Energie-Briefing die Branche der sog. Erneuerbaren Energien gefeiert wird, einer Branche, die fast ausschließlich auf Subventionen und staatlichen Fördermitteln aufgebaut ist und sowohl von diesen, als auch von privaten Geldern hunderte Milliarden verbraucht und teilweise verbrannt hat. Wer den weiteren Ausbau dieser am Tropf des Staates hängenden Industrie fordert und dabei auch Steuererhöhungen durchaus begrüßt, hat von Wirtschaft offenbar wenig Ahnung.
Nun hat auch der allgemeine Morning-Briefing-Newsletter ein derartiges Fehlen von betriebswirtschaftlichen Grundlagen bewiesen, dass ich eine Email an den Chefredakteur des Handelsblattes geschrieben habe. Auf Antwort warte ich noch.
Hier ist der betreffende Text im Morning-Briefing:
Was hier als "Bilanzakrobatik" bezeichnet wird, ist nichts anderes als die seit Jahrzehnten übliche, anerkannte und auch notwendige Darstellung der "operativen Lage" eines Unternehmens, des sogenannten EBITDA. Allein, dass diese Abkürzung nicht erwähnt wird, sagt einiges.
Mit "operativ" ist dabei all das gemeint, was mit dem Absatz der Produkte und den damit verbundenen Kosten direkt zusammenhängt. Damit gewinnt man einen Eindruck, ob die Produkte des Unternehmens am Markt gefragt sind und ob das Unternehmen grundsätzlich profitabel und vor allem auch liquiditätswirksam arbeitet. Denn bei normalem Geschäftsverlauf stellt das EBITDA eben auch den "operativen Cash Flow" dar.
Was in dem Beitrag nicht genannt wird, aber worum es also dabei eigentlich geht, ist das sogenannte EBITDA, englisch für "earnings before interests, taxes, depreciation and amortization", also auf deutsch "Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen".
Sinn dieses EBITDA ist es, aufzuzeigen, wie ein Unternehmen dasteht ohne die Kosten, die unabhängig vom Absatz sind. Denn Abschreibungen, Zinsen (also Finanzierungskosten) und Steuern können unabhängig vom Verkaufserfolg anfallen und tun dies in aller Regel auch (mal von Ertragssteuern abgesehen, aber auch die können durch entsprechende Gestaltung unabhängig vom Gewinn anfallen).
Abschreibungen sind gesetzlich vorgeschrieben und können nicht einfach beeinflusst werden, Zinsen müssen gezahlt werden und können auch nicht einfach so ausgesetzt werden.
Und dann sind da noch die Sondereffekte, die in dem Handelsblatt-Newsletter erwähnt werden. Was könnte das sein? Zum Beispiel der Kauf oder Verkauf eines Tochterunternehmens oder die Schließung eines Betriebsteils oder Kosten bei Sanierungs- oder Restruktuirerungsmaßnahmen. Dies sind Geschäftsvorfälle, die durchaus alle paar Jahre mal vorkommen können, aber eben nicht typisch sind für den normalen Geschäftsverlauf und das Geschäftsmodell. Solche Sondereffekte können in einem Jahr zusätzliche Kosten bringen, in den Folgejahren aber Kostenersparnisse.
Daher ist es durchaus notwendig und legitim, solche "bereinigten" Ergebnisse zu präsentieren. Die Aufgabe von Wirtschaftsjournalisten wäre dann, diese "Bereinigungen" zu untersuchen und zu erläutern. Was hier aber getan wird, ist offenbar folgendes: der Praktikant oder frische Uni-Absolvent wird gebeten, etwas zum Morning-Newsletter beizutragen und dieser schaut sich dann ganz formell das Jahresergebnis eines Unternehmens, hier Bayer, an und vergleicht das dann mit der Berichterstattung des Unternehmens und vermutet dann "Bilanzakrobatik".
Allerdings hat das mit "Bilanzakrobatik" nichts zu tun. "Bilanzakrobatik" findet vorher statt. Sie ist Bestandteil des internen Rechnungswesens. Dabei handelt es sich um legitime Ausübung von Wahlrechten bei der Bilanzierung (Bildung oder Auflösung von Rückstellungen, Änderung von Abschreibungsdauern, Bewertungsspielräume bei Vorräten oder ähnliches...).
