In diesen Tagen jährt sich zum ersten Mal das traurige Schicksal dreier "klimaresistenter" Blauglockenbäume in Potsdam.
Das Grünflächenamt der Stadt hatte extra eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um künftigen Generationen in der vom Klimawandel verödeten Mark ein Leben mit Bäumen zu ermöglichen.
Und jetzt das!
Im April!
Darauf war man nicht vorbereitet! Die Bäume am wenigsten!
«Das war höhere Gewalt. Nicht der karge Boden, nicht die Hitze und nicht der Wind sind bei diesem Baum unsere Feinde, der Spätfrost ist es.»
Da stellt man sich auf ausgedörrten Boden, auf ganzjährige Hitzewellen und heiße Wüstenwinde ein und dann ist es einfach zu kalt.
Schlaue Klimawandel-Paniker werden jetzt sicher auch dafür eine Erklärung haben. Der Klimawandel bringt halt unvorhersehbares Extremwetter mit sich wie starken Frost im April.
Naja, daß man bei unvorhersehbarer Zukunft besser keine Annahmen für die Zukunft trifft, sollte den Experten eigentlich klar sein.
Das hält die eifrigen Baumfreunde nicht ab, drei neue Bäume zu pflanzen und zu hoffen, daß es künftig keinen Spätfrost mehr gibt. Und man sucht natürlich weiter nach anderen "klimaresistenten Baumarten".
Vielleicht sollte man einfach mal das Geld in simple Bewässerung der bestehenden Bäume stecken, anstatt exotische Baumarten anzuschaffen, die den hierzulande üblichen Frost nicht vertragen und zudem auch noch als verdrängende, invasive Arten angesehen werden könnten.
Es waren wohl zwei trockene Sommer nacheinander, die den Amtsschimmel zum Wiehern brachte. 2018 und 2019 waren wohl unterdurchschnittlich trocken im Land Brandenburg und dann denken sich klimawandelbesorgte "Experten", daß das jetzt immer so sein würde und werden aktiv.
Daß unser Baumbestand in Deutschland seit Jahrtausenden verschiedene Wetterlagen überstanden hat und daß Natur auch bedeutet, daß lebende Organismen mal das ein oder andere Jahr nicht überstehen, wissen zwar viele Bauern, aber scheinbar nicht die "Experten" in den Amtsstuben.
Apropos Bauern:
Brandenburg ist ja auch bekannt für seine Apfel- und Kirschplantagen. Laut diesem Bericht im Tagesspiegel waren die Sommer 2018 und 2019 sehr trocken, was den Apfelbauern Schäden zugefügt hat.
Nun, das mag ja bei dem einen oder anderen Bauern so gewesen sein. Wetter ist halt lokal und Natur ist abhängig von lokalen/regionalen Bedingungen, insgesamt aber lässt sich das aus den offiziellen Zahlen für Apel- und Kirschernte nicht erkennen.
Die KI ist so nett und stellt diese Übersicht zusammen:
Also ja, im Jahr 2019 sieht man einen kleinen Einbruch gegenüber den Vorjahren, aber 2018 war das absolute Rekordjahr in diesem 10-Jahreszeitruam von 2015-2024.
Und schon 2020 ging es wieder nach oben ggü. 2019.
Auch ansonsten sieht man, daß es ein regelmäßiges Auf und Ab bei den Erntemengen gibt. Bei Äpfeln und Kirschen.
2024 war tatsächlich ein dramatisch schlechtes Jahr. Aber der Grund hierfür war keine Trockenperiode oder eine Hitzewelle, sondern, wie schon bei den Potsdamer Blauglockenbäumen: der Frost!
Und das mitten im "heißesten Jahr seit 246.418 Jahren" oder so...
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