Durch solche Gestaltungen entsteht erst das Ergebnis, welches später präsentiert wird. Die Präsentation des Ergebnisses ist dann etwas völlig anderes.
Und die Darstellung des Ergebnisses und seine Bereinigung um Sondereffekte im externen Berichtswesen ist eben keine "Bilanzakrobatik", sondern eine notwendige und vom Gesetz teilweise geforderte Erläuterung des Geschäftsverlaufes. Durch die Darstellung und Erläuterung eines "operativen Ergebnisses" wird keine einzige gebuchte Zahl in der Bilanz oder im Jahresabschluss geändert. Die Zahlen werden dadurch nur näher erklärt.
Hier werden also Begriffe aus dem externen und dem internen Rechnungswesen miteinander vermischt und es wird der Eindruck erweckt, dass die Unternehmen den Markt täuschen wollten. Natürlich tun Unternehmen das auch mal gern, aber nicht durch die Darstellung und Erläuterung des "operativen Geschäftsverlaufes", also des EBITDA.
Nichts an der Aussage von Bayer, dass der Konzern "operativ auf Kurs ist", ist falsch oder verwerflich oder betrügerisch. Es sei denn, bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde illegal gehandelt. Nur dafür liegen gar keine Hinweise vor.
Bin mal gespannt, ob mir der Chefredakteur antwortet und ob es eine Steigerung der Qualität der Handelsblatt-Newsletter gibt.
Sie weiß gar nicht, wie recht sie hat...
Oder sie weiß es vielleicht doch. Interessant ist ihre Aussage allemal.
Sie kündigt ja öffentlich an, dass die Zeiten härter werden sollen. Und sie kritisiert ja unterschwellig ihre zahlreichen Anhänger, die den gesamten "Fridays for future"-Aktivismus derzeit wohl noch als große Party, als erfreuliche Abwechslung im Alltag ansehen, bei der es ein gutes Gewissen gratis dazu gibt.
Man sah das ja schon ähnlich bei "inoffiziellen" Videobildern von Greta, die etwas verstört den Partyrummel des schulschwänzenden Wohlstandsnachwuchses beobachtete, der sich an den eigenen infantilen Sprechgesängen und an Hüpf- und Klatschorgien berauschte und den Eindruck machte, als wäre das Thema eigentlich egal, solange man nur zusammen Spaß hat. Greta nehme ich die Sorge um den Planeten ja noch ab, aber wenn man das ernst nimmt, dann kann man eigentlich daraus keine Partyveranstaltung machen.
So scheint auch Luisa Neubauer zu denken. Und entweder macht sie sich Sorgen um ihre künftige Popularität und ihren Einfluss und ihren Ruhm oder sie ist sich ihrer Sache sehr sicher, dass sie künftig eine Leitfigur in einer Gesellschaft sein wird, die auf Unterdrückung im Sinne einer übergeordneten Sache aufbaut.
Also entweder bezweifelt sie den künftigen Erfolg ihrer "fff"-Aktivitäten, weil sie an der Ernsthaftigkeit ihrer Anhänger zweifelt oder aus ihr strahlt recht unverhohlen das Antlitz einer Diktatur.
Nach dem Motto: Ihr werdet schon sehen, was auf euch zukommt. Auch wenn ihr mich/uns dann hassen werdet, wir werden euer Leben radikal beeinflussen.
Es bleibt spannend.
Twitter-Fund:
Was?
Sie hat sich beim Verkäufer entschuldigt, dass sie ihm einen Becher abgekauft hat?
Oh oh, ich befürchte, der wird die Becher aus dem Sortiment nehmen. DAS soll ihm nicht nochmal passieren.
Na immerhin hat sie nicht dem Verkäufer einen Vorwurf gemacht, dass er überhaupt noch Einwegbecher im Angebot hat.
Das wäre dann die nächste Stufe auf der nach oben offen "Dachschaden"-Skala.
Aber immerhin hat Greta offensichtlich etwas erreicht. Die bewusst lebende Tante wird nie wieder ihren Mehrwegbecher vergessen.
Auch wenn dieser Vorfall den Kampf gegen den Klimawandel um Tage zurückwirft.
BIO-Company, der teure Lebensmittelladen für den wohlhabenderen Teil der Bevölkerung wirbt in Berlin mit diesem Plakat:
Ich warte schon auf die Schlagzeile in ein paar Monaten:
"BIO Company meldet Insolvenz an. Geschäftsführung ist ratlos."
Mal ehrlich, BIO-Company, was soll das?
Wollt ihr tatsächlich, dass die Leute bei euch weniger kaufen? Liegt euch die Natur so sehr am Herzen, dass ihr euer Geschäftsmodell riskiert? Dass ihr Angestellte entlassen müsst, euren Lieferanten sagen müsst, dass ihr ab sofort nur noch die Hälfte der Ware abnehmt, worauf der Lieferant, also z.B. der Biobauer aus der Region evtl. auch jemanden entlassen muss?
Oder ist das nur ein heuchlerischer, scheinheiliger Aufruf im derzeitigen Zeitgeist, der eure Kunden dazu bewegen soll, Haltung zu zeigen und natürlich nur woanders weniger zu kaufen, dafür bei euch aber umso mehr? Das würde dann den Sinn eurer Werbung konterkarieren.
Und nehmt ihr dann in Kauf, dass bei anderen Einzelhändlern weniger Umsatz gemacht wird und dort Leute entlassen werden sollen?
Dann müsste euer Slogan aber heißen: Kauf weniger! Für mehr Arbeitslosigkeit!
Naja, vielleicht haben die Eigentümer der BIO-Company ja auch inzwischen so viel Geld verdient, dass sie sich den täglichen Stress nicht mehr antun möchten und ihr Unternehmen auf sanfte Weise beerdigen wollen. Nach dem Motto: wir haben ja keine Kunden mehr, wir können nichts dafür? Teuer genug sind die Lebensmittel ja.
Egal, was auch immer eure Motivation ist, ich hab da ein paar Ideen, wie das noch effektiver umgesetzt werden kann.
Stellt doch einfach vor jeden eurer Läden einen breitschultrigen und grimmig dreinschauenden Türsteher, der die Kunden, die es wagen sollten, euren Laden betreten zu wollen, düster anherrscht: hast du dir das auch wirklich gut überlegt? Willst du hier wirklich rein? Geht dir die Natur so sehr am Arsch vorbei, du egoistischer, selbstsüchtiger Konsument?
So könntet ihr sicher einen Großteil der Kundschaft davon abhalten, bei euch zu kaufen.
Ihr könntet auch einen Schritt weiter gehen und jedem eurer Kunden ein monatliches Budget zuweisen, welches er bei euch im Laden ausgeben darf. Ist das Budget ausgeschöpft, gibt's nichts mehr. Pech gehabt. Nachhaltigkeit geht vor.
Kontrollieren könnt ihr das mit einem kleinen Kassenbuch für jeden Kunden. Der Kunde zeigt an der Kasse seinen Ausweis, eure Kassiererin holt das entsprechende Kassenbuch aus einem Regal neben der Kasse und zieht dann die Einkäufe vom Budgetwert ab. Das Kassenbuch muss natürlich aus Recycling-Papier sein.
Der Stau an der Kasse sorgt dann zusätzlich dafür, dass noch weniger Kunden bei euch was einkaufen wollen. Oder sich zumindest nur ein paar wenige Dinge in den Einkaufswagen legen, damit die Abrechnung nicht so lange dauert.
Einfacher wäre das sicher mit einer Kunden-Chipkarte, aber hey: die ist aus Plastik und hinterlässt später Elektronikschrott. Das ist so ein Recycling-Kassenbuch viel nachhaltiger.
Ihr könntet dabei auch noch Arbeitsplätze schaffen, indem ihr Kundenberater einstellt, die den Kunden helfen, das monatliche Budget optimal auszunutzen. Die kommen dann einmal in der Woche zum Kunden nach Hause und gehen mit ihm den Essensplan der nächsten Woche durch. Aber denkt dran: euer Kundenberater darf dafür keinen Dienstwagen bekommen. Die Wege muss er schon mit dem Fahrrad machen.
Ihr könntet aber auch einfach eure Preise verdoppeln. Das hält einerseits viele Kunden vom Kauf ab, andererseits bekommen die Lieferanten mehr Geld für weniger Ware.
Da wird dem Spruch "Weniger ist Mehr" endlich mal ein Sinn gegeben.
Ihr könntet natürlich auch einfach sofort eure Läden schließen. Dann kommt wirklich niemand mehr in die Verlegenheit, evtl. zu viel bei euch zu kaufen.
Inzwischen zieht bei den Experten und Befürwortern der sog. Energiewende Realismus ein.
Sie bemerken jetzt nach Jahren auch das, was die "bösen, rechten Hobbyforscher, die mit Millionen von der Öl- und Kohleindustrie gesponsert werden", schon immer wussten: die Windenergie hat natürliche Grenzen.
Der Handelsblatt Energie-Newsletter, der bisher jeden vermeintlichen Erfolg der Energiewende und jede noch so absurde neue Idee zur alternativen Stromerzeugung und -speicherung gefeiert hat, überrascht diese Woche mit Realismus:
Nicht nur, dass Deutschland schlicht und einfach nicht genügend Fläche hat, um so viele Windräder aufzustellen, wie für die sog. Energiewende benötigt werden (Glückwunsch zu dieser Erkenntnis im Jahre 2019), es mangelt dazu noch am Wind. Es weht nämlich nicht immer irgendwo Wind. Und wenn doch, dann eben nicht in ausreichendem Maße. De Einspeisemengen über's Jahr sprechen da ein eindeutiges Bild. Und die windträchtigsten Standorte sind ja schon lange genutzt.
Aber auch das werden die Experten und Befürworter der sog. Energiewende irgendwann auch begreifen.
Was haben eigentlich all die Nazis früher gemacht, als es noch keine AfD gab?
NPD haben sie offensichtlich nicht gewählt, obwohl das ja für Nazis die angemessene Wahlentscheidung gewesen wäre.
Schaut man sich die Wählerwanderungen nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg an, dann haben sich all die Nazis bis vor kurzem noch bei der CDU und der SPD und den Linken versteckt, denn von dort sind viele Wähler zur AfD gewechselt.
Also man muss diesen Nazis schon ein strammes Durchhaltevermögen attestieren. Da warten die jahrelang bis zum richtigen Augenblick, ignorieren standhaft die NPD, die Republikaner und andere rechtsextreme Politikversuche, um dann der wahren Nazipartei, der AfD ihre Stimme geben zu können.
Raffiniert, diese Nazis.
Ich befürchte, dass die Journalisten und Politiker auch noch das Mantra von den Nazis runterbeten werden, wenn die AfD mal 50% der Stimmen bekommen würde.
Und sie würden nicht auf die Idee kommen, sich selbst fragen, ob denn an ihrer Einschätzung, dass nun 50% der deutschen Bevölkerung Nazis sind, eventuell etwas nicht stimmen könne.
Relotius lebt... oder jedenfalls sein Vermächtnis. Vielleicht schreibt er jetzt auch unter Pseudonymen bei verschiedenen deutschen Tageszeitungen.
Denn neben den üblichen Klagen der zahlreichen Journalistendarsteller im Land über das starke Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg und die Vermutungen über die Gründe dafür (alles Nazis, alle zu doof, alle abgehängt und enttäuscht usw...) gab es in der Lückenpresse, hier im Berliner Tagesspiegel, auch diese schöne Geschichte, bei der der Autor wohl mal nicht einfach nur meckern, sondern auch mal positiv aufzeigen wollte, wie man die AfD klein hält.
So hält man die AfD klein
Da gibt es nämlich den rührigen und wahrscheinlich wirklich sehr engagierten Bürgermeister des sächsischen Städtchens Augustusburg Dirk Neubauer. Er ist in der SPD und wahrscheinlich tatsächlich ein guter Bürgermeister. Und während die AfD bei der Landtagswahl in Augustusburg mehr als 30% der Stimmen bekam, hat sie es nicht in den dortigen Stadtrat geschafft. Also vorher, bei den Kommunalwahlen in Sachsen im Mai 2019. Oder war es April? Egal, tut nichts zur Sache. Es war jedenfalls früher im Jahr.
Und dass die AfD im Stadtrat von Augustusburg keine Chance hat, liegt, so jedenfalls sagt es der Artikel, am engagierten Bürgermeister.
"Mit derselben Methode – anderen zuhören, nachfragen, sie ein bisschen antreiben und sich selbst noch ein bisschen mehr kümmern – hat er dazu beigetragen, dass die Sehnsucht nach einer starken AfD in Augustusburg vergleichsweise gering ist. "
Im ganzen Text findet sich dann eigentlich kein wirkliches Argument dafür, dass der nette Bürgermeister es geschafft hat, die AfD in Augustusburg klein zu halten. Okay, er ist mal nach Dresden zu Pegida gefahren und hat festgestellt, dass dort nicht nur Nazis rumlaufen, aber sonst? Er kümmert sich eben um seine Stadt, wie es ein Bürgermeister tun sollte.
Okay, und so hält man also die AfD klein? Mit Kümmern? Mit engagierter Lokalpolitik? Was für eine schöne Geschichte aus der sächsischen Provinz, wo doch ansonsten die Machtübernahme der braunen Horden kurz bevor steht.
Die Geschichte hat nur einen kleinen Haken. Kein Kreuz, sondern nur einen Haken. Denn so engagiert und rührig der Bürgermeister auch sein mag, was ich auch wirklich nicht anzweifeln will, mit dem Nichteinzug der AfD in den Stadtrad hat das eher wenig zu tun.
Denn es liegt der Verdacht nahe, dass die AfD nur deshalb nicht im Augustusburger Stadtrat sitzt, weil sie bei der letzten Kommunalwahl in Sachsen schlicht keinen Bewerber aufgestellt hat. Es gab niemanden von der AfD, der sich um ein Stadtratsmandat in Augustusburg beworben hat. So wie es in einigen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten ebenso der Fall war. Die AfD hat schlicht in einigen Gebieten ein Personalproblem.
Woher ich das weiß?
Nun, mit ein wenig Recherche (es hat mich vielleicht 5 Minuten gekostet und ist scheinbar für einen Tagesspiegel-Redakteur eine nicht zu bewältigende Aufgabe) kommt man zur Webseite des Landeswahlleiters Sachsen. Und dort findet man dann auch schnell eine Liste der Bewerber zur Gemeinderatswahl 2019 (wie es offiziell heißt).
Landeswahlleiter Sachsen
Der Link führt zu einer Excel-Tabelle, die man sich auf den Computer runterladen kann. Die Excel-Datei enthält eine Liste mit allen Bewerbern zur Gemeinderatswahl, schön sortiert nach Wahlkreisen. Und dort findet man dann auch Augustusburg und siehe da: es gab keinen Bewerber der AfD.
Und so war es auch in einigen anderen Wahlkreisen. Nach der Logik des Relotius-Fans vom Tagesspiegel müssten in allen Wahlkreisen, in denen die AfD im Stadtrat sitzt, bisher absolute Versager als Bürgermeister tätig gewesen sein. Und in allen Wahlkreisen, wo die AfD nicht vertreten ist, verrichten engagierte Lokalpolitiker ihr segensreiches Werk und die AfD kann nur staunend zugucken und muss draußen bleiben.
Schöne Geschichte, oder?
Tatsächlich hat der Autor ungewollt Recht, aber eben nicht so, wie er es denkt. Die Politik könnte die AfD tatsächlich "klein halten", denn sie hat sie auch groß gemacht. Doch eben nicht auf Lokalebene. AfD-Wähler stören sich eben nicht in erster Linie daran, dass der lokale Supermarkt zumacht und schieben es dann den bösen Ausländern in die Schuhe. Und der AfD-Wähler stört sich eben auch nicht an Problemen bei Umgehungsstraßen oder fehlenden Grünanlagen im Stadtkern oder was auch immer Lokalpolitik ausmacht.
AfD-Wähler stören sich vor allem an Fehlentwicklungen auf Bundesebene, die das ganze Land betreffen und bei denen alle Bürger in Geiselhaft genommen werden, sei es bei der Euro-Rettungspolitik, der Erweiterung des EU-Bürokratiemonsters, den Zwangsabgaben für staatlich kontrolliertes Fernsehen oder eben bei der Einwanderungspolitik. Und sie stören sich an fortwährendem Gesetzesbruch durch die obersten Amtsträger dieses Staates.
Und sie stören sich genauso an solcher Art von Beiträgen in den Medien, egal ob nun öffentlich-rechtlich oder privat, die ein völlig falsches Bild von der Situation im Land wiedergeben und an der Realität im Land vorbeiberichten. Und dabei meist einen Großteil der Bevölkerung des Landes beleidigen und beschimpfen.
Oder eben wie hier, die Hälfte der Wahrheit einfach weglassen.